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Diana F+ Basics: Lightpainting

5. Juni 2013
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Lightpainting Lomography

Lightpainting, oder auch Lichtmalerei, wie’s so schön im Deutschen heißt, ist eine der spannendsten und kreativsten Disziplinen der Lomography. Sie verbindet in gewisser Weise die Langzeitphotographie und das Benutzen und Lichtquellen zum Malen von Figuren und Formen. Der Kreativität ist also keine Grenze gesetzt.

Ich war vor einigen Monaten in einer eisigen Februarnacht (ok es war 19 Uhr, aber es war Stockfinster und Dank Schnee und Eis -7°C) mit einigen anderen Lomographen auf einem Parkhausdach hier in Berlin und wir haben uns dem Thema der Lichtmalerei gewidmet. Da es ein offizieller Lomography-Workshop war, wurden uns die Kameras und die Filme gegen eine Leihgebühr von 15€ gegeben, weswegen ich diese Fotos nicht mit einer Diana F+, sondern mit einer dieser knuffigen Lubitel 166 geschossen habe. Da aber auch die Diana die gleichen Tricks draufhat, modele ich das einfach klammheimlich zu einem Diana F+-Basics zusammen 🙂 Das Besondere an den Lubitel-Kameras ist, dass man nicht wie bei herkömmlichen Analogkameras durch einen Sucher guckt, sondern von Oben durch eine Klappe. Auch stellt man die Linse durch drehen fest, was nicht ganz leicht ist, da man dabei wie gesagt von oben auf die Linse schaut. Auch stellt die Kamera nicht unlimitiert scharf, sondern nur in Meterabständen…ein Meter, zwei Meter, 30cm, etc. Ein Test, der bestimmt, ob auch alles richtig eingestellt ist und ob die Linse auch das gewünschte Objekt in einem bestimmten Abstand X scharf darstellt ist zu gucken, ob die zweigeteilte Linse richtig und perfekt horizontal aufeinander liegt. Das zu beschreiben ist schwer, schwerer ist es auch, diese Symmetrie durch diese futzelige Linsenöffnung zu erkennen. Für Schnappschüsse ist das nichts, haha. Da kommt man sich eher vor wie 1907.

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Lightpainting Lomography

Anyways. Lichtmalerei funktioniert natürlich nur bei Dunkelheit, damit das Licht, beziehungsweise das Gemalte auch zu sehen ist. Dazu wird die Kamera auf „Bulb“ gestellt und ein 100 ISO-Film eingesetzt. Auch haben wir ein Stativ benutzt, damit das Bild nicht verwackelt wird und dazu einen Kabelauslöser. Ausgestattet mit Leuchtröhren, Leucht-Hula Hoops und Taschenlampen ging’s dann los. Kamera montieren, Bulb, Scharfstellen, Film weiterdrehen (wenn notwendig) und Kameradeckel ab. Derjenige, der mit dem Licht dann „malt“ sollte schon einige Sekunden vor der Betätigung des Auslösers loslegen, damit auch von Anfang an genug Licht durch die Linse kommt. Was danach kommt, ist einem selbst überlassen. Man kann mit mehreren Leuchten gleichzeitig hantieren, man kann jegliche Formen und Figuren rekreieren und, wenn man erfahren ist, auch mit Drahtwolle und Feuer coole Effekte zaubern.

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Lomography Lightpainting

<– Dieses Bild ist mein Favorit, weil es mit der Raumtiefe spielt, bzw. sie ausnutzt. Dazu ist unser Lichtmeister mit einem Leuchtstab und kreisenden Bewegungen von der Kamera weg nach hinten gelaufen (mit Gesicht zur Kamera natürlich, sonst würde sein Rücken alles verdecken).

Es gibt wirklich unendlich viele Möglichkeiten, mit Licht coole Effekte und Formen auf Fotopapier zu bringen. Leider (oder zum Glück?) kann man diese Spielereien nicht alleine machen, aber zu zweit macht so etwas natürlich auch immer mehr Spaß und man kommt auch auf andere Ideen.

Hier noch meine Top 3 Tipps für Motive:

– Vorbeifahrende Züge

–  Sich auf einer Brücke über einer Straße platzieren und die vorbeifahrenden Autos knipsen.

– Menschen durch Lightpainting in „Engel“ verwandeln; dazu braucht man drei Leute. Einen Photographen, einen Engel, der sich mit ausgebreiteten Armen vor die Kamera stellt und jemanden, der mit einem Leuchtstab Flügel malt, oder die Arme des „Engels“ nachzeichnet. Natürlich können auch Engel in Teufel verwandelt werden, dazu braucht man dann vielleicht verschiedenfarbige Leuchten.

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Diana F+ Basics: Diana F+ Instant Back Mehrfachbelichtung

15. Mai 2013

Auch wenn es in meinem ersten Artikel über den Diana Instant Back nicht so klang, ich mag diese Art der Sofortbildphotographie sehr. Ja, es hat viel Zeit und Mühe und Tränen gekostet, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, dann ist der Instant Back eine tolle Sache. Besonders großartig ist nämlich, dass man damit die gleichen Tipps und Tricks der analogen Photographie, welche auch bei der normalen Diana-Kamera möglich sind, auch hier zur Verfügung hat – nur halt mit Sofortresultat. Sehr spannend sind meiner Meinung nach die Mehrfachbelichtungen. Was das genau bedeutet ist sehr einfach: Wenn man ein Foto macht, dann, ganz rudimentär ausgedrückt, fällt Licht durch eine Linse auf ein Negativ und dieses Negativ wird dann belichtet. Das heißt, dass Chemikalien angeregt werden, die das fotographierte Bild auf dem Negativ abdrucken (das klingt jetzt sehr metaphorisch und blumig, ist jedoch natürlich ein sehr technischer Vorgang, den ich auf Grund meines literaturwissenschaftlichen Knacks‘ nicht anders ausdrücken kann 😉 ). Mehrfachbelichtungen heißt dann folgendermaßen nur, dass man den gleichen Negativ doppelt oder halt mehrfach belichtet. Das geht bei analogen Kameras ganz einfach, indem man den Film nicht weiterspult. Motiv wählen, Auslöser drücken, neues Motiv wählen, knipps knipps, Film weiterdrehen.

Bei den Instax ist das eine andere Geschichte, denn diese sind Filmpositive, das heißt, dass sich das Bild durch Lichteinfall entwickelt, also meist dann, wenn das Sofortbild aus der Kamera geschossen kommt. Bei den Fuji-Instaxkameras geschieht das Auswerfen des Films automatisch, beim Instant Back muss man manuell einen Knopf drücken, was einem die Chance gibt, mehrmals den Auslöser zu betätigen. Trotzdem gibt es Dinge, die man beachten sollte: denn, obwohl das Instax beim Instant Back so lange in der Kamera verweilt bis man den entsprechenden Knopf drückt, das Bild fängt schon im Instant Back an sich zu ‚entwickeln‘. Das heißt, je länger man zwischen den Aufnahmen wartet, umso mehr unterscheiden sich die Schüsse in Sichtbarkeit, Sättigung, etc. Wenn die Chemikalie erstmal das Fotopapier belichtet, dann ist es schwer, noch einmal zu belichten.

Mein Tipp ist also: zwischen den Schüssen sollten nur wenige Sekunden vergehen, am Besten unter 80Sek, dann ist das Ergebmis am gleichmäßigsten. Natürlich ist das von der Wetterlage und Sonneneinstrahlung abhängig und keine unumstürzbare Regel.

Ich  habe, damals noch in London lebend, bei gleicher Wetterlage (sonnig, wolkenlos) und nur wenige Minuten von einander entfernt drei Instax mit unterschiedlichen Blendeneinstellungen gemacht:

1) Blendeeinstellung F11 („cloudy“)

01 ← Offensichtlicherweise ist dieses Bild zu überbelichtet… trotzdem erkennt man noch das Männergesicht in der unteren rechten Hälfte des Bildes, welches ist über einen Blumenstrauß photographiert habe.

Durch die Überbelichtung (die Blende war zu groß, es gab zu viel Lichteinfall) erkennt man beide Motive zwar noch, es sind jedoch zu viele weiße Stellen zu sehen und alles ist sehr ausgewaschen.

Beide Bilder habe ich ca eine Minute von einander entfernt aufgenommen.

02Das zweite Bild ist mit der → Blendeeinstellung F16 („partially cloudy“) aufgenommen und hat auch 80Sek – eine Minute Zeit zwischen den beiden Aufnahmen. Man sieht auch ganz deutlich, dass das Bild nicht mehr ganz so überbelichtet ist.

↓Last but not least, das dritte Bild03, welches zwar von der Blendeneinstellung (F22 „Sunny“) am Besten funktioniert hätte, jedoch durch den großen Abstand zwischen den zwei Schüssen das ungleicheste Ergebnis produziert hat. Die Blumen sind fast komplett entwickelt und das, was ich dadrüber gelegt habe, ist fast gar nicht mehr zu erkennen. Schade eigentlich. Aber ich weiß jetzt, dass man sich am Besten schon vorher die beiden Motive aussuchen sollte, die man fotophraphieren möchte, damit der eigentliche Ablauf nicht durch so etwas verzögert wird.

Zur Motivwahl meine Tipps:

1. Sucht Motive mit unterschiedlichen Größen, Farben oder geometrischen Figuren um schöne Komtraste zu erzielen.

2. Zweimal das gleiche Motiv aus unterschiedlicher Entfernung/aus unterschiedlichem Blickwinkel gibt tolle Effekte

3. Menschen und Blumen übernander shooten

4. Drehe die Kamera um 180° um so zweimal das gleiche Motiv aufzunehmen.

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Diana Basics: abgelaufene Filme

8. Mai 2013

sw02Wie fast alles im Leben haben auch Filme ein Haltbarkeitsdatum. Dieses garantiert, dass die auf der Packung angegebene Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert, siehe den letzten Diana Basics-Eintrag) geährleistet wird und man nicht plötzlich total über- oder unterbelichtete Abzüge nach dem Entwickeln der Negative bekommt. Ist ein Film erstmal über dem Ablaufzeitraum, können die ISO-Werte nicht mehr 100% gewährleistet sein. Das macht aber nichts, denn diese Filmrollen kann man durchaus trotzdem noch verwenden. Im Grunde ist ’nur‘ die Lichtempfindlichkeit etwas gesunken, das heißt, man muss einen 200 ISO-Film dann wie einen 100 ISO-Film verwenden und die Blenden entsprechend einstellen. Natürlich kommt es bei abgelaufenen Filmen auch darauf an, wann der Film abgelaufen ist, wie und wo er gelagert wurde und von welcher Marke er ist. Je älter der Film, umso unempfindlicher ist er, was Licht angeht, usw. Das muss man dann individuell sehen.

Ich finde abgelaufene Filme sehr spannend, weil man nie genau weiß, ob und wie die Bilder letztendlich aussehen werden. Es kann viel passieren – Lichteinwürfe, Verfärbungen, Farbausfälle, Grauschleier, Farbverläufe und all das, was coole Leute mit ein paar Klicks ganz lässig auf Instagram machen. Bei abgelaufenen Filmen verhält es sich jedoch eher wie mit einer Wundertüte: man weiß nicht, wie das Ergebnis sein wird, es kann auch sein, dass gar nichts belichtet wird und man alle Bilder nachher in die Tonne kloppen kann.

Diese Bilder wurden von mir mit einem abgelaufenen 200 ISO schwarz-weiß Film (120mm) gemacht sw01und obwohl sie einen leichten Grauschleier haben, finde ich, dass sie von der Filmqualität noch sehr gut geworden sind. Abgelaufene Filme findet man nicht überall; Ich habe diesen 120er Film in einem Fotoladen für ein paar Euro in der Bergmannstraße gefunden, auch gibt es solche Schätze manchmal auf Flomärkten oder anderen Fotofachgeschäften (der Vollständigkeit zu Liebe muss ich sagen: Lomography.de verkauft auch abgelaufene Filme, aber für teuer Geld; find ich für lustige Experimente manchmal schon zu teuer). Achtung, bei Flomärkten würde ich immer den Verläufer fragen, wie die Filme gelagert wurden. Optimal ist natürlich eine Lagerung in einem kühlen, trockenen Ort, da wird der Film so am besten und sichersten konserviert.

Schlussendlich würde ich sagen, dass sich abgelaufene Filme vor allem bei Sonnenschein eignen, damit immer genug Licht gegeben ist -auch für lichtunempfindliche Filme. Und zur Sicherheit immer ein bisschen überbelichten (also Blende auf wolkig stellen, auch wenn es vielleicht nur leicht bewölkt ist).

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Diana F+ Basics: ISO-Werte

1. Mai 2013

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Wenn man einen Film im Laden kauft, ganz egal ob bei Rossmann oder beim Lomography Store, dann kann man zwischen verschiedenen ISO-Werten wählen. ISO, oder früher ASA oder DIN, beschreibt die Filmempfindlichkeit. Das heißt im Klartext, dass die Zahl auf dem Film angibt, wie Hoch die Lichtempfindlichkeit des Films ist. Theoretisch bedeutet das: je höher der Wert, desto dunkler kann die Umgebung sein. Wie gesagt, das ist nur theoretisch; ich persönlich würde auch mit einem 800 ISO-Film nachts und drinnen niemals ohne Blitz fotographieren (davon ausgenommen natürlich Langzeitbelichtungen und andere Schnullis.

ISO-Werte liegen bei analoger Fotographie  zwischen 100 und 800, Standard (im Sinne von herkömmlich) ist jedoch 200 und 400, weil diese ISO-Werte für normale Hobbyfotographen vollkommen ausreichen. Über den Daumen gepeilt kann man sagen: je niedriger der ISO-Wert, umso heller kann (und muss!) es draußen sein, damit der Film ausreichend belichtet wird. Umso höher der Wert, umso dunkler kann es sein (Das kann man sich auch über die Analogie zum menschlichen Auge merken; je heller, desto kleiner die Iris und umgekehrt). 100-ISO empfiehlt sich deswegen für extrem gutes Wetter mit viel Licht, blauem Himmel und sowieso allem, was wir in Deutschland meistens nur einen Tag im Jahr haben 😉 Davon abgesehen sollte man auch für Langzeitbelichtungen 100-ISO-Filme nehmen, denn dann kann man die Linse ne gute Zeit offen lassen ohne zu bangen, dass das Bild durch nachher komplett überbelichtet wird.  Ein 800 ISO-Film braucht weniger Licht zur Belichtung und könnte deswegen nicht so lange mit offener Linse belichtet werden, ohne komplett weiß zu sein.

Davon abgesehen steigt bei höherer ISO-Zahl auch die Körnung des Bildes. Das heißt, die Lichtkristalle auf dem Film sind größer (Analogie Auge!) und hinterlassen auf dem Foto einen unschönen, körnigen Schleier. Auch ist die Sättigung nicht so hoch wie bei niedrigeren ISO-Werten.

Man kann das Resultat letztendlich auch durch bestimmte Push-Pull-Entwicklungen manipulieren, nur geht das über die Möglichkeiten vieler Hobbyfotographen hinaus (mich inbegriffen) und ist auch für Anfänger durchaus überfordernd, deswegen lass ich das an dieser Stelle 🙂

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Diana F+ Basics: Lomography Filmformate, 35mm VS 120mm

21. April 2013

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Als man früher mit einer analogen Kamera Fotos gemacht hat, hat man immer den gleichen Film gekauft, nämlich den, der auch in diese grauen Dosen passt (↑). Bei der Diana-Kamera passt dieser Film leider nicht mehr, der brauch den bestimmten 120mm-Film, der viel schmaler und länger ist als der andere. Wo man den Standardfilm noch bei Rossmann oder in alten Wühlkisten jeglicher Läden findet (Ich hab mal gefühlte Stunden im Media Markt im Alexa nach analogem Film gesucht, bis mich der Verkäufer in die hinterste Ecke wies, wo ein mickriges Regal drei 35mm-Filmrollen aufbewarte.), ist der 120mm-Film nur in speziellen Läden zu kaufen. Den da auf dem Foto hab ich im Dreierpack im Lomography-Laden hier in Berlin erstanden. Wie jeden Film gibt es auch diesen in verschiedenen Variationen, zb mit verschiedenen ISO-Werten, aber auch in schwarz/weiß, mit redscale oder als Diafilm. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Filmformaten ist die Bildanzahl. Wo ein 35mm-Film bis zu 36 Bildern machen kann, ist sein länglicher Bruder begrenzt auf 12 Fotos pro Rolle. Auch muss man beachten, dass es teilweise Schwierigkeiten bei der Entwicklung geben kann, denn nicht jeder Fotoladen kann dieses Format entwickeln. Mitlerweile hat es jedoch auch der Drogeriemarkt dm hingekriegt, sowohl Negative, als auch Abzüge aus diesen Lulatsch zu zaubern.

das unterschiedliche Format hat natürlich auch Einfluss auf die Abzüge. Die normalen kennt natürlich jeder, das ist das typische, rechteckige Format. Der 120er Film ist dagegen quadratisch ↓.

ScanImage0032  Das ist ein Foto, welches ich letzten Sommer gemacht habe. Und zwar ist es eine Doppelbelichtung, wo ich den berliner Fernsehturm über Sommerblumen fotographiert habe. Durch das 120mm-Format des Filmes wurde der Abzug dann wunderbar quadratisch. Ich mag dieses Formal zum Beispiel lieber als das normale.

Leider sind die Mittelformatfilme teurer und haben, wie gesagt, nur halb so viel Platz auf der Rolle. Deswegen habe ich mir zu Weihnachten den 35mm-Back von Lomography schenken lassen, den man einfach auf die Diana hinten draufklippt (genauso wie man das auch mit dem Instant Back tut) und das funktioniert wirlich toll. Jetzt kann ich auch gleich zwei Fotos machen, zur Sicherheit, falls eins nichts wird, oder auch verschiedene Einstellungen (siehe letzten Diana-Post) bei gleichem Motiv/Wetterlage probieren, ohne gleich ein Vermögen zu zahlen. Yippie 🙂

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Diana F+ : Basics

10. April 2013

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Lomography ist für Einsteiger ziemlich kompliziert, das hängt vor allem mit den ganzen Blende- und Linseneinstellungen zusammen, die man plötzlich können und beachten muss. Als ich klein war hatten wir nur analoge Kameras, ich glaub meine erste digitale bekam ich 2005 oder so. Auf jeden Fall erinnere ich mich noch, dass es bei unseren analogen Kameras damals keine Regler, Knöpfe und Einstellungswerte gab. Linse aufmachen, Auge durch den Sucher und ab geht die Post. Ja ganz so einfach ist es bei der Diana leider nicht. Da gibt es einige wichtige Sachen, die man beachten muss, sonst wird das Bild nichts. Zwar kommt die Kamera passend mit Anleitung, nur ist die etwas so hilfreich wie’n Sack Flöhe. Dieser Blog-Post soll all denen helfen, die gerade frustriert oder verwirrt vorm Rechner sitzen und ein paar Starttipps brauchen. Hier der erste Teil des Einmaleins der Diana-Kameras: Einstellungen.

 

1. Kameraverschluss (Shutter settings)

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Wie ihr seht sind über der Linse zwei Einstellungen: „N“ und „B“ – Dazu kann man sagen, dass dieser Regler einstellt, wie schnell der Verschluss der Kamera sich öffnet und schließt. Soll heißen: Wenn ihr den Regler auf „N“ stellt, öffnet sich die Linse mit 1/60 Sekunde. Bei „B“ kann die Linse manuell geöffnet werden. Soll heißen: Die Linse ist so lange offen, wie ihr den Auslöser drückt. Das ist besonders bei Pinhole oder Nacht-/Langzeitaufnahmen sehr wichtig. Bei normalen, bei Tageslicht geschossenen Fotos sollte man immer „N“ auswählen, sonst kommt zu viel Licht durch die Linse und das Bild wird weiß. Also, vor jedem Foto bitte noch einmal gucken, ob der Regler auch wirklich auf „N“ steht 🙂

2.Blendeneinstellung (aperture setting)

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Hier seht ihr vier Symbole: wolkig, teilweise wolkig, sonnig und Pinhole. Der Einfachheitheit wegen lasse ich Pinhole hier an dieser Stelle weg, da das ein eigener Blogeintrag wird. Für Anfänger reichen die ersten drei Einstellungen vollkommen aus. Die Symbole entsprechen den Blendeneinstellungen f11 (wolkig), f16 (teilweise wolkig) und f22 (sonnig). Das heißt, je nach Sonneneinstrahlung verkleinert oder vergrößert sich die Linse, so dass der Film (das Negativ) genügend belichtet wird. Man kann es sich wie ein Auge vorstellen: je heller es wird, desto kleiner wird die Iris. Bei Dunkelheit vergrößert sie sich, da zum Sehen mehr Lichteinfall gebraucht wird. Bei der Kamera ist es genauso, nur dass man es manuell nach Wetterlage einstellen muss. In der Theorie passt man den Regler einfach an die Wetterverhältnisse an; leider hängt das in der Praxis natürlich auch von den ISO-Werten des Films ab. Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass diese Einstellungen bei einem 400 ISO-Film übereinstimmen. Alles drunter muss einen Grad höher eingestellt werden. Soll heißen: wenn du einen Film mit 200ISO benutzt und es draußen teilweise bewölkt ist, dann stelle den Regler auf „wolkig“ usw.

3. Zoom

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Hier seht ihr drei Entfernungsangaben, die ihr eurem photographierten Objekt anpassen müsst. Dazu einfach den Regler entweder auf 4m – Unendlich, 2-4 Meter oder 1-2 Meter stellen. Fertig 🙂

4. Der Auslöser (shutter release)

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Da ist er 🙂 Das klingt vielleicht jetzt albern und offensichtlich, aber ich habe schon oft gesehen, dass es Leute falsch machen, deswegen hier noch ein kleines „heads up“: Man muss den Auslöser nicht gedrückt halten. Die Linse arbeitet automatisch, dass heißt, nach 1/60 Sekunde ist das Ding wieder zu, egal ob da noch was runtergedrückt wird oder nicht. Also, einfach Auslöder runter drücken und loslassen, fertig 🙂

So das war Teil eins meiner „Diana F+ Basics“ Reihe. Ich hoffe das hat dem einen oder anderen etwas gebracht. Bei Fragen oder Anregungen bitte einen Kommentar hinterlassen 🙂

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Fuji Instax Vs Diana F+ Instant Back

3. April 2013

Da Polaroid schon seit Mitte der Neunziger keine neuen Sofortbildfilme mehr für ihre extrem beliebte und mittlerweile sehr Hipster-tastische Sofortbildkamera herstellt, muss der Freund von Instantbildchen jetzt auf andere Kameras zurückgreifen.

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Eigentlich ist Fuji mit seinen Instax der einzige Vertrieb, der diese Marktlücke erkannt und gestopft hat. Um diese Visitenkarten großen Bilder zu schießen gibt es bis dato zwei Möglichkeiten. Entweder man bestellt sich eine der Fuji Instax Mini-Kameras, oder man besorgt sich zu seiner analogen Diana F+ (oder der Holga) einen passenden Instant Back. Die bei Fuji erhätlichen Fotos passen bei beiden Kameras gleichermaßen.
Ebenso haben beide Kameras ihre Vor- und Nachteile, die ich in diesem Post gerne zusammenfassen würde. Da ich selbst einmal vor der Frage stand, welche Kamera ich mir kaufen solle (bevor ich beschloss, mir beide anzuschaffen, haha), wäre ich froh gewesen, wenigstens einen vergleichenden Artikel im Internet zu finden. Nur leider sind diese sehr rar.

Fangen wir mit der Fuji Instax Mini-Kamera an. Schließlich ist sie das Original 🙂

Fuji Instax Mini

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Das ist die Fuji Instax S7, die erste dieser Reihe und, meiner Meinung nach, die, die das Beste Preis-Leistungsverhältnis mitbringt.

Vorteile:
– Der Preis. Ab 60€ bei sowohl Ebay als auch Amazon erhätlich

– Läuft mit zwei AA-Batterien, Akkus gehen auch.

– Idiotensicher. Man legt den Film ein, macht den Deckel zu, schmeißt die Batterien in die Klappe und los gehts. Es gibt vier Blendeneinstellungen, die mit drei Wettersymbolen (wolkig, mäßig sonnig und sehr sonnig) und einem Haussymbol gekennzeichnet sind. Einfach das Richtige auswählen und losknipsen.

– Die Kamera ist robust und handlich, leicht ein- und aus zu schalten und geht nicht aus Versehen in der Tasche los.

– Es gibt ein paar Linsen und anderen Schnickschnack, den man zusätzlich kaufen kann. Besonders bei diesem Modell, bei den neuren sieht es anders aus.

Nachteile:

– Der Blitz ist immer an. Egal ob drinnen, nachts oder bei Sonnenschein, immer wird ein Blitz zusätzlich abgefeuert, das verhindert natürlich die Möglichkeit, coole Effekte auf das Bild zu zaubern, oder das Ergebnis nur in geringster Weise zu manipulieren. Low Key/Hipster-Bilder sind damit nicht möglich.

– Idiotensicher. Wie gesagt, es kann quasi nichts schief gehen… nur leider (oder zum Glück?) hat man so auch keine Chance auf nette oder witzige Überraschungen wie man sie von der klassischen Polaroid gewöhnt ist. Die Bilder werden so gut wie immer perfekt.

Diana F+ Instant Back

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Dieser Instant Back wird einfach an die Diana rangeklippt und ist sofort verwendbar 🙂 Hierzu muss ich sagen, dass man auf jeden Fall sich den Vor- und Nachteilen sowie eventuellen Zickereien dieser Kamera bewusst sein muss. Sonst wird das nichts. Ich habs auf die harte Tour lernen müssen.

Vorteile:

– Die Fotos haben einfach Style. Da sie nicht automatisch aus der Kamera herausgeschossen werden, sondern manuell per Knopf, kann man mit dieser Kamera sehr viel experimentieren. Man kann Mehrfachbelichtungen machen, Schnappschüsse im Bild auf einander stapeln und jedes Instax in ein surrealistisches Abenteuer verwandeln.

– Alles, was die Diana kann, kann der Instatn Back auch. Also Farbfilter benutzen, Linsen verwenden, Langzeitbelichtung, Light Painting und und und. Der ganze analoge Kram eben 🙂

– Die Bilder haben den typischen „dreamy“ Diana look, also low key, weichgezeichnet, bisschen verfärbt und auch sonst ganz toll (setze hier tausend englische Hipsterwörter ein)

– Durch den Blitz bekommen die Bilder den typischen Vignette-Effekt

Nachteile:

– Die Batterie: es ist zwar nur eine drin, jedoch ist diese so speziell, dass es sie zum Einen nicht als Akku gibt und zum Anderen 10€ pro Stück kostet. Autsch

– Der Instant Back kostet um die 80€, natürlich muss davor auch eine Diana-Kamera am Start sein.

-Für Einsteiger ist das nichts. Ganz und gar nichts. Analoge Fotographie ist anders als digitale, das haben viele bereits vergessen. Ich auch. Diese Kamera eignet sich nicht zum Schnappschuss machen. Es ist eine Artsy-Kamera, keine Oma-hat-Geburtstag-Knipps-Ma-Kamera.

– Der Sucher der Kamera stimmt nicht mit dem des Instant Backs überein. Soll heißen, auch wenn das Objekt durch den Sucher mittig zu sein scheint, ist das NICHT der Fall. Fotographieren muss gelernt sein und braucht viel Erfahrung und Bauchgefühl -> das führt natürlich zu vielen schönen Missgeschicken, ist aber bei den doch recht hochpreisigen Instax eher ärgerlich. Achtung, Frustrationsgefahr.

– Der analoge Auslöser kann immerzu betätigt werden. Vorsicht in Taschen!

-Der Instant back ist sehr lichthungrig und eigentlich nur im Hochsommer wirklich einsetzbar. Sonst kann die Gefahr drohen, dass die Bilder unterbelichtet oder gar schwarz aus dem Instant Back schießen.

Fazit

Also ich muss sagen, dass man die Kamera so auswählen sollte, wie man sie letztlich benutzen will. Für erfahrene Lomographen empfehle ich den Instant Back, ganz klar. Man kann sau viel experimentieren, die Kamera bringt, so man sie erstmal verstanden, viel Freude. Einsteigern und nicht-atsy-Leuten würde ich die normale Kamera von Fuji empfehlen. Weniger Frustration, mehr gute und gelungene Bilder.

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Lomo in the sky with Diamonds

14. Januar 2013

Ja ich muss es leider zugeben, auch ich habe eine Diana-Kamera von Lomography. Für viele der Inbegriff des Hipstertums, für mich ein Spaß am Fotographieren. Wer Lomography nicht kennt wird jetzt sicher die Nase rümpfen und die Augen rollen über diese geheimnistuerischen Worte. Dabei ist das mittlerweile ne echte Wissenslücke. Lomography gehört zum jugendlichen Leben dazu wie die Club Mate (bäh!) oder Mustafas Gemüse Kebab (lecker!). BildHier ↑ seht ihr meine Diana F+, eine Replik einer Russischen Kamera aus den 1920ern, die dann als so genannte Spielzeugkamera ihr Revival in den 50ern in Amerika fand. Damals kostete so eine Plastikkamera noch schlappe 50cents, heute gehen die für mehr als 100€ über den Ladentisch. Und Filme muss man ja auch noch kaufen. Denn, und hier spätestens fragen sich die Meisten „Warum eigentlich?“, Lomography ist nicht nur ein lustiger Retro-Spaß, sondern bezeichnet auch eine neue Welle an Analog-Fotographen, die sich mit viel Know-How schon fast vergessenes Wissen über Blendenöffnungen und ISO-Werte aneignen. Und, weils so schön war frag ich noch einmal: Und warum das eigentlich? Tja, Lomography ist Kunst. Auch das noch! Jenseits der Iphone-Kameraspontanität, die täglich eine Myriade an Fotos ins Internet läd, sei es vom Toilettenbesuch bei McDonalds oder nach einem Shoppingmarathon, sehnen sich die Menschen nach etwas Greifbarem, etwas Nachhaltigem. Anders als bei digitaler Fotographie kann man mit analogen Kameras durch ein paar Kniffe unglaublich schöne Effekte und Spielereien zaubern, die durch das Format auch etwas Einzigartiges besitzen. Denn, bei der analogen Fotographie ist jeder Schuss besonders, jedes Foto überlegt. Wilde Drauflosknipserei ist hier Fehl am Platz. Jedes Motiv mag durchdacht sein, jede Blende neu auf das Objekt eingestellt werden. Außerdem ist der Platz begrenzt, ein 120mm Film hat nur 12 Fotos, wenn die verknipst sind ist Ende. Und bei den eher teuren Entwicklungsmethoden (12 Abzüge des 120er Films kosten knapp 15€) ist der Wunsch, etwas Tolles und Besonderes zu schaffen, viel ausgeprägter. Natürlich heißt das nicht, dass Lomographen kleinkarierte Spießbürger sind, die erstmal eine Abhandlung schreiben, bevor sie den Auslöser drücken. Lomography soll Spaß machen und Momente festhalten, die einem wichtig sind. Da kann auch mal etwas daneben gehen. Und, bei aller Lobrede an diese vorsteinzeitliche Art des Fotographierens muss ich zugeben, dass es nicht leicht ist. Meine letzte analoge Kamera hatte ich mit 13 und da musste man auch keine Blendeöffnungen und Belichtungszeiten wissen. Blitz an, Auge durch den Sucher und fertig ist die Laube. Bei der Lomography ist das anders. Die Diana-Kameras sind sehr lichthungrig, oft wird der lustige Schnappschuss zur dunklen Suppe auf Fotopapier. Das nervt und ist super frustrierend. Leider gibt es keine Anleitung, man muss es einfach wissen. Oder, und das ist wohl wahrscheinlicher, man muss es üben. Probieren, probieren und noch mal probieren. Irgendwann weiß man schon, wann F11 und wann F16 gefragt ist, und dass der Sucher nicht gleichbedeutend mit der Linse ist.

Wenn man dann dranbleibt kann man coole Dinge machen, zum Beispiel Langzeitbelichtung, oder Mehrfachbelichtung. BildDas Bild ↓ ist eine Doppelbelichtung. Das heißt, dass ich einfach zwei mal ein Foto gemacht habe, ohne vorher den Film weiter zu drehen.

Das macht Spaß und es kommen sehr interessante und coole Effekte raus. Am Samstag habe ich an einem offiziellen Lomography Workshop teilgenommen, der ganz unter dem Motto „light Painting“ lief. Dort haben wir uns in Eiseskälte Abends auf ein Parkhausdach geschlichen und mit Langzeitbelichtung und verschiedenen Leuchtquellen (Taschenlampen, Leucht-Hula Hoops, etc) coole Effekte gezaubert. Heute habe ich den Film zum Entwickeln, bzw zum Entwickeln der Negative, zu dm gebracht, in einer Woche kann ich die abholen und dann müssen noch die Abzüge gemacht werden. Es kann also dauern 🙂 Aber ich freu mich schon sehr auf das Resultat und werde auf jeden Fall mehr schreiben, wenn ich die Bilder vor mir liegen hab. So als Trockenübung macht das wenig Sinn.

in diesem Sinne….