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Bloggen und so

30. Juli 2014

Seit über einem Jahr schreibe ich drei Blog-Einträge pro Woche: Sonntags, Mittwochs und Freitags. Jeden Freitag schreibe ich, mit ein paar Ausnahmen, über Filme. Meist in Form eines Filmreviews. Die anderen beiden Tage sind für Blogeinträge zu unterschiedlichen Themen reserviert. Leider fehlt mir in letzter Zeit immer mehr die Zeit zum Bloggen. Das liegt daran, dass ich im Moment meine Wohnung etwas renoviere. Das bedeutet: streichen, neuen Teppich kaufen und verlegen, alte Möbel entsorgen, neue Möbel kaufen und diese zusammenbauen oder gar montieren. Das kostet unglaublich viel Zeit. Ein Zimmer und der Flur sind fertig, jedoch ist noch ein Zimmer übrig. Neben der Arbeit und den alltäglichen Verpflichtungen bleibt deshalb für Bloggen wenig Zeit. Määäh.

Ich habe also überlegt, meinen Schedule auf zwei Mal die Woche zu verlegen und jeweils am Freitag und am Montag einen Blogeintrag zu veröffentlichen. Mal sehen wie das so wird. Diese Woche wird noch normal vonstattengehen. Ab nächstem Montag probiere ich dann die neue Reglung.

Und sonst so? Ich schaue derweil zum ersten Mal die Serie „Buffy the Vampire Slayer“ (Deutsch: „Buffy im Bann der Dämonen“). Wahrscheinlich bin ich die letzte Person auf der Welt, die diese Serie schaut. Ich hatte (und habe) nie einen Fernseher und konnte die Serie in den 90ern deshalb nicht schauen. Derzeit bin ich bei der letzten Staffel. Das Ende der sechsten Staffel war GROßARTIG und hat mein Enthusiasmus für Alyson Hannigan nur noch verhundertfacht. Auch wenn ich Nerd-Willow am liebsten mag, ist Dark-Willow auch einfach nur super. Kudos noch einmal an sie. Bin ich eigentlich die einzige, die sich nie so richtig mit dem Charakter Buffy anfreunden konnte? Klar, sie ist witzig und ihre Sprüche sind genial (wie alle Dialoge der Sendung!!), aber dadurch kann man sich nie so richtig mit ihr identifizieren. Sie ist so unnahbar und kühl (was ich natürlich anhand ihrer Charakterentwicklung verstehe). Ich glaube, dass mein Lieblingscharakter (ja ich bin noch 12) der Serie Xander ist.
Alles in allem ist die Serie ziemlich genial. Super trashig zu Beginn, dann immer düsterer und erwachsener. Abgesehen von Staffel 4 mag ich alle Folgen bisher. Ich freu mich schon, die letzte Staffel zu sehen. Vielleicht schaue ich mir danach „Angel“ an, besonders da ja in der Serie auch Cordelia mitspielt und ich sie, im Gegensatz zu Anya) immer sehr mochte. Derweil schaue ich auch „Game of Thrones“. Habt ihr irgendwelche anderen Serien-Empfehlungen?

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Die Wahl zum Europaparlament

1. Juni 2014

Vor einer Woche haben die Europäer gewählt. Viele Länder, darunter auch Frankreich und Großbritannien haben einen deutlichen Rechtsdruck erfahren. In Deutschland kam die eurokritische Partei AfD „nur“ auf 6% und ist damit nicht mal in der Top 3 der stärksten Parteien dieser Wahl. Anders sieht es in Frankreich aus, wo die Partei Front National 25% der Stimmen holte und somit stärkste Partei unseres westlichen Nachbars ist. Aus allen Ecken bekam ich zu hören, dass viele diesen Erdrutschsieht der französischen Nationalisten als „überraschend“ empfanden. Wirklich? Ich fand es eher überraschend, dass die Partei nicht noch mehr Stimmen bekommen hat. Frankreich hat zurzeit den rechten Parteien nichts entgegen zu setzen. Die Sozialisten und vorne weg vor allem Präsident Hollande haben auf ganzer Linie versagt. Da sieht sogar seine Ex Segolene Royale im Vergleich noch gut aus – und auch sie ist eine politische Lachnummer. Die Sozialisten enttäuschen auf ganzer Linie. Frankreichs Wirtschaft schwächelt und es gibt keine Hoffnung auf Besserung, Jugendliche finden zusehend keine Arbeit, wirtschaftlich und sozial abgehängte Migranten werden an die Ränder der Städte verfrachtet, wo sie kriminelle Parallelstrukturen aufbauen und Hollande steht da mit seiner runden Brille und wirkt wie gelähmt. Und auch die Konservativen bieten keine wirkliche Alternative. Marine Le Pen hat es geschafft, die Partei ihres Vaters aus der rechten Schmuddelecke zu holen und für die Jugend aufzupolieren. Die meisten Stimmen bekam FN von jungen Leuten unter 35. Vor 10 Jahren wäre das undenkbar gewesen! Man erinnere sich an die Wahl von 2002 in der es überraschend eine Stichwahl zwischen Jean-Marie le Pen und Chirac gab und die Mehrheit um zweiten Wahlgang die konservative Partei wählte, nur um das größere Übel namens FN abzuwehren. Und heute wählen die Leute FN, weil es keine ernstzunehmende Alternative mehr gibt. So weit ist es schon gekommen in der Fünften Republik. Die Menschen sehnen sich nach politischen Figuren, die charismatisch sind und noch Stärke und Willenskraft ausstrahlen. Hollande ist kein Mitterrand, Sarkozy ist kein Chirac. Le Pen forderte unlängst Neuwahlen in Frankreich, weil ihrer Meinung nach das Volk nicht mehr hinter der sozialistischen Regierung stünde. Wenn das passiert werde ich auch zur Wahl geladen (habe auf Grund meines französischen Vaters die doppelte Staatsbürgerschaft) und hoffe, dass sich das Ergebnis der Europawahl nicht wiederholt. Sonst sehe ich schwierige Zeiten auf uns alle zukommen.

Ähnlich verrückt scheint es bei unseren britischen Freunden zu sein, die mit 28% der Stimmen für UKIP das Wahlergebnis der Partei von 2009 verdoppeln konnten. Polemische Aussagen wie „Raus aus Europa“ und das zum Sündenbock machen von Muslimen und Immigranten scheinen zurzeit bei den Briten auf nahrhaften Boden zu stoßen. Ich denke mir, dass, wenn die Mehrheit der Briten für einen Ausstieg aus der EU sein sollte, sollten sie dies tun. Die fatalen wirtschaftlichen Folgen und der damit verbundene Abstieg werden danach zwar ohne Zweifel eintreffen, aber so ist das dann. Großbritannien hat quasi keine Exporte. Das einzige, was diesen Staat derzeit rettet ist, dass London das Finanzzentrum Europas darstellt. Tritt UK aus, wandert es über den Atlantik nach Frankfurt und die Engländer müssen sich etwas anderes überlegen. Ich find es immer abscheulich, dass rechte Parteien Großbritanniens gegen Sinti und Roma hetzen und sich als „Sozialamt Europas“ sehen, jedoch nicht wahrhaben wollen, dass die englische Börse mit ihren schmierigen Hedgefont-Managern einen großen Teil zur Bankenkrise beigetragen haben. London verdiente Milliarden mit Europa. Sollen die Briten also gehen. Wir werden sehen, was danach kommt.

Europa ist im Wandel. Von überall her rücken die Länder nach Rechts. Ich blicke mit Spannung und Sorgnis in die Zukunft und vor allem nach Frankreich. Le Pen und ihre Partei stimmten nach der Wahl spontan die Marseillaise an. Wenn es so weitergeht, wird von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht mehr viel übrig sein.

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Ein Jahr einmalwunderland

13. Januar 2014

1388850489307Heute gibt es meinen Blog schon genau ein Jahr lang 😀 wie schnell die Zeit vergeht! Innerhalb des letzten Jahres ist so viel passiert und ich bin echt froh, dass ich jetzt durch die Einträge blättern und alles Revüpassieren lassen kann. Danke an jeden, der das hier liest, danke für die Kommentare und Anmerkungen. Ich freu mich immer sehr!

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Windows VS Apple

24. November 2013

Seit einem Monat arbeite ich jetzt 40 Stunden die Woche auf der Arbeit mit einem Computer von Apple sowie einer passenden Tastatur. Mein ganzes Leben lang (lol) benutze ich jedoch privat einen PC von Microsoft. Als alter Windows-Hase bin ich schon fast dazu gezwungen, mich naserümpfend über all die Mac-User lustig zu machen, wie sie im Sankt Oberholz oder im Starbucks dicht gedrängt am Fenster sitzen, den 3000€-Laptop zum Lesen von Emails und Versenden von Facebook-Nachrichten verwendend.  Hardcore Apple-Fans können bei Zeiten ziemlich ungemütlich werden und ihre Verehrung des mobilen Endgerätes inklusive Apfelprägung mit fast schon religiösem Fanatismus kundtun. Auch wird oft behauptet, Apple sei „einfacher“ als Windows und „benutzerfreundlicher“, ebenso hält sich seit Jahren das hartnäckige Gerücht, es gäbe keine Viren für Macs. Ich persönlich habe bisher wenig Kontakt mit Apple gehabt. Ich hatte etwas von dieser Marke und habe bisher nur bei einem Praktikum im Jahr 2010 an einem IMac von 1998 gearbeitet.

Nun, drei Jahre in der Zukunft, arbeite ich wieder mit einem Mac und muss sagen, dass Macs nicht leichter oder schwerer als PCs sind. Sie sind einfach komplett anders. Ich hatte am Anfang ziemliche Probleme (und habe sie teilweise immer noch), die seltsamen Eigenheiten zu verstehen. Gewohnt drücke ich STRG + S oder V oder A, um durch diese Abkürzungen viele nervige Rechtsclicks zu sparen, jedoch ist das unbrauchbar bei Macs. Auch, dass man nicht einfach auf entf drücken kann, um eine Datei zu löschen, finde ich sehr nervig. Dass es keine Taskleiste gibt, ist für Windows- Gewohnte sehr kompliziert (und für mich persönliche sehr ärgerlich). Auch den „Arbeitsplatz“ würde ich dem „Finder“ vorziehen. Aber das sind Sachen, die mit Gewöhnung zu tun haben. Ich finde es zum Beispiel ziemlich irritierend, dass das „X“ zum Schließen eines Fensters bei Apple auf der linken Seite ist. Dafür finde ich es gut, dass man mit ein paar Handgriffen auf einer Mac-Tastatur nicht nur einen Screenshot machen kann, sondern sogar mit der Maus auswählen kann, was gescreenshottet (sic XD) wird.

Warum wir auf der Arbeit Macs benutzen, ist mir schleierhaft. Bisher habe ich nur Windows-Programme benutzt und kein einziges Mac-Programm. Wahrscheinlich ist es ein Prestige-Ding? Keine Ahnung. Wie dem auch sei, Macs sind nicht leichter zu bedienen als PCs, noch sind sie ‚besser‘ oder ‚gehen weniger schnell kaputt‘. Mein Mac auf der Arbeit hat genauso Macken wie mein PC Zuhause, es passieren bei beiden Rechnern unerklärliche Dinge, die man einfach als „Bugs“ abtun muss.,

Ich persönlich würde nie einen Mac kaufen. Warum? Mich nervt „Vorschau“, der Finder, die Tatsache, dass es keine Taskleiste gibt, das Interface IOS (wie kann man einstellen, dass bei Dateien auf dem „Schreibtisch“ immer die Endung der Datei angezeigt wird? Es nervt, immer ‚Vorschau‘ zu öffnen, um zu sehen, ob das nun ein jpg oder ein png ist). Auch vermisse ich IrfanView. Ich glaube, dass es daran liegt, dass ich an Windows gewöhnt bin. Mal sehen, vielleicht komme ich ja irgendwann besser mit Macs klar? Bisher erschließt sich mir der Hype und die Bereitschaft dreimal so viel zu zahlen wie für einen PC, nicht wirklich.

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How I Met Your Mother: Staffel 9 – ein neuer alter Höhepunkt

15. November 2013

Ich kanns kaum glauben, dass ich das gerade schreibe! Die neuste Folge der neunten Staffel von How I Met Your Mother war tatsächlich….. nicht scheiße. Warum? SPOILER Weil die Folge ein Rückblick war auf eine Zeit, in der Barney noch nicht mit Robin verlobt war. Das heißt, es ging mal wirklich um etwas. Klar, die Folge drehte sich darum, wie Barney die „Mutter“ kennenlernt und so weiter, aber mal abgesehen davon, war es sehr erfrischend mal wieder das original HIMYM zu sehen, in der Barney noch mit komischen Sprüchen und Geschichten versuchte, Mädels klar zu machen; in der Barney lustige Sprüche klopfte und sie in der Bar waren. Eigentlich ist das ja traurig, denn das zeigt einfach einmal wieder, dass die Serie seinen Zenit überschritten hat und in diesem Zeitpunkt nicht mehr zum eigentlichen Erfolgsgeheimnis der Serie zurückgehen kann.

Immer noch 33 Stunden bis zur Hochzeit. Diese 33 Stunden werden noch auf mindestens 10 Folgen gestreckt… 3 Minuten reale Zeit auf 20 Minuten filmische Zeit gestreckt. Yay. Ob es für Marshall, Lily und Robin jeweils auch noch eine Rückblickfolge gibt, in der sie die „Mutter“ kennenlernen? Bestimmt. Wie dem auch sei, ich bin gespannt.

Es bleibt immer noch die Frage, wie sie von „Ted lernt die Muttter kennen“ auf ein rundes, in sich geschlossenes Ende kommen. Gibt es dann eine Zusammenfassung der nachfolgenden Ereignisse? Zeigen sie, wie sie selbst geheiratet haben?

Ich hoffe bis dahin gibt es noch etwas Content

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Wie die Zeit vergeht…

29. September 2013

Morgen ist schon wieder der letzte Tag des Septembers! Ich kann es kaum glauben, wie schnell die Zeit an uns allen vorbei rast und wir alle stehen mitten drin und haben keinen Einfluss darauf. Bald ist Weihnachten und dann wieder Silvester und dann ist schon 2014. Eek! Morgen ist auch der letzte Tag, an dem ich Studentin bin. Dann läuft mein letzter Studentenausweis aus und ich bin ganz offiziell…tja was eigentlich? Erwachsen? Niemals!

Meine neue Bahnkarte ist schon gekauft und wird am Dienstag den 1.10.2013 zum ersten Mal zum Einsatz kommen. Ziemlich gruselig das Ganze. Ich hab sogar noch Bücher aus der Unibibliothek, die ich aus Interesse ausgeliehen hab. Wahrscheinlich kommt am 1.10. ein Bibliothekar, entreißt mir die Bücher und wirft mich im hohen Bogen aus dem Grimmzentrum 😀 Ich weiß, ich weiß, man kann auch als Nicht-Student dort Bücher kostenlos ausleihen, die Vorstellung ist trotzdem lustig. Nun bin ich Grimm-Zentrum-Nutzer zweiter Klasse, haha 😉 Jetzt bräucht ich nur noch mein Masterzeugnis, auf das ich schon seit vier Monaten warte, dann kann ich auch mit dem Studentendasein komplett abschließen. Ich freu mich auf die nächste Etappe meines Lebens, bin jetzt ganze genug Studentin gewesen, da kann auch ruhig was Neues kommen. Wohin die Reise für mich geht, kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten, weil noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, aber es wird auf jeden Fall spannend.

Jetzt, wo ich das echte Arbeitsleben schon kennenlernen durfte, kann ich mit Bestimmtheit sagen, dass Arbeit nicht schwieriger ist als Studieren. Beziehungsweise, studieren nicht so leicht und faullenzerhaft ist, wie viele, die noch nie studiert haben, immer behaupten. Im Gegenteil! Eigentlich kann man Arbeit und Studium meiner Meinung nach gar nicht vergleichen, da beide Sachen anderen Parametern gehorchen. Studium ist viel Selbstarbeit. Man muss zwar irgendwann nicht jeden Tag für 8 Stunden in der Uni sein, hat jedoch auch nach den Kursen noch viel zu tun: Texte lesen und durcharbeiten, Projekte vorbereiten, Präsentationen machen und üben, Gruppenarbeit, Bücher lesen, Essays schreiben, Texte schreiben und was der Dinge mehr sind. Das habe ich im Jobleben gar nicht. Da bin ich zwar 40 Stunden der Woche im Büro, nach Feierabend und am Wochenende kann ich jedoch das machen, was ich möchte und muss nicht noch 30 seitige Kapitel von Foucault durcharbeiten.

Ich gehe also mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus dem Studium. Schön war’s! Der nächste Abschnitt wird hoffentlich genauso schön, wenn nicht sogar schöner 🙂

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Bundestagswahl 2013

22. September 2013

Heute ist Bundestagswahl in Deutschland und alle über 18-Jährigen sind hoffentlich irgendwann heute an den Wahlurnen und geben ihre Stimme ab! Wenn du das liest und noch nicht gewählt hast: keine Sorge, die Wahllokale haben noch bis 18h auf 🙂 Ich hoffe, dass alle ihre Chance wahrnehmen und zur Wahl gehen, denn nur so können wir als Volk was entscheiden! In diesem Moment gibt es Krieg um das zu erreichen, was wir heute alle zun können: die Stimme abgeben und seine Meinung sagen. Nicht zur Wahl zu gehen kann ich einfach nicht verstehen. Wir können JETZT an DIESER STELLE gemeinsam etwas verändern.

Wer nicht wählt, kann sich hinterher auch nicht beschweren.

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Nie wieder Krieg

1. September 2013

Ich bin sehr froh darüber, dass Deutschland eine militärische Intervention in Syrien ausschließt. Mal abgesehen davon, dass dieses Land nicht die entsprechenden Waffen/Drohnen/Raketen hat und den NATO-Verbündeten eh ’nur‘ mit unterstützenden Manövern behilflich sein könnte, glaube ich, dass Deutschland in Syrien nichts zu suchen hat. Geschweige denn, die anderen Staaten der NATO. Syrien hat weder einen NATO-Staat angegriffen, noch ein verbündetes Land der NATO-Staaten in kriegerische Zustände befördert. Die NATO-Staaten, ganz vorne natürlich Weltpolizei USA, haben rein rechtlich gesehen deshalb nicht die Befugnis, militärisch in Syrien zu intervenieren. Auch diese „Responsibility to React“-Klausel kann an diesen Gesetzen nichts ändern. Die Verbündeten klagen Assad an, weil er sich nicht an Genfer Konventionen hält und (angeblich) Giftgas einsetzt, die USA ist aber (mal wieder) bereit, sämtliche UN-Chartas zu brechen und im Alleingang in Syrien einzumarschieren.

Nun frage ich mich: wem soll das nützen? Den ganzen Toten, die qualvoll durch Giftgas umgebracht wurden, leider nicht. Es ist so gesehen egal, welche Seite die Giftgasbomben geschmissen hat, den Opfern dieses Anschlags hilft das leider nicht mehr. Ebenso löst das ja auch das Problem nicht. Auch wenn ein möglicher Angriff der USA abschreckend wirkt, die Giftgasvorräte befinden sich ja noch im Land. Und wer einmal so etwas Abscheuliches einsetzt, der schreckt auch nicht davor zurück, dies noch einmal zu tun.

Auch frage ich mich: wem spielt eine militärische Intervention in die Hände? Den Dschihadisten, die in Syrien nach Macht streben und das Politvakuum für sich nutzen wollen? In Syrien gibt es kein Gut und Böse mehr, die Rebellen foltern und töten, misshandeln und vergewaltigen genauso Zivilisten wie es die Regimetreuen tun. Beide Seiten haben Blut an den Händen. Das romantische Bild der armen Guerillakämpfer, die sich gegen den bösen Diktator auflehnen und nach Demokratie nach westlichem Vorbild streben, ist ein Irrglaube. In Syrien herrscht nicht nur politisches Chaos; was dort unten viel Hass und Mord generiert sind religiöse Dispute, die nicht friedlich ausgehen können.

Es ist so unglaublich leichtgläubig zu denken, dass Raketen Frieden bringen. Vor allem die Aussage, man würde keine Zivilisten gefährden, sondern nur zur Abschreckung Assad-Gebiete bombardieren, ist eine Farce. Es sterben immer Zivilisten. Assad wird sehr wahrscheinlich nicht mehr in seinem Palast sitzen und auf den Kugelhagel von Oben warten. Der ist längst im Iran oder in einer Villa in London untergekommen und lacht sich ins Fäustchen.

Die humanitäre Katastrophe, die Millionen von Flüchtlingen im Libanon und der Türkei – denen sollte geholfen werden. Das ganze Geld, was durch Krieg und Bomben verballert wird, würde in Einrichtungen des Roten Kreuzes oder des Roten Halbmonds besser unterkommen.

Wir stehen im Moment an einem Scheideweg, der zwischen Krieg und Frieden auf der ganzen Welt entscheiden wird. Wenn die USA Syrien angreift und der Iran als Verbündeter Syriens Bomben auf Israel regnen lässt, dann kann sich auf Deutschland nicht mehr hinter sicheren, defensiven Mauern verstecken. Dann wurde ein Verbündeter angegriffen und wir als NATO-Mitglied zur Reaktion beordert.

Krieg bringt keinen Frieden. Im Gegenteil, wenn Syrien weiterhin brennt, wird sich das Feuer schnell weiter in der arabischen Welt ausbreiten. Was wir brauchen sind diplomatische Verhandlungen, humanitäre Lösungen und Waffenstillstände. Wozu sind Diplomatie und Runde Tische denn sonst da?

Es wird sich zeigen.

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Gute Frage

28. Juli 2013

Was würdest du in deinem Leben machen wollen, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Mal angenommen, jeder wäre versorgt, jeder hätte Geld und den Luxus, mit seinem Leben das zu tun, was er möchte.

Was würdest du dann tun.

Ich finde diese Frage extrem wichtig. Etwas zu tun, für das man nicht brennt, ist frustrierend. Etwas zu tun, für das man brennt und wofür man schlecht bis gar nicht bezahlt wird, ebenso. Wie kann man dieses Problem also lösen? Gibt es eine Lösung? Wenn jeder das machen würde, was er/sie wirklich will, gäbe es dann einige Berufe einfach nicht mehr? Primark-Verkäufer zum Beispiel… dieser Beruf wäre ausgestorben. Ein Arbeitskollege von mir hat mal dort gearbeitet und er meinte, er habe dort jeden Tag  8 Stunden lang nur Kleidung vom Boden aufgehoben und gefaltet. Der ewige Kreis der Konsum-Bulimie.

Auf der anderen Seite, wie verhält es sich mit Berufen wie Schauspieler, Musiker, etc – Berufe, von denen so viele Menschen träumen. Haben solche Tätigkeiten noch etwas Besonderes, wenn jeder es macht? Bringt nicht allein die Verknappung von Möglichkeiten das Großartige aus diesen Berufen heraus? Wenn Geld bei mir keine Rolle spielen würde, ich nur würde schreiben. Schreiben schreiben schreiben. Jeden Tag. In der Hängematte liegen und Geschichten konzipieren, Charaktere formen und mit Sprache spielen. Ob ich das nun besonders gut kann oder nicht, ist egal. Ich brenne für’s Schreiben und für gute Geschichten. Leider ist das in der realen Welt schwer umzusetzen, wenn man keine reichen Eltern hat oder Apple-Aktien besitzt. Autoren haben es nicht leicht und auch Bestseller zu schreiben à la Stephenie Meyer (erster Roman gleich ohne viele Änderungen publiziert und zum Welthit geworden! Bäm, man kann sich ja über die Qualität ihrer Bücher streiten, aber das ist auf jeden Fall ne Reife Leistung! Selbst J.K Rowling hat 6 Jahre auf die Publikation ihrer HP-Romane warten müssen und nur Absagen kassiert) ist so gut wie unmöglich und braucht viel Arbeit, viel Reputation und Ausdauer. Ohne Geldreserven ist das schwierig. Deswegen gehe ich nun den Mittelweg und verbinde das Schreiben mit einer anderen Arbeit (die mir trotzdem auch Spaß macht und auch mit Texten zu tun hat).

Was würde man tun, wenn Geld keine Rolle spiele und man sich nur den Tätigkeiten widmen könnte, für die man wirklich und 100%ig brennt. Ich finde die Frage sehr inspirierend und gleichzeitig philosophisch (da unmöglich zu realisieren). Manchmal sieht man Leute, die für das brennen, was sie tun. Der Prof eines Uni-Ferienkurses zum Thema Eventmanagement, zum Beispiel, dem hat man an der Nasenspitze angesehen, dass er für seine Arbeit lebt. Sehr bewundernswert! Nichts ist schlimmer als Menschen, die gestresst und angenervt auf der Arbeit sind und sich den ganzen Tag nur quälen.

Ob nun Utopie oder nicht, ich werde weiterhin über diese Fragestellung nachdenken – spannend wäre das auch auf die ganze Welt bezogen. Könnten wir noch billig Shirts bei Primark kaufen, wenn die Arbeitssklaven in Asien die menschenunwürdige Arbeit verlassen? Ist unser Luxus nicht an das Unglück und die Ausbeute anderer gekoppelt? Wir in der westlichen Welt würden viel verlieren, wenn jeder Mensch das tun könnte, für das er wirklich brennt. Keiner brennt dafür, 12 Stunden am Tag angekettet für 5 Cent Oberteile zu nähen. Niemand brennt dafür, in Minen im Kongo unter lebensgefährlichen Bedingungen Coltan zu schürfen, damit wir hier in Deutschland noch das vierte Nokia Lumina haben können.

Vielleicht sollten wir einfach alle aufhören zu meckern, mich eingeschlossen, und froh sein, was wir haben.

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Indignez-vous !

21. Juli 2013

Das Leben mit dem Internet, welches ja für uns alle gesehen #Neuland ist, wird immer prekärer. Alles wird gespeichert, jeder Schritt dokumentiert, jedes Bild mit einem Raster versehen. Das dass alles natürlich nur zu unserem Besten geschieht hat auch Frau Merkel schon mehrmals versichert, wie hätte man sonst bereits sieben Anschläge vereiteln können? Die Angst vor dem Terror scheint im 21. Jahrhundert die Antwort auf jede Frage zu sein, auch wenn diese Frage so nie von der Bevölkerung gestellt wurde. In den USA sind seit 2005 rund 60 Menschen bei Terroranschlägen ums Leben gekommen, jährlich sterben jedoch 30.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Schusswaffen. Die Panik vor dem Terror ist trotzdem der Motor für die systematische Ausspähung ganzer Nationen, Millionen von Unschuldigen und unzähligen Regierungen.

Dabei wird es PRISM und co heutzutage wahrscheinlich leichter gemacht denn je. Wo früher die Stasi tausende Stunden vor dem Abhörgerät brütete, Leitungen anzapfte und Leute durch unschuldig dreinblickende IMs beschattete, braucht man heute nur einen Click auf Twitter, Facebook und Instagram tun und einem prasseln millionenfach persönliche Gedanken, Nacktbilder und Konsumverhalten mit eingebauter Verortungs-App entgegen. Freiwillig lassen junge Menschen jeden Schritt durch elektronische Geräte aufzeichnen und dokumentieren, ganz bewusst wird mit persöhnlichem kokettiert.Und trotzdem werden weiterhin 500.000 Verbindungen jede Woche abgeschöpft und durchforstet. Bei dieser Menge muss jeder Bürger Deutschland potentieller Islamist und Attentäter sein, anders können die USA diesen Wahnsinn nicht rechtfertigen. Es ist eine Schande, dass die Bundeskanzlerin immer noch schweigt, auf Durchzug schaltet und dieses riesengroße Problemchen der Privatsphäre am liebsten bis  September aussitzen würde. Wo kommen wir denn hin? Hape Friedrichs Kasperletheater kann man ja wohl kaum als angemessene Reaktion auf diesen Verrat bezeichnen. Es empört mich, dass der Großteil der Gesellschaft d’accord mit der Abhörmaschinerie ist. „Hast du denn was zu verbergen?“ wird man gefragt, wenn man es denn wagt, seinen Unmut über die Abhörvorgänge kund zu tun. Ja, ich habe etwas zu verbergen. Meine Privatsphäre nämlich. Ich möchte selbst bestimmen können, wer was lesen kann und mit wem ich welche Informationen teilen möchte. Diese Art von imperialistischer Fremdbestimmung stößt mir sauer auf. Genauso diese verdächtige Stille, die sich durch das deutsche Volk wie ein Dunstschleier zieht. Empört euch!

Es wäre naiv zu glauben, dass wir erst seit gestern abgehört werden, dieser Zirkus läuft wahrscheinlich schon seit 9/11 und wurde wohl auch im Wohlwollen von Rot-Grün befehligt. Das zeigt mal wieder wie moralisch verrohrt und heuchlerisch jegliche Parteien sind. Alles ein Einheitsbrei; sie mögen vielleicht andersfarbige Krawatten tragen, sind aber alle Marionetten der Amerikaner. Gleiches zeigt sich ja auch bei den Asyl-Wurschtelungen um Edward Snowden. Es ist eine SCHANDE, wie Deutschland sich in diesem Zusammenhang verhalten hat. Europa ist gegründet auf aufklärerischen Zügen, unsere Nationen sitzen auf einem Fundament des Wistleblowing und Snowden wird weggeschickt, aus Angst vor Amerika und dem guten Freund Obama, der ja so lieb ist und sich für die Rechte der Geschundenen einsetzt. Und nun springen Länder wie China und Russland in die Bresche, die vom Westen, und nicht zuletzt von Deutschland, wegen Menschenrechtsverletzungen an den Pranger gestellt werden. Wir als Europäische Union müssen uns von Putin zeigen lassen, was Solidarität und Menschenwürde funktionieren. Deutschland hätte sich um Snowden prügeln müssen, es hätte ein Wettkampf zwischen europäischen Staaten um die Aufnahme des staatenlosen Amerikaners geben müssen. Aber anstelle dessen wird wie immer der Schwanz eingezogen und gebuckelt. Konrad Adenauer dreht wahrscheinlich schon seit Anfang des Monats Loopings in seinem Grab, so abscheulich und unwürdig ist das Verhalten der deutschen Nation in letzter Zeit.

All das wird sich hoffentlich in der Wahl im September niederschlagen. Die Menschenwürde steht auf dem Spiel.