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Food & Restaurants

Popin‘ Cookin‘ Sushi – Die spinnen die Japaner

27. November 2013

01CIMG2588Mein Freund und ich haben uns vor einem Monat über das Internet Popin‘ Cookin‘ Selbstmach-Süßigkeiten bestellt. Was das ist? Tja, eine verrückte Sache aus Japan, mit der man sich aus verschiedenen aus Tütchen kommenden Pulvern und ein bisschen Wasser (ggf. auch einer Microwelle) Süßigkeiten selbstmachen kann. Das witzige dabei ist, dass diese Süßigkeiten nicht nur tatsächlich essbar sind, sondern, dass man auch immer eine andere Art von japanischem Gericht zubereiten kann. Wir haben uns einmal Sushi und einmal Hamburger gekauft und den たのしい おすしやさん (tanoshii OSushiya-san –> lustiger Sushiladen) letztens ausprobiert.

02CIMG2589Das coole an Popin‘ Cookin‘ ist, dass man wirklich außer Wasser nichts mehr braucht. Alles wird mitgeliefert und alles, was man tun muss, ist die Pulverpäckchen nur richtig zusammen mischen. Auf der Rückseite wird es bebildert erklärt, sodass auch Menschen ohne Japanischkenntnisse herausfinden können, wie man diese krasse Sache in die Tat umsetzt.

03CIMG2595So sieht das Ganze aus, wenn man es aus der knallbunten Verpackung holt. Jedes Tütchen hat eine andere Farbe, was sehr hilfreich ist, weil man so schnell durcheinander kommen kann. Dann gibt es noch einen Eislöffel zum umrühren, eine kleine Pipette, das Plastikgestell zum Anmischen der Süßigkeiten sowie eine Lakrizähnliche Masse, welche später zu Nori (Seealge) wird.

04CIMG2596Als erstes füllt man mit der Pipette so viel Wasser in den Kreis der ganz rechts gelegenen Abteilung. Darin füllt man dann das Pulver aus der blauen Verpackung (die ごはん, also Reis, drauf stehen hat) und mischt das ganze mit dem Eislöffel gut durch. Es ist echt abgefahren, aber aus dem Pulver und dem Wasser wird dann wirklich etwas, was aussieht wie Reis.

05CIMG2601So sieht der Reis aus. Ich bin wirklich erstaunt gewesen, wie echt die Süßigkeit nicht nur aussieht, sondern sich auch anfässt. Wie echter Klebreis eben. Schmecken soll das Ganze nach Traube – laut Verpackung. Ich finde, dass es einfach nur süß schmeckt.

06C1426333_10202611520191821_1461036400_nDie nächsten zwei Schritte bestehen darin, „Omlett“ und „Thunfisch“ als Topping für die Nigiri-Sushi zu machen. Dazu füllt man den Inhalt des gelben Päckchens (たまご) in das linke, längliche Kästchen und mixt es zusammen mit Wasser und tut das gleiche mit dem roten Päckchen (マグロ) im rechten länglichen Kästchen. Es ist ein kleiner Rand angegeben, bis wohin man das Wasser aus der Pipette füllen soll, ich persönlich würde aber etwas weniger reinfüllen und, wenn nötig, lieber noch etwas mehr nachträufeln. Auf jeden Fall müssen beide „Toppings“ ein bisschen erhärten. Das macht aber nichts, denn es kommen ja noch ein paar andere Schritte.

08C1471350_10202611530472078_1551711807_nNach dem Schritt bleiben noch drei Päckchen übrig. Das braune kann man erst einmal beiseite legen. Mit der Pipette Wasser bis zum Rand in die Förmchen namens „A“ und „B“ füllen. Das Päckchen mit dem A vorne drauf kommt logischerweise zu A und B entsprechend zu B. Beides gut durchmischen und staunen. 09C551408_10202611530952090_2070324715_nDer nächste Schritt ist mein absoluter Lieblingsteil. Dazu mit der Pipette stückchenweise die rote Flüssigkeit in die blaue tropfen lassen und tadaaa, es entstehen kleine essbare Kügelchen, wie man sie als Boba aus Bubble Tea-Bars kennt. Feeeeeeeeeeett. Das haben wir so lange wiederholt, bis die ganze rote Flüssigkeit weg war und wir ganz viel Fischrogen (いくら) gemacht hatten.

07C1456137_10202611529432052_1104398763_nIm Anschluss wird aus der Lakritz-ähnlichen Masse das Noriblatt geknetet. Dazu gibt ein kleiner Vordruck an, wie groß und welche Form das haben soll. Wie gesagt ist das „Nori“ auch essbar, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheinen mag.

10C1468640_10202611530992091_68806655_nDann wird noch die Sojasauce gezaubert. Dazu füllt man wieder den Kreis des ersten Förmchens, welches wir schon für den Reis benutzt haben, mit Wasser und rührt dann das Pulver aus dem braunen Tütchen ein. Das Ergebnis sieht wirklich sehr nach Sojasauce aus, schmeckt aber nach Traube. Also, künstliche, sehr sehr süße Traube.

11C1426229_10202611540352325_1496401822_nDer letzte Schritt besteht dann nur noch daraus, das Sushi anzurichten. Dazu haben wir uns an die Empfehlung aus der Packungsbeilage gehalten. Ich finde, dass das wirklichem Sushi wirklich zum verwechseln ähnlich sieht (nur halt viel kleiner). Sogar die Musterungen des Omletts und des Thunfisches sehen aus wie im Original. Geschmacklich ist es sehr gewöhnungsbedürftig süß. Meinem Freund hat es geschmeckt, für mich war es schon fast ZU süß, aber was kann ich schon sagen, ich mag ja nicht mal Eiscreme.

Alles in allem war Popin‘ Cookin‘ ein voller Erfolg und ich freu mich schon sehr auf unsere nächsten Kochversuche.

 

(übrigens: Happy Hannukkah an alle, die es feiern! Mögen alle eure Wünsche in Erfüllung gehen 🙂 )

Allgemein

Deutsch im Ausland

18. September 2013

CIMG8521Dieses Bild habe ich 2009 im „Kiddy Land“ in Tokyo aufgenommen. Der kleine Bollerwagen hat die Aufschrift „es vermutlich tragt ängenehm“ 😀 Total putzig! Jetzt wissen wir, wie Japaner und Chinesen sich fühlen, wenn westliche Menschen Tattoos mit fehlerhaften chinesischen Schriftzeichen drauf haben XD Anstatt „Liebe“ oder „Glück“ haben viele ja „Suppe“ oder „Hähnchen Süß Sauer“ auf der Schulder oder auf der Pobacke stehen ohne es zu weissen… XD ich find sowas sehr lustig.

Fotografie

Review: Fuji Instax Close Up Linse

12. Juni 2013

BildZu meinem Geburtstag schenkte mir mein lieber Freund eine Close-Up Linse für meine Fuji Instax, um Selbstportraits und Dergleichen aufzunehmen. Wie alles von Fuji wurde auch diese Linse in Japan und für den japanischen Markt entwickelt (und in China hergestellt), weswegen auch die entsprechenden Anweisungen auf der Rückseite auf Japanisch sind. Bild

Meine Japanischkenntnisse mögen vielleicht etwas eingerostet sein, sind jedoch noch besser erhalten, als ich gedacht habe. Und die Bilder sind ja auch in gewisser Weise selbsterklärend. 40-60cm vom Objekt fotografieren und zum Selbstportrait sich in dem kleinen Spiegel neben der Linse für das perfekte Ergebnis positionieren. Jedoch hat mich die kleine Zeichnung mit den Rechtecken in gestrichelter und durchgezogener Linie etwas verwirrt. Zum Glück hat mir eine Freundin bei der Übersetzung geholfen – Danke noch einmal an dieser Stelle.

Ihre Übersetzung lautete:

„Ungefähr ein Objekt von der Größe eines A3-Blattes wird abgebildet. Bei einer Entfernung von 45cm entsteht zwischen dem was du im Finder siehst und was dann rauskommt, eine Verschiebung von 4cm nach rechts unten.“

Okay Fotografie artet in Mathematik aus 🙂 Heißt das, dass man die Kamera 4cm nach links oben verschieben muss, damit das, was letztendlich auf dem Bild entsteht, auch das ist, was man fotografieren möchte?Es braucht auf jeden Fall etwas Übung!

BildSo sieht die Instax mit der Linse aus. Man sieht sogar meine Hand und die Digicam im Spiegel.

Ich habe schon einige Bilder mit der Close Up-Linse gemacht und muss sagen, dass sich Selbstportraits sehr gut und einfach durchführen lassen. Ich würde jedoch empfehlen, die Kamera um 90° zu drehen, so dass der Spiegel ‚oben‘ ist und das Motiv dann quer auf dem Instax erscheint (also der weiße Rand, an dem man das Instax letztendlich anfasst, auf der rechten Seite, anstatt unter dem Motiv ist – ist das verständlich? XD), so hat man mehr Spielraum und man ist auch größer auf dem Bild zu sehen. Hochkant (’normal‘, siehe nächstes Bild) zu fotografieren staucht das Motiv und macht es kleiner, was bei den visitenkartengroßen Instax oft schwer zu erkennen ist.

Die tatsächliche Close-Up Funktion ist jedoch etwas trickreicher. BildHier seht ihr meinen ersten Versuch, der doch ziemlich in die Hose gegangen ist. Die süße Mickey Mouse-Tasche, die ich eigentlich mittig haben wollte, ist an den Rand gequetscht und auch nur halb drauf. Ich glaube, dass diese Linse sich besonders eignet, wenn das Motiv entweder einen schönen Hintergrund hat, bei dem eine Verschiebung nicht so schlimm wäre, oder wenn das Motiv etwas abstrakter ist und es keinen bestimmten Fokus gibt. Graffiti, Mosaike oder Blumenwiesen kann ich mir gut als Close-Up Motiv vorstellen – einzelne Gegenstände gestalten sich damit eher schwieriger.

Alles in Allem würde ich die Linse als gut bewerten. Sie ist einfach zu montieren, leicht zu bedienen und liefert gute Ergebnisse. Einzig die Verschiebung um 4cm ist etwas negativ, bzw. verlangt Übung, was bei den doch recht preisintensiven Instax ein Problem werden kann.