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London-Reise 2014: Teil Eins

17. September 2014
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Letzte Woche sind mein Freund und ich für ein paar Tage nach London geflogen und haben uns eine wunderschöne Zeit in der englischen Hauptstadt gemacht. Ich dachte, dass ich ein bisschen darüber blogge. Da es viel zu erzählen gibt, werde ich drei Einträge daraus machen. Dies hier ist der erste Teil 🙂

Wie viele wissen, habe ich im Zuge meines Masterstudiums ein Auslandsjahr am King’s College London verbracht und deswegen auch dort gewohnt. Damals noch im Süd-Osten der Stadt nahe der Station Elephant& Castle verschlug es meinen Freund und mich dieses Mal in den Norden der Stadt. Unser Hotel war nahe der Station Angel, also quasi genau das andere Ende der Northern Line. Ich kannte die Gegend zuvor nur vom Weggehen, deswegen war ich umso gespannter, diese Gegend zu Fuß zu erkunden. Natürlich haben wir auch das Pflichtprogramm aller London-Reisenden gemacht, also den Big Ben und Co. angeschaut und als Foto-Kulisse genommen. Manche Sehenswürdigkeiten sind eben auch nach dem x-ten Mal immer wieder schön.

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Das Zentrum, welches viele der spannenden Dinge beherbergt, kann man gut zu Fuß erkunden und so sind wir von Leicester Square über Chinatown bis zur Oxford Street gelaufen und haben uns von dem wuseligen Trubel treiben lassen. Da ich mich recht gut in der Ecke auskenne, fanden wir auch immer mal wieder kleinere Schlupflöcher zum Durchatmen, wenn uns die Menschenmassen zu erdrückend wurden.

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Ulkigerweise ist die Oxford Street jetzt von beiden Seiten von je einem riesigen Primark umschlossen – Der Wahnsinn geht jetzt also an zwei Orten gleichzeitig los, haha (in England haben die Geschäfte auch Sonntags auf, meistens um 10 Uhr und gewöhnlich warten die Besucher schon vor Beginn vor den Türen Primarks). Mein Freund und ich stöbern gerne auf der Oxford Street, vor allem, weil viele Geschäfte dort nicht in Deutschland zu finden sind (Disney Store!!). Auch hat man dort das Gefühl, in einer richtigen Weltstadt zu sein. Berlin ist ja ganz nett, aber im Vergleich zu beispielsweise London ist unsere Hauptstadt doch eher provinziell.

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Natürlich konnten wir es nicht lassen, unsere Nasen auch in Victoria’s Secret zu stecken. Ich muss ehrlich sagen, dass mich der Laden ziemlich verstört hat… Alles ist total protzig, es riecht nach den ganzen Düften, die dort verkauft werden und auch sonst ist der Laden ein einziger Superlativ. Mal abgesehen von den ziemlich überzogenen Preisen ist es dort hell und glänzend und überall sind große Leinwände mit Videos der Modenschauen. Alles ist Pink und mit Rüschen und Flügeln und die totale Reizüberflutung. Jedoch haben sie wirklich sehr saubere Toiletten! Kann ich jedem empfehlen. Interessant ist, dass man bei VS viele vollverschleierte Frauen sieht. Man kann nicht die Gesichter dieser Damen sehen, aber nun weiß ich, welche Spitzenhößchen sie tragen. Skurril!!

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In der Zeit, in der wir in London waren, feierten die Chinesen in Chinatown das Mondfest, deshalb waren die Straßen noch festlicher geschmückt. Chinatown ist einer meiner Lieblingsorte in London. Klar, es ist touristisch und überfüllt, aber es macht Spaß, die Läden zu erkunden und die einem sonst verborgenen Aspekte einer anderen Kultur zu erleben. Natürlich kann man dort auch Purikura machen (was wir getan haben!), japanische Kosmetik und Krimskrams kaufen sowie leckere, chinesische Garknödel essen.

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Ebenfalls machten wir einen Abstecher nach Covent Garden und die Carnaby Street (natürlich auch Piccadilly Circus). Ich kann die Carnaby Street wirklich für alle empfehlen, die etwas abseits der gängigen Pfade laufen möchten. Sie geht trotz des Shopping- und Relax-Angebots etwas unter. Liegt wahrscheinlich daran, dass sie von der Regent’s Street, Chinatown, Picadilly Circus und der Oxford Street quasi eingerahmt wird. In Covent Garden gehen mein Freund und ich immer zu einem bestimmten amerikanischen Süßigkeitenladen (mehr dazu in einem anderen Artikel) und auch nördlich der U-Bahn-Station und jenseits der Touristenmassen gibt es auch spannende Ecken.

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Auch kulinarisch haben wir uns von der Internationalität der Stadt inspirieren lassen. Mein Freund und ich sind große Fans der mexikanischen Küche (oder der Gringo-Version davon, who knows!) und deshalb MUSSTEN wir zu Chipotle. Wieso gibt es dieses Restaurant nicht hier? Chipotle ist lecker, vor allem deren Tacos sind zu empfehlen, yummmy. Ebenfalls gut und für London preiswert sind die Soba-Rindfleisch-Suppen bei meinem Lieblingsjapaner in Chinatown. Jeder, der in London ist, muss unbedingt mindestens einmal einen Donut von Krispy Kreme probieren. Ich mag eigentlich keine Donuts, aber die von Krispy Kreme sind einfach himmlisch (und wieder nicht in DE zu haben. Why so protektionistisch?). Auf dem Bild genau oberhalb dieses Textabschnitts sind übrigens Takoyaki zu sehen. Das sind japanische Oktupusbällchen im Teigmantel mit Mayo, spezieller Sauce und Fischflocken. Klingt schräg, ist aber sehr lecker, vor allem in der Kombination der Geschmäcker. Ich esse diesen Snack jedes Mal, wenn ich in London bin und da mein Freund sie noch nie probiert hatte, musste auch er mal zubeißen – Ihm hat’s übrigens gut geschmeckt.

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Hier ist übrigens ein Bild von meiner Wenigkeit. Klassisches Touri-Foto, haha. Da waren wir auf dem Weg zu Harrods und haben die Häuser in Chelsea bewundert. Da ich 2011/12 in London in einem alten Backsteinhaus in Elephant& Castle wohnte weiß ich, wie schrecklich diese sind und wie sehr man sich nach den schönen, modernen Häusern sehnt. Vielleicht ging es auch nur mir so… die Engländer scheinen ja ganz vernarrt in Ziegel zu sein.

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Natürlich waren wir auch in Camden. Jeder kennt sicher die Bilder dieses hippen Stadtviertels, also brauch ich das nicht zum tausendstenmal zeigen. Deswegen hier ein Foto der Arbeit eines Straßenkünstlers. Sehr beeindruckend.

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Als Gegenprogramm zu dem ganzen Shopping-Wahnsinn haben wir uns in den vielen Parks Londons ausgeruht. Mein Favorit ist der St. James‘ Park, weil dort die Eichhörnchen am zahmsten sind. Diese puschligen Tierchen mit ihren kräftigen Schenkeln könnten unsere heimischen Eichhörnchen mit einem Happs verschlingen, so riesig sind die. Da die Queen im Buckingham Palace war, liefen dort eine Menge Bewacher mit Maschinenpistolen herum…scary.

So, das ist im Groben das, was wir auf unserer Reise erlebt haben. Ich komme immer wieder gerne nach London und es gibt noch so viele Sachen, die wir nicht geschafft haben. Zum Beispiel waren wir dieses Mal nur in einer Ausstellung. Tja, das heißt wohl, dass wir nochmal dahin müssen, hihi.

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Ein Wochenende in Hamburg: Sonntag

17. November 2013
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1422580_10202495831979688_64101086_nDer Sonntag in Hamburg fing sehr entspannend an. Aufstehen, rumlümmeln, die Entspannungsmöglichkeiten des Hotels nutzen und natürlich das Frühstücksbuffet stürmen. Das Essen im Crowne Plaza ist wirklich zu empfehlen. Neben Sojamilch, Halbfettmilch, Vollmilch und laktosefreier Milch gab es sechs verschiedene Säfte, wovon zwei Tomatensaft und Gemüsesaft waren. Es gab englisches Frühstück mit Bacon, Rührei, Bohnen, Würstchen, Pancakes und was der Dinge mehr sind. Natürlich gab es auch deutsches, alias „richtiges“, Frühstück und Conflakes, Müsli und Joghurts sowie Obst. Glücklicherweise war am Buffet auch kein gieriges Gedränge, wie man es von anderen Buffets kennt.

Nach dem Auschecken gings zu Fuß durch St. Georg Richtung Hauptbahnhof, wo wir unser Gepäck in Schließfächern verstauten und uns dann zur Speicherstadt begaben. CIMG2499Das Interessante an Hamburg ist, meiner Meinung nach, dass noch so viele Überbleibsel des kolonialen Hamburgs bestehen. Das heißt, alte Teehäuser, in denen von 200 Jahren die Schätze aus fremden Ländern verkauft wurden, Kaffeehäuser, die Großkaufmänner mit ihren vielen Schiffen reich gemacht haben und so weiter. Den ganzen politischen und menschlichen Aspekt von Kolonialisierung mal außen vor gelassen, ist die Architektur und das Grandeur, was Hamburg damals ausmachte, auch heute noch zu bestaunen und es ist wirklich eindrucksvoll. Auch heute noch identifiziert sich diese Stadt durch die Rolle als Dreh- und Angelpunkt der Handelsgemeinschaften, welche Hamburg reich und berühmt in der Welt machten. Das gibt der Stadt einen ganz besonderen und einzigartigen Flair, den man so mit keiner anderen Stadt Deutschlands vergleichen kann. Sehr beeindruckend für so’n Berliner Gör wie mich.

CIMG2512Weiter ging’s zum Zollmuseum, welches vielleicht langweilig klingt, aber ziemlich interessant ist. Dort kann man bestaunen, was Schmuggler früher (und jetzt wahrscheinlich auch noch) für Tricks benutzten, um Drogen nach Deutschland zu schleusen. Eingewebt in pakistanische Teppiche, in Hundefutter versteckt, in Mandeln gepresst und so weiter. Großartig waren auch die gefälschten Markenartikel, die dem Zoll in die Hände fielen. Neben unzähligen Uhren und Louis Vuitton-Schnickschnack auch ein „Pokemons“-T Shirt so wie ein verfettetes Pikachu-Stofftier. Wir hatten Spaß.

CIMG2515Im oberen Geschoss des Museums wurde dann die lange Geschichte des deutschen Zolls erläutert. Man man man, so viele komische Regeln und verschiedene Münzen und Zollsätze…. da versteht man, wieso die Welt Deutschland als pedantisch und kleinlich sieht.

Später ging es dann weiter Richtung Hafen City. Ich bin vorher noch nie da gewesen und obwohl es schön dort am Wasser ist, finde ich diese ganzen Luxushäuser und Schicki-Micki-Promenade ein bisschen zu „kalt“ und „unpersönlich“ für meinen Geschmack. Hat mich sehr an manche Teile von London erinnert.

CIMG2518Da gefällt mir die Speicherstadt schon eher (auch wenn diese auch in Luxuswohnungen umgewandelt werden soll, wie ich erfahren hab). CIMG2520Ich fühlte mich wie in einen Murnau-Film katapultiert mit den ganzen Schluchten, den Backsteinhäusern, die direkt am Wasser gebaut sind sowie den großen, runden Fenstern. Leider haben wir keinen Nosferatu am Fenster mit erhobenen Krallen lauern sehen… vielleicht war’s dem noch zu früh und er hat noch in seinem Sarg geschlummert. Wer weiß…

CIMG2576Danach ging’s an der neuen Elb-Philharmonie wieder zurück in Richtung Innenstadt, wo wir natürlich ein Fischbrötchen essen mussten. Was ist ein Hamburg-Besuch nur ohne Fischbrötchen? Ich hatte Bismarck und mein Freund hatte ein Bratherings-Brötchen. Sehr lecker 🙂

Tja und dann war es auch schon fast wieder Zeit für uns zu gehen… Nach einer kleinen Runde am Jungfernsteg sind wir auch schon in den Bus nach Hause gesprungen. Alles in allem war es wirklich ein toller Wochenend-Trip 🙂

 

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Ein Wochenende in Hamburg: Samstag

13. November 2013

Am Samstag den 9.11.2013 sind mein Freund und ich früh morgens aufgewacht und nach Hamburg gefahren 🙂 Die Reise hatte er mir zu unserem Jahrestag geschenkt und ich hab mich wirklich riiiiesig darüber gefreut. Es tut wirklich gut, einfach mal aus Berlin raus zu kommen und eine andere Luft zu schnuppern.

CIMG2413Angekommen in Crowne Plaza haben wir als erstes das Zimmer gestürmt. Super Ausblick, direkt an der Alster und bei Pool, Fitnessraum und Sauna im Haus mussten wir uns fast schon zwingen, wieder in das Schietwedder da draußen zu gehen. Denn, ganz clichéhaft und Hamburg-typisch wurden wir mit einer rauen Brise und Regen in der Hansestadt begrüßt. Nichtsdestotrotz begaben wir uns mutig wieder nach draußen und schlenderten durch St. Georg Richtung Innenstadt. Ich finde es toll, dass man in Hamburg viel laufen kann. Das ist echt der Vorteil eines Stadtkerns, wir Berliner kennen so etwas ja gar nicht. Berlin hat so viele Zentren und so viele Shopping- und Amüsierviertel, da kann man leider nicht immer auf Bus und Bahn verzichten.

CIMG2460Vom Hauptbahnhof sind wir dann ein Bisschen durch die Einkaufspassagen und Geschäfte gebummelt, bis wir uns hungrig in ein leckeres Restaurant gesetzt haben. Zwar ist das Essen in Hamburg im Schnitt etwas teurer als in Berlin (so wie alles eigentlich), jedoch war meine Pizza wirklich phänomenal gut. Auch Tims Spaghetti mit Lachssauce waren unglaublich lecker. Ich bin auch froh, dass ich Tim dabei hatte, als Nordlicht kennt er sich in Hamburg sehr gut aus und hat immer den Weg gewusst und mir viele interessante Fun Facts über Hamburg berichten können.

CIMG2470Und wie es der Zufall will haben wir in einem Einkaufszentrum eine Autogrammstunde mit den Hauptdarstellern des Musicals „König der Löwen“ entdeckt! Zufall für uns, denn wir hatten Karten für exakt das Musical am gleichen Abend!!! CIMG2580Tja manchmal steckt das Universum voller unglaublicher Zusammenhänge. Und das Beste daran war, dass die beiden sogar an dem Abend auftreten sollten. Es gibt nämlich mehrere Besetzungen und da war es natürlich super, dass wir genau die Simba und Nala treffen, denen wir dann am Abend zujubeln dürfen.

CIMG2475Als es dunkler wurde, sind wir noch nach Sankt Pauli gedüst; einfach nur, weil ich noch nie da war und einfach mal wissen wollte, was da so abgeht. Ich mein, man hört ja immer allerhand davon; Davidwache, Reeperbahn, Herbertstraße und so weiter. Im Endeffekt ist die Reeperbahn eine Straße mit vielen Steakrestaurants, Fressbuden und ab und an ein paar Etablissements, die Frauen wahrscheinlich in der Regel weniger interessieren als Männer… nur irgendwie schauen diese Läden immer aus, als hätte man sie seit 1970 nicht mehr generalüberholt. Ziemlich…naja…schmuddelig.

CIMG2476Wir waren zwar nicht nachts auf der Reeperbahn um halb eins, aber einen Blick auf Udo konnten wir dann doch erhaschen 😉 Danach ging’s zurück in Richtung Musical.

Das Musical an sich war unglaublich schön. Wundervoll gesungen, die Kostüme waren atemberaubend, die Choreographie und das Bühnenbild wunderbar und alles hat einfach gestimmt. Ich kann jedem nur ans Herz legen, in der Musical zu gehen. Besonders „Rafiki“ hatte es mir angetan – die Rolle war meiner Meinung nach am Besten und ganz großartig umgesetzt. Ich mag nicht zu viel verraten, weil das hier ja vielleicht jemand lesen könnte, der das Musical noch sehen möchte.

CIMG2432Nach dem Musical ging es dann nach einem kleinen Snack wieder ins Hotel und gleich ins Bett. Tim und ich waren unglaublich müde nach den ganzen neuen Eindrücken.