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Restaurant Review: Taste Away

4. Mai 2014

schokodöner02Okay, von Restaurant kann man bei „Taste Away“ vielleicht nicht reden, aber das kleine Lädchen am Halleschen Tor hier in Kreuzberg fand ich trotzdem so ungewöhnlich, dass ich unbedingt darüber bloggen wollte. Direkt am Mehringplatz und ein bisschen versteckt befindet sich „Taste Away“, das von der Größe her eher einem Kiosk, als einer Essenslokalität gleicht.

Wir hatten uns jedoch gezielt dahin begeben, weil es dort „Choco Kebab“ gibt, also süßen Kebab mit Schokolade…Fast dran vorbeigelaufen fanden wir dann doch unser Ziel. schokodöner01Der Schokokebab wird ähnlich wie ein richtiger Döner von einer Rolle abgeraspelt, nur besteht diese nicht aus Fleisch sondern eben aus Schokolade. All das wird dann mit Sahne zusammen in einen Crêpes-ähnlichen Teig gepackt. Ich sage bewusste Crêpes-ähnlich, weil der Teig des süßen Kebabs viel dicker und fester ist und nicht so schnell reißt. Auch hat er eine gelbere Farbe.

Lecker wars trotzdem, vor allem weil die abgeraspelte Schokolade durch den warmen „Crêpe“ etwas schmilzt hmmm. Da drinnen kein wirklicher Sitzplatz ist, haben wir uns draußen in die Sonne auf einen der Stühle gesetzt. Während der warmen Jahreszeiten schön, im Winter wahrscheinlich eher unpraktisch.

10170953_559658840799533_1140306469_nAlles in Allem ist die schokoladige Version des Döners lecker, die Leute sehr freundlich und die Idee sehr witzig. Auf dem Bild auf der linken Seite kann man auch den Schokokebab-Spieß sehen, der sich wie das fleischige Original im Kreis dreht. Leider erscheint die Lokalität eher provisorisch, was wahrscheinlich daran liegt, dass der Laden noch neu ist. Ich fände es toll, wenn „Taste Away“ die Aufmerksamkeit bekommen würde, die diese witzige und originelle Idee repräsentiert. Bis dahin ist es eben ein echter Geheimtipp abseits der üblichen Touristenpfade und ganz ohne gentrifizierte Schikimikiheit.

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Gute Restaurants jetzt noch schneller finden

2. April 2014

Manchmal frage ich mich, wie die Welt jetzt wohl wäre, wenn es schon immer Internet und Smartphones gegeben hätte. Wie wäre „Der Fänger im Roggen“ ausgegangen, wenn Holden ein IPad gehabt hätte? Wäre er dann immer noch durch die Straßen gewandert, wach vor Langeweile und Einsamkeit und hätte sich von einer verrückten Situation in die andere geschmissen? Oder hätte er sich einfach wie alle 16-Jährigen einen WoW-Account geholt und wäre im Internat geblieben? Hätte Silvia Plath peinliche Facebookupdates gemacht und einen Depri-Tumblr geführt? Hätten Adorno und Kracauer über WhatsApp anstatt über Briefe kommuniziert und wenn ja, könnte man diese Chatlogs jetzt ausgedruckt lesen? Alleine unsere Eltern- und Großelterngeneration, wie komisch wäre es, alte Twitter-Beiträge von denen zu lesen?

Ich wünschte mir jedoch, dass alte Leute besser mit Computern und dem Internet umgehen könnten. Viele Senioren könnten sich dann online die Lebensmittel aus dem Supermarkt bestellen oder sich ihr Abendessen per Mausklick liefern lassen. Ich habe letztens aus Spaß die Postleitzahl meiner Oma bei Lieferheld eingegeben und siehe da, es gibt sogar eine Pizzerria und ein indisches Restaurant, welches frei Haus Essen zu ihr liefern würden. Warum nicht? Ich muss ja gestehen, dass ich mir schon manchmal mein Abendessen liefern lasse, vor allem Pizza und Sushi haha. Manchmal muss das nach acht Stunden Maloche einfach sein. Das gute dabei ist halt auch, dass man immer neue Sachen ausprobieren kann. So gehe ich doch schon immer in die gleichen Restaurants, online bestell ich, was am besten klingt. Letztens haben mein Freund und ich beim Stöbern den Lieferservice Guide der Restaurants für Berlin entdeckt. Der stellt basierend auf Onlinebewertungen die besten Restaurants (Sushi, Pizza, Burger, etc) vor. In Berlin ändern sich die Restaurants so schnell dass man oft den Überblick verliert. Ganz nach dem Motto „Grand Opening, grand Closing“ schließen die Delis genauso schnell, wie sie an anderer Stelle wieder eröffnen. Zum Beispiel gab es bis letztes Jahr im März einen leckeren Cheese Steak-Laden am Zoo, der aber dichtgemacht hat. Blöd, dabei hatte ich noch Gutscheine… Aus diesem Grund finde ich es ganz cool, dass dieser Guide einem leckere Geheimtipps serviert. Für jeden Geschmack ist was dabei, sogar vegetarische und vegane Restaurants sind aufgelistet.  Und dank der tollen Bilder bin ich wirklich angefixt worden, mir die bestern Burger der Stadt mal genauer anzusehen. Den besten Burger Berlins habe ich nämlich noch nicht gegessen. Zwar liebe ich den Burger von „Kreuzburger“ (auch im Guide), aber ich hoffe natürlich, dass da qualitätsmäßig noch Luft nach oben ist. Ich werd’s testen und dann hier berichten 🙂

 

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Restaurant Review: Chaparro

2. März 2014

CIMG2774Letztes Wochenende war ich mit ein paar Leuten im mexikanischen Restaurant Chaparro in der Wienerstraße in Kreuzberg (Nahe U-Bahnstation Görlitzer Bahnhof). Wir lieben die mexikanische Küche und sind quasi Stammkunden bei „Dolores“, deswegen hab ich mich schon total auf den Laden gefreut. Chaparro ist kein Franchise-Produkt und wird von echten Mexikanern betrieben. Sehr sympathisch!

Wenn man Chaparro betritt fällt einem zuerst die für den Laien recht improvisiert erscheinende, doch für den Kreuzberger natürlich eindeutig dem Hipsertum zuordenbare Inneneinrichtung auf. Niedrige Tische, zusammengewürfelte Stühle, viele Hocker und alles sehr gemütlich-rustikal mit Holzoptik. CIMG2775Man fühlt sich etwas wie in einen Loriot-Sketch geworfen und fragt sich ernsthaft, ob die Wandfarbe denn nun Sandsteinocker oder doch Eierschale heißt. Auch ist Chaparro recht übersichtlich in der Größe- es gibt drei Tische und einen schmalen Tresen/Stehtisch mit ein paar Barhockern. Größere Gruppen unterzubringen gestaltet sich sicherlich schwierig.

Bestellt wird vorne und ähnelt dem Prinzip der Sandwichkette „Subways“. Es gibt  verschiedenen „Bases“: Burrito, Quesadilla, Taco oder Torta, diese kann man dann nach Wunsch mit Fleisch, Tofu, verschiedenen Salsas und anderen Extras belegen.

CIMG2779Ich hatte zum Beispiel Quesadillas mit Black Chicken und einem Quacamole Dip. Das hat unter 5€ gekostet und war echt lecker. Auch konnte man sich nach Belieben noch scharfe Soße nehmen (Chipotle, etc), welche am Tisch bereitstanden.

CIMG2778Der Burrito war auch lecker und reichlich. Mein Freund, der auch Quesadilla hatte, fand, dass es zu wenig war. Er hätte lieber eine doppelte Portion gehabt. Für mich hat es aber als Abendessen gereicht. Man muss halt sehen, wie hungrig man ist. Bei Dolores zahlt man das Doppelte, bekommt aber dementsprechend auch mehr…

CIMG2776Das Essen ist meiner Meinung nach lecker und auch für den kleinen Hunger (oder den kleinen Magen) echt super geeignet. Wir waren relativ spät da (so um 23 Uhr) und trotzdem war alles frisch gemacht und nichts schmeckte so, als sei es nur schnell aufgewärmt worden. Auch die Kellnerin war wirklich sehr nett!

Einziger Minuspunkt meiner Meinung nach ist, dass man nicht mit Karte zahlen kann. Für chronisch bargeldlose Leute wie ich einer bin ist das tatsächlich ein Problem. Aber das ist ja kalkulierbar…

Gerne wieder!

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Cocolo Ramen

9. Februar 2014

CIMG2756Eine Freundin und ich waren letztens im Restaurant „Cocolo“ in Kreuzberg. Das Original dieses Restaurants befindet sich in der Gipsstraße nahe Hackescher Markt, macht erst ab 18 Uhr auf und ist chronisch ausgebucht. Mein Freund und ich sind letztens zufällig daran vorbeigekommen und staunten nicht schlecht, als schon um 17.45 Uhr die Leute vor dem Laden eine Schlange bildeten. Die zweite Dependance von Cocolo befindet sich am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg und ist von mir Zuhause nur einen Steinwurf entfernt. Glücklicherweise macht das Restaurant dort auch schon um 12 Uhr auf und ist ungefähr dreimal so groß.

Trotzdem war das Restaurant gut besucht und alle Tische so gut wie voll, weswegen wir uns zwischen vier andere Leute gequetscht haben. CIMG2753Man kann neben etlichen Vorspeisen und Snacks auch zwischen Dons (Reisschale mit verschiedenen Toppings) und Ramen (japanische Nudelsuppen) wählen. Ich hatte mich letztendlich für ein Lunch Set entschieden. Dies kostete 7€ und enthielt: eine kleine Misosuppe, eine Vorspeise (eine Eiskugelportion Kartoffelbrei mit Ei) und ein Oyako Don. Übersetzt heißt das „Eltern-Kind-Reisschüssel“, weil es aus Ei und Hühnchen besteht 😀 Sehr makaber, aber auch sehr lecker. Das Ganze ist wie eine Art Omelette mit Hühnchenfleisch und Frühlingszwiebeln und wird, wie gesagt, auf Reis serviert. Die Portionen sind ordentlich und machen sehr satt. Auch steht auf dem Tisch eine Reihe verschiedener scharfe Öle, Chilipulver und Sesam bereit, welche man zu seinem Hauptgericht genießen kann.

CIMG2755Dazu hatte ich eine „Homemade Lemonade“, die zwar ziemlich teuer (3€), aber gleichzeitig uuuuunglaublich lecker ist. Und zwar schmeckt man zwar deutlich die Zitrone, das ganze wurde aber mit Honig gesüßt, was unglaublich gut zusammenpasst. Wieso bin ich da nie drauf gekommen? Woah ich will das Rezept unbedingt finden und für mich Zuhause nachmachen!! Meine Freundin hatte übrigens auch ein Lunch Set, jedoch anstatt Oyako Don hatte sie Gyuu Don, also Reisschale mit dünnen Rindfleischscheiben. Auch sehr lecker!

Witzigerweise kommt bei Cocolo auch richtiges Japanfeeling auf, denn, jedes Mal, wenn ein Kunde das Restaurant betritt, rufen alle Angestellten, egal was sie gerade tun, „Irasshaimase“. Jeder, der schon einmal in Japan war, kennt das! CIMG2754Und zwar handelt es sich dabei um eine Begrüßungsformel, die in jedem Laden, Restaurant, etc in Japan benutzt wird. Es verbreitet sich dort fast wie ein Lauffeuer; Betritt ein Kunde einen Laden, beginnt jemand mit einem lautstarken „Irasshaimaseeeeeeeeee“, welches dann von all den anderen Angestellten wie ein Echo wiederholt wird. Irgendwann hört man vom anderen Ende des Ladens noch ein „masseeeeeee“ und dann betritt ein neuer Kunde den Laden und das Ganze beginnt von vorne. Mich nervte das bei meinen Reisen nach Japan immer sehr, weil es mich immer fast zu Tode erschreckt hat, wenn jemand neben mir anfing rumzuschreien. Bei Cocolo fand ich es sehr witzig, eben weil ich es seit 2009 nicht mehr gehört und schon fast vergessen hatte.

Das Restaurant ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Abends ist es sicher auch am Paul-Lincke-Ufer brechend voll, also am besten vorher anrufen und einen Platz reservieren. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Im Sommer kann man auch draußen sitzen, das ist sicher noch besser.