Browsing Tag

Review

Apps & Gaming

Games Review: XCOM Enemy Unknown

23. Februar 2014

Nachdem ich das hochgelobte Strategiespiel Remake von 2012 „XCOM Enemy Unknown“ endlich durchgespielt habe, machte sich Verwunderung breit. Schon zu Ende? Und DAS war es, das game of the year 2012? Nach all dem Basen Ausbauen, Rekruten am Leben erhalten und dem ganzen Rumforschen? Ein knackiger Sniperschuss in die Visage des Alien-Overlords nach ca. 30 Stunden Spielzeit und das wars? Schade! An der Rahmenhandlung des Spiels haben die Junges von Fireaxis definitiv gespart.

Diese lässt sich praktischerweise in einem Satz zusammenfassen: Nachdem Intergalaktische Alien-Sklavenhalter die Erde angreifen und versuchen- so wie bei anderen Spezies zuvor – die Menschheit zu versklaven, übernimmt man als seltsamerweise frischgebackener Commander die Kontrolle über eine internationalle Eliteeinheit und schlägt Schritt für Schritt die Alienbesatzer zurück. Und das American Style! Ausgerüstet mit Racketenwerfern und Laserminiguns, hetzt man seine multiethnische Truppe auf vergleichsweise kleinen Karten Zug um Zug gegen die teilweise sehr clichéhaft aussehenden Außerirdischen, die mit jedem Einsatz stärker werden und in immer neuen Varianten auftauchen. Von dem mikrigen und allseits bei speckigen Deus Ex Fanboys bekannten „Grey“ bis zum Wandelnden Roboter-Schloss aus Chihiros Zauberreise sind alle Arten vertreten. Am Ende trifft man die ausgemergelten Ätherer, ihres Zeichens dürre Physik-Nerds gepaart mit einer gesunden Prise Gott-Komplex, und erfährt, dass sie einen urplötzlich „auserwählt“ haben sie zu leiten!? Was zum *“§? Ich dachte sie wollen die Erde versklaven und die Menschheit unterjochen? Warum sollte man diese 4er Schüler der Natur leiten, wenn ihre psionischen Fähigkeiten so stark sind, dass sie praktisch den ganzen Tag rumschweben… ja fürn Oscar wird das nicht reichen.

Das Gameplay wirkt dagegen sehr solide. Man bewegt sich alternierend mit dem Gegner von seinem Droppoint zum Aliensschiff, man sammelt Ressourcen, setzt diese für den Ausbau der Basis, des Waffenarsenals und für modische Frisuren ein, oder versucht krampfhaft Satelliten zu bauen und sie schnell in den Himmel zuschicken, damit die Ratsmitglieder einem nicht den Geldhahn abderehen. Wagniskapital mag schließlich niemand… Das alles macht Spaß und fordert einen bei entsprechender Schwirigkeitsstufe heraus. Das Evozieren des Dranges alles möglichst weit zu erforschen und seine Sims-ähnlichen Schützlinge möglichst gut auf den Kampf vorzubreiten ist den Entwicklern wikrlich gut gelungen. Die Luftkämpfe gegen UFOs sind dagegen ein Witz. In feinster 2D Bitmap-Optik sieht man zu 80% der Zeit zu wie ein Kampf automatisch abläuft – da merkt man, dass die Programmierer an die Grenzen ihres Budgets stießen. Generell ist das Gameplay für meinen Geschmack jedoch zu leicht und viel zu simpel. Alle Interface-Elemente sind irgendwie riesig geraten und in nur wenigen Menüstufen untergebracht. Mit der Komplexität des XCOM von 1994 hat das nicht mehr viel gemein. Man merkt einfach, dass das Spiel den Spagat zwischen Hardcore-Gamern und einer erfolgsgeilen Generation von iPad-Farmvillern versucht, und als Resultat seine Komplexität, Menükontextualität und Rahmenhandlung aufgibt. Dass das Spiel dann wenig später für Apple-Produkte erscheint, überrascht keinen mehr…

Insgesamt ist das Spiel einigermaßen schön präsentiert, läuft flüssig und bietet einen relativ guten Wiederspielwert. Mehr Spieltiefe und Micromanagement hätten dem Remake nicht geschadet. Da hat es die Neuauflage von Jagged Alliance mit ihrem für PCs optimierten Gameplay viel besser vorgemacht. Es fühlt sich einfach so an, als ob man anstatt seinem liebgewonnen Lego plötzlich mit Duplo spielen muss. Auch das recht seltsame Add-On „XCOM Enemy Within“ kann das Spiel nicht wirklich verfeinern. Es kommen zwar neue Spielvarianten, Karten und Rekrutenfähigkeiten dazu, aber man muss die gleiche Geschichte immer wieder neu spielen mit neuen Optionen, ohne dass wirklich neue Handlung oder Gameplay dazukommt. Für ein 20€ Add-On ziemlich schwache Leistung. Von mir kriegt das Spiel daher einen Daumen nach unten: Gut spielbar, aber nicht wirklich der Bezeichnung eines spannenden PC-Strategiespieles wert.

Beauty & Mode

Beauty Review: anatomicals Augencreme

22. Januar 2014

20140121_185228Da ich so begeistert von den ‚Under Eye Patches‘ von anatomicals war, bin ich letztens nach der Arbeit erneut in den Douglas gegangen und habe mich bei anatomicals einmal umgeschaut. Witzigerweise hatten die gerade Sale, also hab ich die Gelegenheit am Schopfe gepackt und mir diese Augencreme für 2.99€ (50% Rabatt) gekauft. Die Packung find ich ja ziemlich cool mit den knalligen Farben und Wortwitzen. Natürlich denkt man bei so was vielleicht eher an Süßigkeiten, als an etwas, was man sich denn unbedingt ins Gesicht schmieren möchte 😀 Kennt ihr das? Ich habe aus irgend einem Grund eine gewisse Vorstellung wie  „richtige“ Kosmetik auszusehen hat. Also eher blau oder weiß oder grau, mit einem ganz gesund klingenden Namen und dann natürlich mit Wörtern wie „Beauty“ oder „Perleninfusion“ gespickt…

Naja, dann ist es dieses Mal also eine quietschorangene 20140121_185428Verpackung mit einer Augencreme geworden, die mehr nach Kinderlipgloss aussieht, als nach seriöser Nachtpflege. Trotzdem habe ich sie, mutig und tapfer wie ich bin, am gleichen Abend noch ausprobiert. Wider aller Erwartungen riecht die Creme nach nichts. Puuuh. Ich hatte schon halb mit Erdbeerdurft gerechnet. Feuerproble also bestanden. Für unerfahrener Augencremende gibt es auch eine Anleitung, die wie folgt lautet:

Regenerierende Augencreme. Unter die Augen tupfen.

Aha, wer hätte das gedacht? Natürlich habe ich mich strickt an diese Prozedur gehalten und eine Schicht aufgetragen. Nun muss ich erwähnen, dass ich ziemlich trockene Haut habe und an sehr reichhaltige Cremes und Lotionen gewöhnt bin. Diese Augencreme kam mir daher gleich etwas dünne vor. Also noch ne Schicht drauf! Hmm… Alles in Allem zieht die Augencreme sehr schnell ein und ist schon nach wenigen Sekunden nicht mehr merkbar. Genauso fällt leider auch das Ergebnis aus. Vielleicht liegt das daran, dass ich diese Creme jetzt nicht seit zehn Jahren auftrage, aber nach den paar Abenden kann ich sagen, dass ich keinerlei Veränderung spüre. Die Idee ist ja ganz nett und die Packung spritzig und ausgefallen, aber den Pflegeeffekt finde ich gleich null. Schade eigentlich…

20140121_185303

Allgemein

Bücher im November 2013

20. November 2013

Ich habe diesen Monat bisher drei Bücher gelesen. Gerade lese ich das vierte, „The woman in white“, aber da es über 600 Seiten lang ist, weiß ich, dass ich es nicht schaffen werde, es diesen Monat neben der Arbeit und allem Anderen noch zu Ende zu lesen.

Jane Austen – Mansfield Park

Mansfield Park war das letzte Austen-Buch, was ich noch nicht gelesen hatte, also hab ich es Anfang des Monats zur Hand genommen. Leider kam ich nur schleppend voran, weil mir das Buch nicht wirklich gefiel… die Hauptfigur Fanny Price ist den größten Teil des Buches passiv. Sie spricht nicht, sie interagiert nicht und auch sonst ist sie vom Geschehen der anderen Figuren ausgeschlossen. Das war ziemlich enttäuschend, vor allem, weil Austens Heldinnen meistens aktiv sind, oder wie im Falle von „Persuation“ wenigstens eine eigene Stimme haben. Bei Fanny Price war das nicht so. Sie stand nur in der Ecke und hat beobachtet, während den anderen Personen Dramen passierten. Trotzdem bewundere ich Austens Bücher auf Grund des dargestellten Realismus, der authentischen Dialoge und natürlich der Charakterführung. Mrs Norris (hier sieht man eine bewusste Hommage Rowlings an Austen) war grandios beschrieben in ihrer Verbohrtheit und Selbstsucht. Auch wenn der Charakter von Fanny in der Ausführung etwas gelitten hat, ist Mansfield Park wunderbar zynisch und herrlich ehrlich.

Lewis Carrol- Alice’s Adventures in Wonderland

Das wollte ich schon immer mal gelesen haben. Die Sprache ist sehr witzig und einfallsreich, das ganze Buch dadaistisch und verwirrend. Und, das wusste ich vorher nicht mal, das Buch unterscheidet sich in manchen Teilen von den unzähligen Verfilmungen, die existieren. Trotzdem finde ich nicht, dass das Buch unbedingt für Kinder geeignet ist. Vieles hätte ich als Kind nicht verstanden, bzw. mich wahrscheinlich sehr verwirrt und geschockt.

F. Scott Fitzgerald- The Great Gatsby

ENDLICH hab ich’s mal gelesen, es stand schon so lange auf meiner To-Read Liste. Das Buch ist ganz ganz toll! „Leider“ hatte ich zuerst den Film (mit Dicaprio) gesehen, der „leider“ unglaublich nah am Buch ist und so gar keine Überraschungen übrig ließ. Ständig hab ich beim Lesen den Film vor Augen gehabt. Ich finde die Gradwanderung von Golden Twenties/“In Betweeners“/Widersprüche des American Dreams/Verkommuen von Moral und menschlicher Wertschätzung sehr gelungen und gleichzeitig zu einem spannenden Drama verworren. Ich konnte das Buch gar nicht mehr niederlegen. Aber vielleicht liegt das auch einfach an der Story oder an der mysteriösen Gestalt Gatsbys und seinen schleimigen, neureichen Freunden, die einem vor Rückradlosigkeit das Blut in den Adern gefrieren lassen? Das Buch ist ganz verdient ein Klassiker der Literatur und für ein amerikanisches Buch gar nicht mal so schlecht 😉

Allgemein

How I Met Your Mother: Staffel 9 – ein neuer alter Höhepunkt

15. November 2013

Ich kanns kaum glauben, dass ich das gerade schreibe! Die neuste Folge der neunten Staffel von How I Met Your Mother war tatsächlich….. nicht scheiße. Warum? SPOILER Weil die Folge ein Rückblick war auf eine Zeit, in der Barney noch nicht mit Robin verlobt war. Das heißt, es ging mal wirklich um etwas. Klar, die Folge drehte sich darum, wie Barney die „Mutter“ kennenlernt und so weiter, aber mal abgesehen davon, war es sehr erfrischend mal wieder das original HIMYM zu sehen, in der Barney noch mit komischen Sprüchen und Geschichten versuchte, Mädels klar zu machen; in der Barney lustige Sprüche klopfte und sie in der Bar waren. Eigentlich ist das ja traurig, denn das zeigt einfach einmal wieder, dass die Serie seinen Zenit überschritten hat und in diesem Zeitpunkt nicht mehr zum eigentlichen Erfolgsgeheimnis der Serie zurückgehen kann.

Immer noch 33 Stunden bis zur Hochzeit. Diese 33 Stunden werden noch auf mindestens 10 Folgen gestreckt… 3 Minuten reale Zeit auf 20 Minuten filmische Zeit gestreckt. Yay. Ob es für Marshall, Lily und Robin jeweils auch noch eine Rückblickfolge gibt, in der sie die „Mutter“ kennenlernen? Bestimmt. Wie dem auch sei, ich bin gespannt.

Es bleibt immer noch die Frage, wie sie von „Ted lernt die Muttter kennen“ auf ein rundes, in sich geschlossenes Ende kommen. Gibt es dann eine Zusammenfassung der nachfolgenden Ereignisse? Zeigen sie, wie sie selbst geheiratet haben?

Ich hoffe bis dahin gibt es noch etwas Content

Film

Film Review: John dies at the End

1. November 2013

Der Film „John dies at the end“  aus dem Jahr 2012 ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von David Wong – ein Zustand der erklärt, wie sie das Drehbuch einem Produzenten gepitched haben müssen. Die Handlung ist nämlich so verworren, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Exposé hätte aussehen können.

Aber der Reihe nach. Die Rahmenerzählung des Films zeigt Hauptcharakter David (Chase Williamson), wie er in einem chinesischen Restaurant von dem Journalisten Arnie Blondestone (Paul Giamatti) interviewt wird. Arnie ist an Davids Lebensgeschichte interessiert, da dieser behauptet, mit den Toten sprechen zu können.  Ab da beginnt die Binnenerzählung, die erzählt, wie David und sein Kumpel John (Rob Mayes) sich eine unbekannte, neue Droge namens „Sojasauce“ injektieren. Diese Droge schärft nicht nur ihre Sinne und lässt sie Dinge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehen sowie hellseherische Fähigkeiten entwickeln, sie lässt sie auch von der Welt der Lebenden in die der Toten blicken.

Je länger David auf „Sojasauce“ ist, umso häufiger sieht er eklige und gruselige Wesen aus der Totenwelt sowie Nazizombies und Türknaufe, die plötzlich die Gestalt eines männlichen Geschlechtsorgans annehmen. Von diesem Zeitpunkt an beginnt er Film noch weiter abzudrehen. John stirbt im Krankenhaus an den Folgen der Droge, dirigiert jedoch als Geist im Körper eines Hundes David aus der Totenwelt zum Wohnwagen des Dealers, um mehr von „Sojasauce“ zu erschaffen. Das brauchen sie später (John weilt dann wieder unter den Lebenden), um zugedröhnt ins Land der Toten zu gehen und dort in einer skurrilen Parallelwelt, die von riesigen Spinnenrobottern beherrscht wird, eine Atombombe auf den Spinnenkönig zu schmeißen.

Obwohl der Film „John dies at the end“ den Anspruch hat, verwegen, verwirrend und ganz nach dem Stil von Regisseur-Ikone David Lynch zu sein, schafft es der Film nicht, die verworrene, Plot-lose und den Gesetzen der Physik losgelöste Geschichte cool und eindringlich zu vermitteln. Der Unterschied zwischen dem Film und denen von Mr Lynch ist nämlich, dass Lynch seine Roter-Faden-losigkeit wie einen roten Faden durchzieht. „John dies at the end“ gelingt das nicht, die Turns der Geschichte wirken sogar für einen offensichtlich verworrenen und undurchsichtigen Film zu verworren und undurchsichtig. Es reicht nicht, einfach eine Meute von gruseligen Insekten in eine Parallelwelt zu schmeißen und eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte zu erzählen und das auch noch „Kunst“ zu nennen. Zu viele Fragen bleiben sogar für den Film ungeklärt und auch die Motive und Wünsche der Helden verschwimmen zu schnell, ohne, sogar für so einen Film, nur ansatzweise nachvollziehbar zu sein. Alles in allem ist der Film enttäuschend, obwohl der Ansatz der Story vielversprechend und spannend klingt. Auch die miserablen CGI-Effekte lassen „John dies at the end“ wie einen Trash-Film aus den 1970ern erscheinen. Einzig und allein Paul Giamatti war großartig und sehenswert.

 

Wertung:

Film

Film Review: Abraham Lincoln Vampirjäger (2012)

25. Oktober 2013

Der Film „Abraham Lincoln Vampirjäger“ von Regisseur Bekmambetow vereint amerikanische Geschichte mit postmoderner Vampirmystik. Dazu erzählt der Film die Lebensgeschichte des 16. Präsidenten der USA und bringt Eckdaten seines Lebens mit Vampirangriffen in Verbindung. So stirbt Abrahams Mutter 1818 nicht an der so genannten „Milchkrankheit“, sondern durch die Hand eines Vampirs, der Rache an der Familie Lincoln verüben möchte, da diese sich auf die Seite der Sklaven gestellt hat. Getrieben von Hass und Rachsucht den Mörder seiner Mutter zu töten, wird Abraham Lincoln als junger Mann vom unglücklichen Vampir namens Henry Sturges gefunden und zum Vampirjäger abgerichtet.

Nach und nach bringt Abraham Lincoln zwar mehrere Vampire um, an die Obervampire kann er jedoch nicht gelangen. Erst als er schon verheiratet, Vater eines kleinen Jungen, Präsident der USA sowie Backenbart- und Zylinderträger ist, kommt es zum Showdown. Lincoln, seines Zeichens Gegner der Sklaverei, führt den Krieg gegen konföderierte Truppen, die natürlich durch den Obervampir, seines Zeichens Slkavereibefürworter, und seine Schergen angeführt werden. Um den unmöglich erscheinenden Kampf zu gewinnen und die Untoten zu besiegen, brauchen Abe und seine Unionisten spezielle Munition aus echtem Silber, die sie in einer halsbrecherigen Verfolgungsjagt zum Schlachtfeld befördern und so den Krieg gewinnen.

Okay, der Film ist natürlich schon auf Grund der Zusammenstellung Lincoln und Vampire ziemlich trashig und jeder, der sich darauf einlässt, sollte sich bewusst sein, dass der Film eine Geschichtsstunde der anderen Art ist. Trotzdem ist abgesehen von der fehlenden Überzeugungskraft des Plots noch anzumerken, dass die CGI-Effekte unglaublich schlecht sind. Man sieht quasi den verschwommenen Übergang zwischen Figur und Bluescreen, der wie eine Störwolke hin und her tanzt. Auch hat man das Gefühl, dass man einem Computerspiel zuschaut, so weichgezeichnet sind die Figuren und die Kulissen.

„Abraham Lincoln Vampirjäger“ ist ein trashiger Film mit absonderlichen Stunts und viel Blutgesplatter. Wer es cool findet, dass Lincoln eine Axt besitzt, die sogleich auch Harpune und Schrottflinte ist und Abe in Höchstgeschwindigkeit über eine rennende Pferdemeute springen kann, für den ist der Film genau richtig. Für alle anderen ist der Film ein murkliger Versuch, Geschichte und Vampire zu vereinen.

Wertung:

Film

Film Review: Oblivion

18. Oktober 2013

Der Film „Oblivion“ aus dem Jahr 2013 von Regisseur Joseph Kosinski (TRON) geleitet uns in das postapokalyptische Jahr 2077. Die Erde ist verwüstet und zerstört, die meisten Menschen verhungert oder getötet und alles was übrig geblieben ist, sind Quadratkilometer an Brachland und Überreste einer vergangenen Zivilisation. All das kam über die Menschheit im Jahr 2017, als Aliens, nachdem sie den Mond zerstörten, auf die Erde kamen und die Menschen in einen verheerenden Krieg verwickelten. Schließlich wurden die Aliens besiegt, doch die Erde blieb unbewohnbar. Eine Spezialeinheit flog die wenigen Überlebenden zum Saturnmond Titan, um dort unter erdähnlichen Bedingungen ein neues Leben zu beginnen. Einzig Jack (Tom Cruise) und Victoria (Andrea Riseborough) sind auf die Erde zurückgeschickt worden, um die nötigen Ressourcen der Erde (Wasser) zu fördern und für die Weiterleitung zum Titan zu sorgen.

Die Arbeit von Jack und Victoria wird jedoch von den Aliens (genannt „Plünderer“) gestört, die sich immer noch auf der Erde befinden und alles daran setzen, die lebenswichtigen Ressourcen zu behalten. Sie sabotieren also die Drohnen, zerstören Förderungsmaschinen und greifen Jack auf seinen Patrouillen immer wieder an.

Je länger Jack an der Durchführung der Mission beteiligt ist, umso mehr verändert er sich. Er möchte den Planeten Erde nicht verlassen; auch kommen ihm immer wieder Erinnerungsfetzen seines vorherigen Lebens ins Gedächtnis, welche ihn mit einer Frau zeigen, obwohl sein und Victorias Gedächtnis jeweils gelöscht wurden, um den Abschied von der Erde und dem alten Leben zu erleichtern. Als sie dann auf weitere Menschen stoßen, von denen eine der Frau in seinen Erinnerungen unverwechselbar ähnelt, scheint die Welt um Jack immer mehr zu zerbrechen. Wer ist sie und warum ist sie da? Wie schaffen es die Plünderer, dem Radar der Drohnen immer wieder zu entgehen und warum müssen die Menschen den Planeten verlassen, wenn sie doch die Gewinner dieses Krieges sind?

Oblivion ist ein science fiction Film, der spannend anfängt, nach einer langen und ausführlichen Exposition in einen actionreichen Mittelteil übergeht und schlussendlich ein überhastetes und mysteriöses Ende präsentiert, welches mehr Fragen offen lässt, als beantwortet. Besonders die Wendung der Geschichte zum Schluss, die zwar nicht besonders überraschend, aber jedoch sehr gelungen ist, bleibt durch das knappe Ende enttäuschend. Es scheint, als hätten sie nicht mehr genug Geld für einen gelungenen Abschluss gehabt und das Ende dann irgendwie schnell-schnell gedreht. Wieso lässt sich der Oberalien so schnell vernichten und wieso erkennt er Jacks Absicht nicht, wenn er doch so allwissend ist und die gesamte Menschheit fast verstört und versklavt hat? Wieso lässt er Jack einfach so gewähren? Ebenso ist der Plot Twist in Oblivion zu sehr an „Moon“ angelehnt und für Leute, die diesen Film kennen, eindeutig und vorhersehbar; auch der philosophische Aspekt des Films und die Frage nach Wirklichkeit und Illusion erinnert stark an die „Matrix“-Filme.

Alles in allem ist der Film ganz gut, besonders weil die ersten zwei Drittel des Films überzeugen und spannend sowie voller Action sind. Das Ende ist leider lustlos und enttäuschend.

Wertung:

Allgemein

Review: How I met your Mother (9.Staffel) – ein langweiliges Wochenende auf 24 Folgen gestreckt

11. Oktober 2013

Okay, die ersten neuen Folgen der neunten HIMYM-Staffel sind also schon gezeigt worden. Ich hab sie mir angeschaut und komme zum vorläufigen Urteil: schnaaaarrrrchhhh. Ich versteh schon, eigentlich wollten sie nach der 8. Staffel schon alles beenden, haben dann aber beschlossen, wahrscheinlich aus Geldgier, die Serienkuh noch ein weiteres Mal zu melken und eine neunte Staffel zu konzipieren. Leider ist der Inhalt und Witzgehalt der beiden Staffeln wahrscheinlich aus diesem Grund ebenfalls auf eine Staffel komprimierbar. Vor allem, wenn man sich die älteren Folgen ansieht, merkt man, wie sehr die Serie an Originalität und Esprit verloren hat. SPOILER: bisher zeigten die ersten vier Folgen, wie Marshall mit seinem Sohn im Auto von Minnesota nach New York fährt, um pünktlich zu Barney und Robins Hochzeit zu kommen. Gleichzeitig ist Lilly traurig, dass Sohn und Ehemann nicht bei ihr sind und sie genehmigt sich einen Drink nach dem nächsten. Ted ist nervig und weinerlich wie immer. Barney, der meist einzige Spaßmacher der Serie ist verdächtig selten im Bild und wenn, dann meist mit Robin und sie versuchen ihren „schrecklich alten und meckernden Verwandten“ auszuweichen.

Leider ist das schon alles, was geschehen ist. Das Problem ist einfach: es passiert nichts und um das zu Kaschieren, versuchen sie halbherzig, irgendwelche abstrusen Situationen zu schaffen, die im Endeffekt weder witzig, noch irgend etwas anderes sind. Da die Folgen bisher außerdem wieder sehr Ted-lastig sind, kommt auch einfach keine lustige Stimmung auf, weil er einfach viel zu sehr damit beschäftigt ist, Robin hinterher zu weinen.

Die Exposition der neunten Staffel gestaltet sich, wie gesagt, sehr zäh und repetitiv. Ich hoffe, dass der Mittelteil und das Finale noch ein bisschen besser werden, ein paar Konflikte bringen und der Höhepunkt einer Episode nicht Marshalls Gesicht auf einem Ipad, welches auf ein Riesenkissen geschallt wurde, ist. Facetime, das immer wieder stecken bleibt ist nämlich nur circa für die ersten 5 Sekunden lustig, das 20 Minuten durch zu ziehen ist ziemlich anstrengend.

Warten wir’s ab. Die nächste Folge kommt am Montag.

Lush

Lush Cosmetics: Emotional Brilliance

9. Oktober 2013

Am Freitag war ich bei Lush um die neuen Weihnachtsprodukte auszuchecken (mehr dazu an anderer Stelle) und hab noch eine alte Bekannte getroffen, die früher im Lush Hackescher Markt gearbeitet hat und nun die Filiale in Steglitz leitet! Wow das war cool und ziemlich unerwartet. Wir haben so lange gequatscht, dass ich zum Schluss gar nicht alle neuen Sachen angeschaut/geschnuppert hatte, haha 🙂 Und wie’s der Zufall will, habe ich den Laden schlussendlich mit einer kleinen Auswahl von Lushs Kosmetik „Emotional Brilliance“ verlassen.

Emotional Brilliance ist die dekorative Kosmetik, die Lush seit einem Jahr verkauft. Wie vieles bei Lush ist auch deren Kosmetik tierversuchsfrei, vegan, handgemacht, fair trade und kommt ohne „unsichere“ Chemikalien aus. Schminke für Weltverbesserer also. Das gut daran ist jedoch, dass Kosmetik von Emotional Brilliance auch für Allergiker geeignet ist, die sonst auf Grund vieler chemischer Zusatzstoffe auf herkömmliche Kosmetik verzichten müssen. Auf der englischen Lush Seite gibt es übrigens alles über das Konzept hinter Emotional Brilliance zu lesen 🙂

CIMG2321Hier sehen wir drei Lippenstifte. Jede Farbe symbolisiert eine andere Charaktereigenschaft. Fühl ich mich also selbstgewusst, greife ich zum Lippenstift namens…na…richtig, „Selbstbewusst“ und so weiter. Die Fläschchen sind aus Glas und alles in allem ungefähr 5cm groß. Aufgetragen werden die Lippenstifte mit einem Applikator, den man zum Beispiel aus Lipglossen kennt.

Lush Emotiomal BrillianceHier hab ich sie einmal für euch geswatcht 🙂 von links nach rechts sehen wir: Stärke, Selbstbewusst und Antrieb. Sie sind sehr deckend und halten wirklich lange (hab ich gemerkt, als ich sie abwaschen wollte haha). Auch kann man einmal mit einem Tuch drüber gehen und etwas von der Kräftigkeit nehmen. So haben die Lippenstifte auch ein mattes Finish. Auch sind sie recht cremig, was bei trockenen Lippen sicher von Vorteil ist.

CIMG2320Als zweites haben wir zwei Eyeliner, die ebenfalls nach dem Charakterstärken-System funktionieren. Von der Verpackung und Größe sehen sie äußerlich genauso aus wie die Lippenstifte, nur wenn man die Fläschchen aufschraubt, kommt ein anderer Applikator zum Vorschein. Lush Emotional Brilliance 2

Gewatcht sehen die Farben so aus. Oben haben wir „Gelassenheit“ und unten die Farbe „Motivation“. Letzteres schimmert leicht, was man auf dem Foto sogar auch etwas erkennt. Ich kann sagen, dass sie Wasserfest sind, obwohl ich sie noch nicht auf dem Lid hatte 😉 Meine Kosmetiktücher waren ausgetrocknet, also hab ich Idiot versucht, den Eyeliner mit Wasser abzuwaschen…Fehlanzeige. Wischfest und unbeeindruckt blieben die blauen Striche noch einige Zeit auf dem Handrücken. Erst mit richtiger Seife ging alles letztendlich ab. Kräftige Farben, die lange halten und schimmern – was will man mehr?

CIMG2318Auch bin ich jetzt fröhlicher Besitzer dieses Parfüms! Hach! Ich hatte mich total in diesen Duft verguckt, als er vor zwei Jahren in London gelauncht ist. Es ist die perfekte Kombination aus Limetten und Zimt. Schwer zu erklären, riecht für jeden sicherlich auch anders, aber man kann „25:43“ zu jeder Jahreszeit tragen! Der witzige Name geht übrigens auf die Entwicklungszeit dieses Parfüms zurück: Mr Constantine brauchte genau 25 Minuten und 43 Sekunden, um diesen Duft zu kreieren. Bravo dafür, ist echt super geworden!

CIMG2319Zu guter Letzt habe ich hier noch ein witziges Produkt: Feste Zahnpasta! Eeeeek!! Man kann es sich so vorstellen, wie es klingt, haha. In der Verpackung sind kleine Tabs, etwa so groß wie ein SMINT-Bonbon (erinnert ihr euch noch daran? Man sind die 90er), die schäumen, wenn man sie zerkaut. Gut für’s Zelten oder Festivals. Die Geschmacksrichtung „ultrablast“ ist mit Wasabi, Minze und Erbsen… sehr interessant auf jeden Fall. Ich find die Teile super witzig.

So dit war’s mal wieder von mir, diesmal war’s zwar vielleicht etwas zu sehr mädchenhaft, aber wat sein muss, muss einfach mal sein.

Hier ist übrigens die Facebookseite von Lush Steglitz, wäre cool, wenn ihr sie liken würdet (wenn ihr mögt), ich find die Mädels da einfach klasse und es ist schade, dass sie nur so wenige unterstützen 🙂

Film

Film Review: Moonrise Kingdom

20. September 2013

large_ysTohGF7NY9Z6MYz9vLNYiyzh0r„Moonrise Kingdom“ von Wes Anderson erinnert visuell und thematisch an seinen Film „Die Tiefseetaucher“ (Original „The Life Aquatic with Steve Zissou“) aus dem Jahr 2004 und ist auch was die Geschichte angeht ähnlich skurril aufgestellt.  Der Plot folgt den beiden 12 Jährigen Suzy und Sam, die beide von Zuhause ausgerissen sind, um bei einander zu sein und in der Wildnis ein Abenteuer zu erleben. Als das Fehlen der beiden auffällt, sind Eltern, Polizei und die Pfadfinder, zu denen Sam gehört, der fiktiven Insel New Penzance in heller Aufruhr. Sie suchen nach ihnen, finden sie schließlich und nach einem Showdown in der ansässigen Kirche, in der eine Schulklasse gerade eine Adaption von „Noahs Arche“ aufführt, wird das junge Liebespaar doch nicht wie angekündigt für immer auseinander gerissen, sondern findet das gemeinsame Glück.

Objektiv gesehen macht der Film keinen Sinn und auch als Zusammenfassung hört sich die Geschichte schwachsinnig, langweilig und seltsam an. Jedoch könnte man das über alle Filme von Wes Anderson sagen. Plot und geradlinig erzählte Geschichten geraten bei ihm eher in den Hintergrund. Im Spotlight seiner Erzählungen stehen eher das visuelle des Films sowie skurrile Figuren und eigenartige Figurenkonstellationen. Auch „Moonrise Kingdom“ quillt vor Skurrilität fast über; die Figuren sind überspitzt und irrtümlich, die Dialoge schwachsinnig und auch sonst wirkt alles wie eine Parodie. Und genau so muss man seine Filme auch nehmen: als Parodie, als Ausdruck seines Humors, der für viele objektiv keinen Sinn zu machen scheint, jedoch urkomisch ist, wenn man erst einmal dahinter gestiegen ist. Ich persönlich finde seinen Humor klasse – genauso wie seine Sprünge zwischen den Genres; sei es das Dokumentarfilm-esque durch den „Erzähler“ der immer mal wieder Auftaucht und direkt in die Kamera spricht oder das coming-of-age-Drama vor der weich gezeichneten Fototapete. Alles wird episodenhaft und willkürlich aneinander geschnitten oder durch Kameraschwenks wie französische Filme der 60er Jahre zusammengefügt. Was im kleinen verwirrend wirken könnte, sieht als großes Bild vortrefflich aus. Bei Anderson passt alles am Ende visuell zusammen.

Mal abgesehen von der unorthodoxen Montage- und Erzähltechnik sind Wes Andersons Filme immer ein Hingucker. Diesmal wieder in Pastelfarben und -Formen der 1960er Jahre getüncht, wirkt „Moonrise Kingdom“ wie aus einem Bonbon-Laden entsprungen.

Alles in Allem ist „Moonrise Kingdom“ ein Fest für’s Auge und ein Fest für die Sinne für alle, die sich komischer Geschichten und skurrilen Charakteren annehmen wollen. Auf jeden Fall ist dieser Film nicht massenkompatibel und auch sicher kein Publikumsschlager wie Mission Impossible oder Shrek, jedoch ist „Moonrise Kingdom“ mit seiner liebevollen Ausstattung perfekt für Anderson-Enthusiasten und alle, die schräge Geschichten genießen.

Wertung: