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Die besten Spiele von 2014

2. Januar 2015
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Das Jahr 2014 brachte uns einige geniale Games. In diesem Artikel stelle ich die meiner Meinung nach besten in 2014 erschienenen Spiele vor. 5 davon sind Android Apps und 5 Computerspiele.

Android

1) The Inner World:

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Quelle: Headup Games

Es gibt nur wenige gute Point-&-Click-Adventures für Android. Das ist sehr ärgerlich und unerklärlich, ist die Touch-Steuerung doch perfekt für das Genre. „The Inner World“ ist da eine gelungene Ausnahme. In fetziger Kritzeloptik und mit spannender Story ist die App ein absoluter Hauptgewinn. Und das nicht nur, weil es wie eine Hommage an die alten Meister der Point-&-Click-Adventure erinnert, sondern weil das Setting gelungen ist und das Spiel überhaupt nicht durchschaubar ist. Im Gegenteil, es hat einige Verrücktheiten à la Monkey Island oder Day of the tentacle, die einem die Feder aus der Mütze springen lassen.

2) Leo’s Fortune:

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Quelle: 1337 & Senri LLC

Wer Rayman oder andere Jump-&-Run-Games mag, wird auch von dieser App total begeistert sein. In diesem Spiel muss man dem puschligen Fellball Leo dabei helfen, sein Vermögen in Goldmünzen wiederzuerlangen. So lässt man ihn durch Rohre sausen und aufgeflauscht in Höhlen hinabgleiten. Das Spiel macht total Laune und ist deshalb ein absoluter Favorit von 2014.

3) Monsters Ate My Birthday Cake:

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Quelle: Cartoon Network

Bei dieser App muss man Nikos gestohlenen Geburtstagskuchen einsammeln. Dazu schließt sich der kleine Junge mit ein paar Monstern zusammen und gemeinsam überwinden sie Hindernisse und retten so Nikos Geburtstag. Die niedliche Japano-Grafik und das außergewöhnliche Gameplay machen „Monsters Ate My Birthday Cake“ zu einem Must-Have.

4) Over The Top Tower Defense (OTTTD):

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Quelle: SMG Studios

Mit OTTTD wurde 2014 eins mit Abstand besten Tower-Defense-Games abgeliefert. Im Auftrag eines Geld-hungrigen Rüstungskonglomerats muss der Spieler Runde um Runde Dimensionen erobern und dabei seine Stellungen mit immer abgedrehteren Waffen-Türmen gegen noch viel abgedrehtere Gegner (wie z.B. Oktopusse auf Motorädern oder ein Paar Laser-Augäpfel samt überdimensionierter Brille) verteidigen. Das alles wird garniert mit bunter Comic-Optik, Blut- und Splatter-Fontänen sowie sehr gelungenen Synchronisation der aufrüstbaren Helden. Einfach genial!

5.) Hearthstone

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Quelle: Blizzard Entertainment, Inc.

Bekannt für seine epischen MMORPGs und Action-Serien, wagte sich der Entwickler Blizzard 2014 mit Hearthstone auf komplett neues Terrain. Mit einem Sammelkarten-Spiel hatte niemand wirklich gerechnet. Doch so blatant die Anleihen zu Magic oder Pokemon sein mögen, schafft Blizzard mit seinem markanten Comic-Stil sich von seinen geistigen Paten abzusetzen. Mit derzeit 9 spielbaren Helden, ersten Expansion Packs und einer sehr quirligen Grafik schafft Hearthstone es, die gleiche süchtig-machende Atmosphäre von World of Warcraft genreübergreifend perfekt zu imitieren und in Kartenform zu verpacken.

Computerspiele

1) Baphomets Fluch 5: Der Sündenfall

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Quelle: Gamezone.de

Beide Teile des fünften Spiels der epischen Baphomets-Fluch-Reihe kamen 2014 raus und sind nach den enttäuschenden dritten und vierten Spielen ein absoluter Oberhammer. Zwar im Deutschen ohne Franziska Pigulla als Nicole Collard, aber trotzdem mit dem gleichen Charme und Witz wie die ersten beiden Spiele aus den 90ern. Plus, sie haben die peinliche 3D-Action-Grafik wieder sein lassen und sind zu der alt-bewähren Point-&-Click-Steuerung zurückgekehrt. Ich musste mich richtig zurückhalten, um das ganze Spiel nicht in einem Wisch und innerhalb der ersten 24 Stunden durch zu spielen. Jeder Fan von George und Nico sollten den 5.Teil auf keinen Fall verpassen. Er ist großartig und ich hoffe, dass die Kickstarter-Kampagne, die dieses Spiel hervorbrachte, genauso erfolgreich bei einem sechsten Teil werden wird.

2.) Broforce

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Quelle: Dan [greuceanu] über Steamcommunity.com

Brooooooofooooorceeeeeeee. So oder so ähnlich wird man im Titelbildschirm des neuen Indie-Action-Krachers von Free Lives Games begrüßt. Das Spiel ist eine side-scrollende Hommage an solche Actionspiele wie Contra oder Turrican auf dem SNES, die anstatt selbst ausgedachter, clichéhafter Pixelprotagonisten liebevoll pixelierte, clichéhafte Hollywood-Actionheldenstars in die Schlacht schickt. Zusammen mit solchen Steroide-gepanschten Ikonen wie Bronan, Rambro oder dem Brominator zieht man in die Schlacht, um einem fiktiven Schurkenstaat die Demokratie beizubringen. Neben dem schier unendlichen Roster an Bros (bisher mehr als 25), ist vor allem der ausgefeilte Multiplayer das Hauptargument für Broforce. Die Umgebung in die Luft zu jagen, feindliche Schergen zu dezimieren und sich dabei nen lässigen High-Five zu geben, macht eben nur im Team Spaß und kleine Pixelhelden ganz groß!

3.) Dungeon of the Endless

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Quelle: Eurogamer.pl

Man kann von Dungeon of the Endless von den Amplitude Studios vieles behaupten: Die Pixelgrafik ist nicht unbedingt zeitgemäß; die Textmenge ist zu viel; oder, dass das Spiel an Stellen teils unfair hart wird. Aber eins ist sicher – mit Dungeon of the Endless ist endlich ein Spiel erschienen, was mit seinem Umfang definitiv Standards setzt. Seit Diablo oder dem alten Gauntlet hat sich bisher kaum ein Rogue-like getraut, ein dermaßen expansives Spielerlebnis zu bieten. Auch der Soundtrack ist preisverdächtig und untermalt perfekt die beklemmende, aber irgendwie poetische Atmosphäre.

4.) Gods will be Watching

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Quelle: Deconstructeam.com

Ganz harter Tobak. Mit dem interaktiven Point-&-Click Adventure von Deconstructeam kriegt man als Spieler Massenmord, Genozid, Folter und mehr dergleichen Themen ins Haus. In dem Science-Fiction-Setting spielt man unterschiedliche Personen, die in einen erbarmungslosen Konflikt zwischen den jeweils ethiklosen Parteien der galaktischen Föderation und der oppositionellen Terroristengruppe Xenolifers verstrickt sind. Aktiv muss man Resourcen und Personen managen und teilweise sehr unangenehme Entscheidungen über Leben und Tod treffen. Mit diesem zwar rauen, aber frischen Ansatz, dem durch Zufall gesteuerten Schwierigkeitsgrad, und den filmreif entwickelten Protagonisten schafft Gods will be Watching den feinen Spagat zwischen Philosophie und einem Tarantino Film. Großes Kino!

5.) Titanfall

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Quelle: Pcworld.com

Ob DOTA2, LoL, Starcraft oder CS GO – der Markt des kompetitiven Multiplayers schien bis März 2014 bereits prall gefüllt von etablierten Genres, die man bereits seit vielen Jahren kennt und liebt (oder eben nicht). Dann fällt Titanfall sprichwörtlich aus allen Wolken und schafft mit einem neuen Ansatz die Multiplayerszene aufzumischen. In dem Team-basierten First-Person-Shooter spielt man einen Soldaten im Krieg für eine von zwei intergalaktischen Parteien, die irgendwie um Ressourcen streiten. Die Geschichte an sich ist auch eigentliche Nebensache, wenn man bedenkt worum es wirklich geht: FETTE KAMPFROBOTER! Man kann sich für einen von mehreren turmhohen Metalungetümen entscheiden und nach einiger Zeit im Spiel sie vom Himmel zur Hilfe rufen – und natürlich selbst steuern. Neben neuen Spielmodi und der coolen Parkourfähigkeit, mit der man elegant an jeder Wand entlangsausen darf, schafft Titanfall es in seinen Multiplayerpartien durch die clever eingeflochtene Backgroundstory sowie sehr gut ausbalancierte Roboter zu beeindrucken, und entstaubt so das doch arg eingefahrene Genre.

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Die Top 10 der besten Game-Soundtracks

17. Dezember 2014
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Soundtracks und Scores, ohne sie wären Filme einfach nicht dasselbe. Stellt Euch vor ihr guckt einen Horrorfilm wie Halloween ohne seinen ikonische Score. Hmm Meyers steht hinter einem Baum…schön. Es wäre schlicht und einfach nicht spannend, gruselig oder gar unterhaltsam. Genauso verhält sich das auch beim Spielen von Videogames. Seit dem Kindesalter begleiten mich fröhliche Upbeat Tunes bei Super Mario Spielen, von der Klassik inspirierte Orchestermelodien beim Aufleveln in Japano-Rollenspielen oder nostalgische 80ger-Hits bei der Fahrt im Sonnenuntergang von Vice City (obgleich ich in den 80gern vlt. höchstens ein paar Jahre alt war ;). Deshalb möchte ich Euch meine TOP 10 lieblings-OSTs und Scores vorstellen. Ich weiß es ist vlt. nicht immer fair diese beide Arten musikalischer Untermalung zu vergleichen und zu ranken – aber ich versuch‘s trotzdem :P. Dabei könnte ich eigentlich sogar eine TOP 20 oder eine TOP 30 machen.

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10. Donkey Kong Country – Jungle Groove

Diese distinkten, treibenden Bässe sorgen bei mir immer dafür, dass auch beim 24. Mal Durchwetzen durch Kong Country ein unerklärlich vertrautes, tropisches Flair aufkommt und man einfach selbst im Dschungel abgrooven will.

9. C&C Alarmstufe Rot 2 – Grinder

Vielleicht liegt es daran, dass ich irgendwie totaler Metal- und Alarmstufe Rot 2 Fan war, aber der gesamte Soundtrack der doch etwas ausgegangen Geschichtsstunde hat mich damals einfach umgehauen. Russische Sprachsamples, pumpende Gitarren und unvergleichliche Dynamik machen diesen Soundtrack wirklich besonders. Besonders Hell March 2 oder Grinder sind meine Favoriten.

8. F-Zero – Mute City

Hach, was waren das nur für Multiplayer-Sessions am guten, alten SNES? Keine Ranglisten, kein Matchmaking und keine abgespackten 16-Jährigen, die alle was mit deiner Mutter hatten. Pures, ungefiltertes und arg pixeliges Fahrvergnügen par excellence. Mute City war vielleicht nicht die anspruchsvollste Strecke, dafür aber die mit dem besten Theme.

7. Mass Effect – Menu/Main Theme

Man kann vom Sci-Fi Beverly Hills und seinen schier endlosen Dialogen halten was man will. Aber der Menü/Main Theme ist eine Klasse für sich. Er kommt so unerwartet, sanft und erzeugt doch ein Gefühl der Größe, der Allmacht des unendlichen Weltraums. Ein moduliertes Dröhnen, das die Tonleiter von dem seichten C und G sanft zum E und D oszilliert und sich schließlich bis zum F und zurück zum D zurückarbeitet. Ein (Wel-)Traum!

6. Legend of Mana – Main Theme

Ganz ohne klassischen JRPG-Orchester-Bombast wird auch dieses Ranking nicht auskommen. Aber wenn schon, denn schon. Man mag ja Final Fantasy oder Zelda für den Gipfel spielebezogener Musikkomposition halten und zu den Live-Orchester-Konzerten in Köln gehen, aber Nuebu Uematsu oder Koji Kondo sind nur was für Hipster und fette Weeaboos. Die coolen Kinder aufm Schulhof haben schon immer Yoko Shimomura gehört. Ihre Scores für Live a Live und Parasite Eve stellen jeden Final-Fantasy-Soundtrack in jeder Hinsicht in den Schatten. Ach, ihr wisst sicherlich nicht mal was Live a Live für‘n geiles Game war…

5. Vice City – Flock of Seagulls – I ran

Es ist vielleicht etwas unfair Soundtracks und Scores mit echten, von Plattenlabels produzierten, Mainstream-Pophits zu vergleichen, aber was Rockstar 2002 mit dem sorgfältig nach Genres kuratiertem 80ger Soundtrack zu GTA Vice City ablieferte, sprengte jeden Rahmen meiner damaligen Vorstellungskraft. Hits die von speziell engagierten Radioprofis anmoderiert wurden, die Stimme von Laura Branigan, diese neonfarbenen Stulpen – all das sorgte für eine unverwechselbare und einzigartige Stimmung. Mir hat der Soundtrack so sehr gefallen, dass ich das Spiel ab der Hälfte schon gar nicht mehr richtig gezockt habe und nur noch Kopf-wippend den Strandabschnitt rauf und runter gefahren bin. Dann habe ich Vice City deinstalliert und mir den gesamten OST auf CD gekauft. Geil.

4. Hotline Miami – Jasper Byrne – Miami

Nochmal Schauplatz Miami, nochmal ein Soundtrack aus nicht speziell fürs Spiel produzierten Hits bestehend, nochmal komplett geil. Hotline Miami hat seinen Erfolg nicht nur seinem frischen (und irgendwie grausamen) Gameplay zu verdanken, sondern vor allem der perfekten Audiospur. Künstler und Bands wie M.O.O.N, Jasper Byrne oder Scattle verleihen dem Spiel mit ihren EDM/Gaze Clubhits eine Erhabenheit und Coolness, die man heutzutage nicht mal in Indie Film OSTs findet. Ja, ok, der Trailer war auch endlässig. Muss man einfach mal so sagen.

3. Silent Hill 2 OST – Akira Yamaoka – Promise

Silent Hill 2 war damals für mich das, was Twin Peaks für ältere Leute in den 90gern war. Und Akira Yamaokas Promise war Juliee Cruises Falling. Diese Mystik eines Ortes, der nicht nur nach Verzweiflung aussieht, sondern sie verkörpert; diese kranken Charaktere; die Einsamkeit und der Schrecken. Die Gesamtheit dieser Elemente wurde aufgespannt um Yamaokas grandiose Gitarren-Arrangements und das schon fast pop-fokussierte Keyboard. Mir läuft jetzt noch ein Schauer über den Rücken, wenn ich an Maria denke.

2. Terranigma – Light and Darkness

Auch wenn ich eigentlich JRPG-Musik nicht so mag, ist Terranigma die größte Ausnahme. Mal davon abgesehen, dass es wahrscheinlich eins der besten Spiele auf der Welt ist und immer sein wird, ist der Score dieses Games einfach unerreicht. Ich kann gar nicht ernsthaft in Worte fassen wie viele Gefühle und Emotionen solche Stücke wie „Light and Darkness“, „Prime Blue“ oder „Dark Side Field“ in mir wecken. Terranigma verstand es wie kein anderes Spiel, mit seiner Musik die Handlung nicht nur zu untermalen, sondern zu transportieren und zu kommentieren (siehe die Verve der „Erweckung der Vögel“ und „Tiere“ in Kontrast zu der beklemmenden Musik der „Erweckung der Menschen“). Und kommt schon, habt ihr nicht auch bei dem Ende feuchte Augen bekommen?!

1. Deus Ex – UNATCO

Ehre, wem Ehre gebührt. Das Spiel der Spiele. Ein König der Könige. Ein Spiel, das mit einem Schlag Computerspiele bei Erwachsenen salonfähig machte und bewies, dass Entscheidungsfreiheit und immersives Storytelling mehr wert sind als schnieke Grafik. In einer dystopischen, Bladerunner-artigen Zukunft, in der nur noch Mogule, Geheimbünde und Konzerne die Weltgeschicke lenken, während der Großteil der Population an künstlichen Seuchen krepiert, kann es nur einen Score geben. Und das ist der Deus-Ex-Soundtrack. UNATCO ist mit Abstand der beste Track, den es meiner Meinung gibt. Schlicht, unaufdringlich, jedoch auch dynamisch und ergreifend. Perfekt. Ihr wisst ja: Deus Ex – Every time you mention it, SOMEONE will reinstall it.

Bonus:

Spezielle Anerkennung geht auch an folgende Tracks:

Guitar Hero – Dragonforce- Through The Fire And Flames

Oni – Konokos Chase

Killer 7 – Rave On

Shenmue – Main Theme

Quasi alle Songs aus Parappa the Rapper aber insbesondere Chop Chop Master Onion

EVO – Extinction Theme

System Shock 2 – Med Sci 1

NFS Underground 2 – Snoop Dogg feat. The Doors – Riders on the Storm

Carmageddon TDR 2000 – Technology

Alle Mixes auf DJ Hero 1

Half-Life 2 Theme

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App Review: 9 Elefants

26. November 2014
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Alle, die wie ich früher „Professor Layton“ gespielt haben, dann aber zu geizig waren, einen 3DS zu kaufen, nur um die neuen Spiele spielen zu können, die haben nun einen kleinen Grund zur Freude! Mit „9 Elefants“ kommt jetzt ein Spiel zu Android und iOS, welches sich in die Tradition von Professor Layton einzureihen versucht.

Die Geschichte ist simpel: Professor Weissmann ist in Paris verschwunden, als er seine neue Erfindung der Öffentlichkeit vorstellen wollte. Nun machen sich seine Tochter Laura und der Kater Eustache auf die Suche nach ihm und kommen so immer näher an die geheimnisvolle Gemeinschaft der 9 Elefanten, die etwas mit dem Verschwinden des Professors am Hut zu haben scheinen. Um weiter zu kommen, müssen Laura und Eustache  auf ihrem Weg immer wieder knifflige Rätsel lösen. Diese sind ähnlich wie bei „Professor Layton“ manchmal mit Logik, dann mit Mathematik und auch teilweise mit Allgemeinwissen zu entknobeln. Durch die Rätsel bekommt man Punkte, die man dann einsetzen kann, um einen weiteren Elefanten aufzuspüren.

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Quelle: Anuman

Obwohl die Grafik des Spiels niedlich ist und an das japanische Original erinnert, wird „9 Elefants“ wahrscheinlich keinen Kultstatus erreichen. Das liegt sicherlich daran, dass die Geschichte zu fragmentiert und zu sehr in den Hintergrund gerückt wurde. Den Großteil des Spiels läuft man von einer Person zur anderen und löst Rätsel, dabei gibt es keine Abwechslung oder wirkliche Storyline, die das interessant machen könnte. Wortwörtlich läuft man nur zwischen den 4 Orten hin und her und tippt immer wieder die gleichen Personen an, um ein weiteres Rätsel zu erhalten und so Punkte zu sammeln. Die Rätsel sind von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, leider gibt es jedoch kein Tipp-System wie bei „Professor Layton“, welches einem weiterhilft, wenn man nicht weiterkommt.

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Quelle: Anuman

Ich bin noch nicht sehr weit gekommen und habe erst drei der neun Elefanten aufgespürt, jedoch fehlt mir aufgrund der ewigen Wiederholungen des Spiels und des Inhalts oft die Motivation zu spielen. Das ist sehr schade, da das Spiel Potential hat – Gerade deshalb, weil es kein Android-Spiel gibt, welches „Professor Layton“ das Wasser reichen könnte.

Ich hatte das Spiel damals kostenlos via Amazon erhalten, im Google Play Store kostet es derzeit 2,69€.

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App Review: Monsters Ate My Birthday Cake

12. November 2014
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Neben Adventure Games und Wimmelspielen schlägt mein Herz auch für knifflige Knobelspiele. „Monsters Ate My Birthday Cake“ (MAMBC) ist eines dieser Spiele. Darin spielt man Nico, einen kleinen Jungen, dem ein paar Monster dreister Weise den Geburtstagskuchen stibitzt haben. Daraufhin macht er sich mit seinem Dackel Bazooka auf Verbrecherjagt. Jedes Level führt ihn in eine andere Welt, in der er durch Knobeleien und das Verschieben von Kisten an seinen Kuchen kommt. Je mehr Level Nico erolgreich meistert und je mehr Kuchenstücke er mühsam wieder einsammelt, umso mehr gutartige Monster schließen sich ihm an.

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Quelle: Cartoon Network

MAMBC ist unglaublich niedlich gestaltet und illustriert. Man fühlt sich etwas an einen japanischen Trickfilm erinnert. Trotzdem sollte die putzige Grafik keinen falschen Eindruck erwecken. Das Spiel ist unglaublich tückisch, alles geht auf Zeit und in den späteren Leveln spielt man gleich mehrere Figuren, die je verschiedene Skills haben und zwischen denen man blitzschnell hin und her wechseln muss. So lenkt man die putzigen Wesen auf dem Spielfeld, stellt sie auf bewegbare Platten, lässt sie Kisten schieben und sammelt dabei Nicos gestohlene Kuchenstücke wieder ein.

Interessant ist auch die Steuerung des Spiels. Zum Wechseln der Charaktere tippt man die Figur an, die man gerade spielen möchte. Via Wischgesten „malt“ man dann den Weg, den die Figuren anschließend gehen sollen. Das ist innovativ und im positiven Sinne unüblich, jedoch nicht immer sehr präzise. Malt man etwas zu viel, rennen Nico und Co. an der eigentlichen Stelle vorbei. Das kostet Zeit und kann frustrierend sein.

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Quelle: Cartoon Network

Alles in allem gefällt mir das Spiel gut. Es ist wirklich sehr knifflig und viele Level erfordern mehrere Anläufe, um alle Geheimnisse zu lüften und das Level mit drei von drei Sternen abzuschließen. Derzeit kostet das Spiel 3,99 Euro bei Google Play, jedoch ist das Spiel sehr oft (!) reduziert oder sogar kostenlos erhältlich. Außerdem ist das Spiel nur auf Englisch.

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App Review: Guess the Movie

5. November 2014
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Guess the Movie ist eine App, die kostenlos daherkommt und eine Menge Spaß mit sich bringt. Wie der Name schon andeutet, muss man hier Filmtitel erraten. Das geschieht jedoch nicht irgendwie – Die Filme werden anhand abstrakter Piktogramme dargestellt. Diese sind manchmal leicht zu erkennen, manchmal muss man jedoch auch um die Ecke denken können, um an die Lösung zu kommen. Weiß man jedoch einmal nicht weiter, helfen einem Tipps und Hinweise wieder auf den richtigen Pfad. Kleiner Wermutstropfen: Die App ist auf Englisch und so müssen alle Filmtitel im Original eingetragen werden.

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Bildquelle: June Software Inc.

Je mehr Filme man richtig errät, umso mehr Level spielt man frei. Durch In-App-Käufe können Premium-Level und weitere Hinweise dazugekauft werden. Dies ist aber nicht notwendig, da auch in der kostenlosen Version genug Level zur Verfügung stehen. Ich als alter Film-Fan finde diese App genial. Manche Bilder sind richtige Kopfnüsse. Besonders viel Spaß macht es, wenn man dieses Spiel mit Freunden spielt, da jeder ein anderes Film-Wissen mitbringt und man in Teamarbeit die Lösungen ganz leicht erknobeln kann.

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App Review: Dream Chamber

22. Oktober 2014
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Ich liebe Adventure Games und freue mich immer, neue Spiele auch für Tablets und Smartphones zu finden. Eines davon war das Spiel Dream Chamber, welches mit 3,99 Euro im Google Play Store eher zu den preisintensiveren Apps gehört. Trotzdem wollte ich das Spiel ausprobieren.

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Quelle: Anuman

In Dream Chamber spielt man Charlie, einen reicher Schnösel, der gerade seine Karriere als Privatdetektiv begonnen hat und sofort in seinen ersten Fall stolpert. Bei einer Kunstausstellung werden kurzerhand wertvolle Objekte entwendet, unter anderem jene, die die Familie seiner Freundin der Galerie gestiftet hat. Charlie macht sich also auf Verbrecherjagt im Amerika der 30er Jahre. Spannend dabei ist, dass man dabei auf zwei Bewusstseinsebenen agiert. Charlie hat nämlich die einzigartige Fähigkeit, im Traum bereits besuchte Orte erneut zu begehen und dann übersehene Hinweise oder Rätsel an sich zu nehmen. So wechselt man zwischen Traum und Wirklichkeit hin und her und kommt der Verbrecherbande immer mehr auf die Schliche. Auch individuell gestaltet sind die Befragungen von Verdächtigen und Zeugen, die Charlie in Form von Ritterkämpfen austrägt. Der Widerstand der befragten Person ist eine Burg aus festem Stein, die Charlie mit den richtigen Fragen und genau platzierten Kanonenkugeln in fünf Runden zu Fall bringen muss. Dabei ist auch das Geschick des Spielers gefragt, der die Kanonenkugeln richtig einsetzen muss.

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Quelle: Anuman

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Quelle: Anuman

Obwohl das Konzept der App interessant und außergewöhnlich ist, hat mich das Spiel leider nicht überzeugt. Es kommt selten von, dass ich Spiele beginne, die mir letztlich gar nicht gefallen, jedoch war Dream Chamber einer dieser Fälle. Charlie ist eine sehr unsympathische Hauptfigur, dessen reiche Dreistigkeit und selbstgefälligen Sprüche nicht Humor, sondern Abneigung auslösen. Es macht keinen Spaß, einen arroganten und hochnäsigen Typen zu spielen, auch wenn er in ein 1930er-Setting mit passender Saxophonmusik gesteckt wurde. Auch die Befragungen der Verdächtigen sind nicht gut gelungen. Die Idee mit der Ritterburg des Schweigens, die man mit den richtigen Fragen durchbrechen muss, ist originell, jedoch auf Dauer anstrengend. Die richtige Kombination aus Fragen und der Platzierung der Kanonenkugeln herauszufinden ist schwierig, und so muss man manche Befragungen bis zu 5 Mal durchspielen, bis die richtige Zusammenstellung gelingt. Alles in allem verliert Dream Chamber aufgrund der unsympathischen Figur und des teilweise repetitiven Game-Plays viele Punkte, die die interessante Traum-Komponente vorher etabliert hat. Ich würde diese App nicht weiterempfehlen, da sie die 3,99 Euro nicht wert ist.

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App Review: Doodle God und Doodle Kingdom

15. Oktober 2014
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ippDoodle God und Doodle Kingdom sind zwei Apps, die ich vor einiger Zeit gespielt habe und die mir so gut gefielen, dass ich darüber berichten wollte. Die beiden Apps sind Games und sind im Genre Knobelspiele einzuordnen. Ziel ist es, durch Kombinationen von verschiedenen Elementen und Gegenständen neue Elemente und Gegenstände zu erschaffen. Das ist spannend, da das Spiel sowohl echten physikalischen Gesetzen gehorcht, manche Elemente aber nur durch „Um die Ecke denken“ erschaffen werden können. Mischt man zum Beispiel das Element Wasser mit dem Element Feuer, bildet sich Alkohol. Ei und Sand verbunden ergibt Schildkröte. So knobelt man sich nach und nach durch verschiedene Element-Typen und erschafft ein ganzes Universum an Gegenständen. Doodle Kingdom funktioniert nach dem gleichen Prinzip, nur dass dort auch magische Elemente und Wesen vorkommen.

Beide Apps haben abseits des eigentlichen Spiels noch Sonderaufgaben. Diese sind besonders schwierig, da man ein vorgegebenes Ziel erreichen muss und dazu nur eine Anzahl an Elementen hat, die verschieden kombiniert das richtige Ergebnis liefern. Bei Doodle God hat man zum Beispiel die Aufgabe, alle wichtigen Erfindungen von 1900 – 2000 zu kreieren. So bilden Glas und Sonne eine Sonnenbrille, Brot und Elektrizität den Toaster und verbindet man Mensch mit Wissen, erscheint ein Lügendetektor.

Beide Spiele sind unheimlich kreativ und in ihrer Einfachheit leicht und intuitiv zu verstehen und zu bedienen. Teilweise sind die Knobeleien echt knifflig. Beide Apps kosten bei Google Play je um die 2,30 Euro, jedoch habe ich auch gelesen, dass es Doodle God auch als kostenloses Browserspiel gibt.

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Doodle God: Spielübersicht

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Doodle God: Kombination der verschiedenen Elemente

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Doodle Kingdom: Spielübersicht

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Doodle Kingdom: Verschiedene Elementgruppen

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App Review: CrossMe

9. Juli 2014

Meine absolute Lieblingsapp ist derzeit CrossMe. Das ist ein Spiel, das eine Mischung aus Malen-Nach-Zahlen und Sudoku ist. Jedes Level hat ein Kästchen, das in Spalten und Zeilen unterteilt ist, welche wiederum Kästchen bilden. An den Seiten stehen Zahlen die angeben, wie viele der kleinen Kästchen dunkel eingefärbt werden müssen. Steht da zum Beispiel ein sechs, müssen sechs aneinanderliegende Felder eingefärbt werden – Wo das ist, ist das Rätsel. Der Spieler hat nun die Aufgabe durch Knobeln und logische Kombinationen herauszufinden, welche Kästchen an welcher Stelle eingefärbt werden müssen. Ist nur eine Zahl an der Spalte angegeben, ist es relativ leicht. Wirklich schwer wird es jedoch, wenn zwei oder drei Zahlen vorhanden sind. Am Ende kommt wie bei Malen-Nach-Zahlen ein Bild heraus: Mal ein Schiffchen, dann ein Schuh oder ein Adler.

Obwohl die App immer das gleiche Spielprinzip verfolgt, wird es einem nie langweilig. Im Gegenteil, je weiter man kommt, desto kniffliger werden die Level und desto größer werden die Kästchen. Das Spiel ist super für Unterwegs und lässt meine einstündige Ubahn-Pendelzeit pro Tag wie im Flug vergehen.

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Via

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Game Review: Lost Light

18. Juni 2014

2014-06-17-19-26-04Durch Zufall fand ich die App „Lost Light“ im Google Play Store und habe sie kurzerhand heruntergeladen. Schließlich kostete sie nur 1,50 Euro. Neben der schönen Grafik und den liebevollen Animationen gefiel mir sofort das Spielprinzip. Lost Light ist nämlich ein Puzzle-Spiel, bei dem man blitzschnell verschiedene Zahlenkombinationen machen muss. Kombinationen sind immer Abhängig vom Zahlenwert. Möchte ich zum Beispiel eine 3er-Kombo machen, muss ich aus den mir vorliegenden Zahlen (mit den Zahlenwerten 1-5) versuchen, so schnell wie möglich drei Mal die drei zu bilden. Das geht, indem ich drei Steine mit dem Wert eins zusammen ziehe, oder einen einser Stein mit einem zweier Stein verbinde. Je höher die Kombination, desto mehr Zahlen des gleichen Werts muss ich bilden. Bei einer 4-Kombi also vier mal die Zahl vier, bei einer 7er-Kombo muss ich so viele Zahlen kombinieren, bis ich sieben mal die sieben gebildet habe. Das alles geschieht unter Zeitdruck und ist von Level zu Level unterschiedlich. Mal muss man hintereinander verschiedene Kombos bilden, mal in einer Minute eine bestimmte Anzahl von Punkten sammeln und so weiter. Mit fortlaufender Spielzeit werden die Aufgaben immer kniffliger und die Kombos schwerer. Trotzdem macht das Spiel total Spaß und es ist echt schade, dass ich alle verfügbaren Level geschafft habe. Ich warte also auf ein Update 🙂

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Game Review: Monument Valley

8. Juni 2014

Screenshot_2014-05-25-17-50-57Ich habe mich total gefreut, als die App Monument Valley nach einigen Monaten im iOS-App Store auch für Android herauskam und musste sie natürlich sofort haben. Für knapp 3,60 Euro ist sie zwar eine der teureren Apps, aber aufgrund der genialen Grafik und des Gameplays jeden Cent wert.

In Monument Valley schlüpft man in die Rolle einer kleinen Prinzessin und muss ihr helfen, ihren Weg vorbei an komischen Raben zum Ziel zu führen. Durch die surreale Architektur und unmögliche Geometrie wird die App zu einem echten Knobelspaß. Jedes Level umfasst ein eigenes Monument, welches erforscht und erklommen werden muss. Am Ende des Levels findet sich häufig ein Knopf, den die Prinzessin betätigen muss, um in ein weiteres Level zu kommen. Um zu dem Knopf zu gelangen, muss man das Monument von allen Seiten drehen und manchmal die geometrischen Regeln zu brechen um einen Weg zu finden. Das Spiel ist nach dem selben Muster wie das Penrose Dreieck aufgebaut und man muss häufig um die Ecke denken, um den richtigen Pfad zu finden.

Ebenfalls großartig ist die Grafik, die mit Pastellfarben und niedlichen Designs dem Spiel einen märchenhaften Touch verleihen. Durch die verschieden gestalteten Level wird die App auch nicht langweilig. Im Gegenteil, man fragt sich, welche geometrische Unmöglichkeit als nächstes auf einen zukommt.

Leider hat das Spiel derzeit nur 10 Level, soll in der Zukunft aber mir mehr Leveln ausgestattet werden. Ich freu mich drauf! Monument Valley könnte für mich die beste App für 2014 werden. Aber ich habe noch nicht Hitman angespielt, der Kampf um den ersten Platz des Siegertreppchen ist also noch offen.

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