Browsing Tag

Fotografie

Fotografie

Diana F+ Basics: Anbringung des „35 mm Backs“

17. Juli 2013

CIMG1929 Hallihallo und Herzlich Willkommen zum dritten und vorerst letzten Teil meiner „Diana F+ Basics: Rückendeckelaustausch“-Reihe. Dieses Mal dreht sich alles um die Anbringung des „35mm Backs“, welcher es einem erlaubt, herkömmliche Filme bei der Diana zu benutzen. yay 🙂 Dazu muss man nur seine Kamera von dem ganzen Mittelformatfilm-Kram erlösen. Wie das geht zeige ich hier. Sobald diese fitzelige Arbeit erst einmal geschafft ist, muss man nur den 35mm-Aufsatz zur Hand nehmen und diesen auf die Kamera schieben, bis alle Ecken perfekt auf einander sitzen. Dann wie auch beim dritten Bild in diesem Artikel zu sehen ist den unteren Schalter auf „zu“ oder „lock“ schieben und den Film einlegen.

CIMG1930Hier wird’s ein bisschen knifflig. Der 35mm Back verfügt über vier Bildformate:

33 x48 mm (belichtete Perforation; 27 Bilder/Film)

24 x 48mm (unbelichtete Perforation; 27 Bilder/Film)

33 x 34mm (quadratisches Bild mit belichteter Perforation; 36 Bilder/ Film)

24 x 36 mm (rechteckiges Bild ohne Perforation; 36 Bilder/ Film)

Die Wahl des Bildformats hängt ausschließlich vom persönlichen Geschmack des Photographen/ der Photographin ab und jede Einstellung hat andere Effekte parat. Für jedes Format gibt es eine entsprechende Format-Maske, die in das Gehäuse eingesetzt wird. Glücklicherweise hat jede Maske schon die entsprechenden Zahlenwerte (z.B. 24 x 48 mm) aufgedruckt, also muss man nur das richtige nach Belieben auswählen und einsetzen. Fertig!

CIMG1931 Darüber hinaus gibt es für die verschiedenen Filmformate zwei Einstellungen: N und P. Bei Formaten wie 33×34 und 36×24 sollte der Regler auf N gestellt werden und P verwendet die Formate 33×48 und 24×48.

Um den Film letztlich zu laden, ziehe die Kurbel der Spule bei geöffnetem Rückenteil heraus und stecke den Film umgedreht auf die linke Seite; ziehe den Film über die Format-Maske und stecke das Ende des Films in die Löcherung der schon eingesetzten Spule auf der rechten Seite der Kamera (sichtbar auf Bild 2).Drehe das Film-Vorspul-Rädchen, um den Film etwas aufwickeln zu lassen.

Danach schiebe das Rädchen  auf der Innenseite des Rückendeckels ein wenig, so dass in dem kleinen, runden Sichtfeld über dem N/P-Sichtfeldern ein weißer Kreis zu sehen ist (entsprechend natürlich das Sichtfeld, welches zu der Einstellung passt, die du gewählt hast. Machst du Fotos mit der N-Einstellung, dann muss der weiße Kreis in dem Sichtfeld über dem N-Sichtfeld zu sehen sein).  Danach den Rückendeckel zuklappen und Film-Vorspul-Rädchen so lange drehen, bis in dem runden Sichtfeld Neben der N-Markierung (Bzw P, wenn du die P-Einstellung benutzt) eine 1 erscheint.

Ist der Film verknippst und lässt sich nicht mehr weiterdrehen, dann den Hebel auf der unteren rechten Seite der Kamera herausziehen und im Uhrzeigersinn drehen. Das Spult dann manuell den Film zurück. Sobald die Spannung nachlässt, ist der Film zurückgespult und die Rückenklappe des 35mm-Backs kann geöffnet werden. Vorher nicht, das belichtet den Film und alles ist futsch. Der 35mm spult den Film NICHT automatisch zurück, das muss manuell passieren.

Das war’s auch schon 🙂 So schnell und relativ einfach ist die Anbringung des 35mm Backs. Hat man erst einmal den Dreh raus, geht das auch alles schnell und gediegen. Bis zum nächsten Mal!

Fotografie

Diana F Basics: Anbringung des Instant Backs

3. Juli 2013

01

Letzte Woche habe ich darüber gebloggt, wie man den Rückenteil der Diana F+ entfernen kann. Das ist eine Fitzelarbeit, bei der man gut aufpassen muss, die dünnen Plastikplättchen der einzelnen Teile nicht abzubrechen. Hat man es jedoch erst einmal erfolgreich hinter sich gebracht, kann man die nackige Diana gleich in bester Transformers-Manier in eine komplett neue Kamera verwandeln. Heute widme ich mich dem Anbau des extra für die Diana angefertigten Instant Back.

Der erste Schritt dieses Bäumchen-wechsel-dich-Spiels besteht darin, die mitgelieferte Korrekturlinse einzubauen. Das geht sehr leicht, in dem man, wie im Bild links zu sehen, die Korrekturlinse genau in die Ausbuchtung vor (hinter?) der eigentlichen Linse der Kamera parkt. Die Korrekturlinse ist dafür da, um die Fokussierung des Bildes zu richten.  02 Der Fuji Instax-Film, den man mit dem Instant Back benutzt, besitzt eine Filmempfindlichkeit von 800 ISO, was für die meisten Aufnahmen der Diana bei Tageslicht zu hoch ist. Die Korrekturlinse reduziert also die Empfindlichkeit des Films auf 400 ISO, was die Benutzung des Instant Backs mit dem „normalen“ Rückenteil der Diana identisch macht. Man kann also wie gewohnt Bilder schießen und sich dabei – mehr oder weniger – auf die Fokuseinstellungen der Diana verlassen. Um die Linse nachher wieder aus der Halterung zu entfernen, drückt man einfach die beiden „Ohren“ der Linse zusammen und zieht sie heraus.

Als nächstes bringt man den Instant Back an. Dazu schießt man die beiden Schienen der Kamerateile ineinander, bis alles einrastet und festsitzt.

03Auch der darauffolgende Schritt ist recht einleuchtend. Nachdem der Instant Back erfolgreich auf der Kamera angebracht wurde, muss alles noch Lichtdicht verschlossen werden. Dazu einfach den Schieberegler unter der Kamera von „auf“ auf „zu“ schieben 😉

04Anders als die herkömmliche Diana braucht der Instant Back zum Auswerfen der Bilder Strom, also Batterien. Leider sind das keine AA Standardbatterien, sondern 2 unglaublich teure CR-2 Batterien. Diese werden in Deutschland nur einzeln verkauft und ich habe bisher noch keine Akkus dafür gefunden…

 

 

05  Als letztes fehlt nur noch der Film. Diesen packt man natürlich zuerst aus und legt diesen an ein. Die gelbe Markierung am Instant Back und am Film zeigen noch einmal die fachgemäße Handhabung… eigentlich kann dabei nichts schiefgehen. Okay, das war’s eigentlich. Gar nicht so schwer, oder?

06Bei der ersten Benutzung des Films muss man den Lichtschutzschieber des Fuji Instax-Films noch entfernen. Dazu schiebt man den Regler nach rechts und drückt auf den Filmauswurfknopf. Danach kann’s schon losgehen. Mein Tipp wäre, den Instant Back immer nur dann anzuschalten, wenn man den Film auswerfen möchte, also quasi direkt nach der Aufnahme. Zum Fotografieren drückt man ja immer noch den manuellen Auslöser der Diana. Das schont zum einen die teuren Batterien und beugt auch eventuelle Unfälle vor. Denn, drückt man ausversehen auf den grünumrandeten Knopf, so schießt das Instax raus, ob nun belichtet oder nicht. Ich habe meine Batterien im März 2012 in England gekauft (dort sind sie komischerweise günstiger und auch im Doppelpack erhältlich!) und die sind noch komplett tiptop. Und noch einmal, was das oft falsch verstanden wird und zu viel Ärger und Stress führen kann: Der Grüne Knopf ist nicht der Auslöser der Kamera, sondern nur zum  Auswerfen der Fotos. Ausgelöst wird mit dem normalen Auslöser der Diana rechts neben der Linse.

Fotografie

Diana F+ Basics: Entfernung des Rückenteils

26. Juni 2013

Die Diana-Kameras sind großartig, weil sie so wandelbar sind. Mit neuen Rückenteilen kann man eine herkömmliche 120mm-Diana in eine Sofortbildkamera oder eine Standard-35mm-Kamera verwandeln. Alles schön und gut, aber wie funktioniert das? Hier meine kleine, bebilderte Anleitung zum völligen, jedoch fachgerechten Entkernen der Diana.

Vorneweg noch eine kleine Erklärung zu der Diana, die ich bei vorherigen „Diana Basics“ nicht erwähnt habe, da in der Kamera ein Film geladen war und ich das deswegen nicht zeigen konnte.

01 Die Diana verwendet standardmäßig 120mm Film, kann aber verschiedene Filmformate produzierten, die sich über die links abgebildeten Plastik-Masken einstellen lassen. Es gibt drei Fotogrößen, welche je eine andere Maske (oder eben keine) verlangt. Dazu lässt sich folgendes sagen:

 

– ohne Maske kannst du 12 quadratische Fotos machen (5.2cm x 5.2cm).

– mit der kleinen Maske kannst du 16 kleine rechteckige Bilder machen (4.2cm x 4.2cm).

– mit der zweiten kleinen Maske kannst du ein Endlospanorama aufnehmen.

02Die Rahmenmasken legt man vor dem Film in die Kamera ein, dazu entfernt man den Rückenteil und legt die Maske in die Maskenhalterung ein, also vor die Linse. Wichtig ist auch, dass jede Plastik-Maske eine weitere Einstellung benötigt. Diese findet man auf der Rückseite. Und zwar sieht man dort einen Schieberegler, welchen man auf „12“ und auf „16“ schieben kann. Wie man sich schon denken kann, bestimmt die Zahl jeweils die Anzahl der Bilder, die letztendlich machen kann. Schiebe den Regler bei der kleinen Maske und bei der Panorama-Maske auf 16. Für die Einstellung ohne Maske muss der Regler auf 12 stehen. Das ist ganz leicht zu erklären: Da die Bilder ohne Maske größer sind als mit, kann man bei gleichem Film natürlich ohne Rahmen-Maske weniger Bilder schießen.

Okay weiter geht’s.

03 Um einen neuen Rückteil auf die Diana anzubringen, muss der alte erst einmal weg. Dazu schiebt man den Hebel auf der Unterseite der Kamera auf „auf“ und schiebt den Rückendeckel von der Kamera. 04

Danach muss man die Rahmenmaske natürlich entfernen (1). Das geht mit langen Fingernägeln recht einfach: in der Ausbuchtung an der Unterseite die Maske leicht nach oben drücken und heraushebeln. Danach auch die Spule (2) aus der Halterung nehmen. Beides sicher verwahren!

05Der nächste Schritt ist etwas schwieriger. Dabei muss die Spulenhalterung entfernt werden. Wie man sieht hat die Halterung links und rechts vorstehende Seitenteile, die schnell abbrechen können, deswegen niemals daran ziehen. Wenn die Seitenteile abbrechen, kann man die Diana in ihrer Ursprungsformation nicht mehr benutzen. Deswegen drückt man 06die Plastikhalterung an zwei vervorstehenden Befestigungen nach unten. Auf dem rechten Bild sieht man die Teile noch einmal von unten. Leider konnte ich das anders nicht fotografieren. Aber man sieht sie recht deutlich, wenn man eine Diana vor sich hat. Manchmal haken die Befestigungen leider, deswegen muss man das einige Male wiederholen. Wie schon erwähnt, sollte man sich dabei viel Zeit lassen und nicht zu überstürzt oder zu doll daran rumzerren. Die Diana besteht leider komplett aus Plastik, was recht schnell und bei falscher Handhabung brechen kann.

07 So sieht die Diana schließlich aus, wenn alle Kondimente entfernt sind. Auf diesen Nakkedei kann man jetzt alle Rückenteile anbringen – wie das geht werde ich in den nächsten zwei Einträgen exemplarisch und natürlich mit Fotos zeigen. Ganz wichtig ist jedoch, die Einzelteile der Diana bei Nichtbenutzung sicher aufzubewahren. Ist erstmal eine Sache weg oder zerbrochen, kann man die Kamera nicht mehr benutzen und das wäre schade.

Fotografie

Review: Fuji Instax Close Up Linse

12. Juni 2013

BildZu meinem Geburtstag schenkte mir mein lieber Freund eine Close-Up Linse für meine Fuji Instax, um Selbstportraits und Dergleichen aufzunehmen. Wie alles von Fuji wurde auch diese Linse in Japan und für den japanischen Markt entwickelt (und in China hergestellt), weswegen auch die entsprechenden Anweisungen auf der Rückseite auf Japanisch sind. Bild

Meine Japanischkenntnisse mögen vielleicht etwas eingerostet sein, sind jedoch noch besser erhalten, als ich gedacht habe. Und die Bilder sind ja auch in gewisser Weise selbsterklärend. 40-60cm vom Objekt fotografieren und zum Selbstportrait sich in dem kleinen Spiegel neben der Linse für das perfekte Ergebnis positionieren. Jedoch hat mich die kleine Zeichnung mit den Rechtecken in gestrichelter und durchgezogener Linie etwas verwirrt. Zum Glück hat mir eine Freundin bei der Übersetzung geholfen – Danke noch einmal an dieser Stelle.

Ihre Übersetzung lautete:

„Ungefähr ein Objekt von der Größe eines A3-Blattes wird abgebildet. Bei einer Entfernung von 45cm entsteht zwischen dem was du im Finder siehst und was dann rauskommt, eine Verschiebung von 4cm nach rechts unten.“

Okay Fotografie artet in Mathematik aus 🙂 Heißt das, dass man die Kamera 4cm nach links oben verschieben muss, damit das, was letztendlich auf dem Bild entsteht, auch das ist, was man fotografieren möchte?Es braucht auf jeden Fall etwas Übung!

BildSo sieht die Instax mit der Linse aus. Man sieht sogar meine Hand und die Digicam im Spiegel.

Ich habe schon einige Bilder mit der Close Up-Linse gemacht und muss sagen, dass sich Selbstportraits sehr gut und einfach durchführen lassen. Ich würde jedoch empfehlen, die Kamera um 90° zu drehen, so dass der Spiegel ‚oben‘ ist und das Motiv dann quer auf dem Instax erscheint (also der weiße Rand, an dem man das Instax letztendlich anfasst, auf der rechten Seite, anstatt unter dem Motiv ist – ist das verständlich? XD), so hat man mehr Spielraum und man ist auch größer auf dem Bild zu sehen. Hochkant (’normal‘, siehe nächstes Bild) zu fotografieren staucht das Motiv und macht es kleiner, was bei den visitenkartengroßen Instax oft schwer zu erkennen ist.

Die tatsächliche Close-Up Funktion ist jedoch etwas trickreicher. BildHier seht ihr meinen ersten Versuch, der doch ziemlich in die Hose gegangen ist. Die süße Mickey Mouse-Tasche, die ich eigentlich mittig haben wollte, ist an den Rand gequetscht und auch nur halb drauf. Ich glaube, dass diese Linse sich besonders eignet, wenn das Motiv entweder einen schönen Hintergrund hat, bei dem eine Verschiebung nicht so schlimm wäre, oder wenn das Motiv etwas abstrakter ist und es keinen bestimmten Fokus gibt. Graffiti, Mosaike oder Blumenwiesen kann ich mir gut als Close-Up Motiv vorstellen – einzelne Gegenstände gestalten sich damit eher schwieriger.

Alles in Allem würde ich die Linse als gut bewerten. Sie ist einfach zu montieren, leicht zu bedienen und liefert gute Ergebnisse. Einzig die Verschiebung um 4cm ist etwas negativ, bzw. verlangt Übung, was bei den doch recht preisintensiven Instax ein Problem werden kann.

Fotografie

Diana F+ Basics: Lightpainting

5. Juni 2013
Bild

Lightpainting Lomography

Lightpainting, oder auch Lichtmalerei, wie’s so schön im Deutschen heißt, ist eine der spannendsten und kreativsten Disziplinen der Lomography. Sie verbindet in gewisser Weise die Langzeitphotographie und das Benutzen und Lichtquellen zum Malen von Figuren und Formen. Der Kreativität ist also keine Grenze gesetzt.

Ich war vor einigen Monaten in einer eisigen Februarnacht (ok es war 19 Uhr, aber es war Stockfinster und Dank Schnee und Eis -7°C) mit einigen anderen Lomographen auf einem Parkhausdach hier in Berlin und wir haben uns dem Thema der Lichtmalerei gewidmet. Da es ein offizieller Lomography-Workshop war, wurden uns die Kameras und die Filme gegen eine Leihgebühr von 15€ gegeben, weswegen ich diese Fotos nicht mit einer Diana F+, sondern mit einer dieser knuffigen Lubitel 166 geschossen habe. Da aber auch die Diana die gleichen Tricks draufhat, modele ich das einfach klammheimlich zu einem Diana F+-Basics zusammen 🙂 Das Besondere an den Lubitel-Kameras ist, dass man nicht wie bei herkömmlichen Analogkameras durch einen Sucher guckt, sondern von Oben durch eine Klappe. Auch stellt man die Linse durch drehen fest, was nicht ganz leicht ist, da man dabei wie gesagt von oben auf die Linse schaut. Auch stellt die Kamera nicht unlimitiert scharf, sondern nur in Meterabständen…ein Meter, zwei Meter, 30cm, etc. Ein Test, der bestimmt, ob auch alles richtig eingestellt ist und ob die Linse auch das gewünschte Objekt in einem bestimmten Abstand X scharf darstellt ist zu gucken, ob die zweigeteilte Linse richtig und perfekt horizontal aufeinander liegt. Das zu beschreiben ist schwer, schwerer ist es auch, diese Symmetrie durch diese futzelige Linsenöffnung zu erkennen. Für Schnappschüsse ist das nichts, haha. Da kommt man sich eher vor wie 1907.

Bild

Lightpainting Lomography

Anyways. Lichtmalerei funktioniert natürlich nur bei Dunkelheit, damit das Licht, beziehungsweise das Gemalte auch zu sehen ist. Dazu wird die Kamera auf „Bulb“ gestellt und ein 100 ISO-Film eingesetzt. Auch haben wir ein Stativ benutzt, damit das Bild nicht verwackelt wird und dazu einen Kabelauslöser. Ausgestattet mit Leuchtröhren, Leucht-Hula Hoops und Taschenlampen ging’s dann los. Kamera montieren, Bulb, Scharfstellen, Film weiterdrehen (wenn notwendig) und Kameradeckel ab. Derjenige, der mit dem Licht dann „malt“ sollte schon einige Sekunden vor der Betätigung des Auslösers loslegen, damit auch von Anfang an genug Licht durch die Linse kommt. Was danach kommt, ist einem selbst überlassen. Man kann mit mehreren Leuchten gleichzeitig hantieren, man kann jegliche Formen und Figuren rekreieren und, wenn man erfahren ist, auch mit Drahtwolle und Feuer coole Effekte zaubern.

Bild

Lomography Lightpainting

<– Dieses Bild ist mein Favorit, weil es mit der Raumtiefe spielt, bzw. sie ausnutzt. Dazu ist unser Lichtmeister mit einem Leuchtstab und kreisenden Bewegungen von der Kamera weg nach hinten gelaufen (mit Gesicht zur Kamera natürlich, sonst würde sein Rücken alles verdecken).

Es gibt wirklich unendlich viele Möglichkeiten, mit Licht coole Effekte und Formen auf Fotopapier zu bringen. Leider (oder zum Glück?) kann man diese Spielereien nicht alleine machen, aber zu zweit macht so etwas natürlich auch immer mehr Spaß und man kommt auch auf andere Ideen.

Hier noch meine Top 3 Tipps für Motive:

– Vorbeifahrende Züge

–  Sich auf einer Brücke über einer Straße platzieren und die vorbeifahrenden Autos knipsen.

– Menschen durch Lightpainting in „Engel“ verwandeln; dazu braucht man drei Leute. Einen Photographen, einen Engel, der sich mit ausgebreiteten Armen vor die Kamera stellt und jemanden, der mit einem Leuchtstab Flügel malt, oder die Arme des „Engels“ nachzeichnet. Natürlich können auch Engel in Teufel verwandelt werden, dazu braucht man dann vielleicht verschiedenfarbige Leuchten.

Fotografie

Diana F+ Basics: Diana F+ Instant Back Mehrfachbelichtung

15. Mai 2013

Auch wenn es in meinem ersten Artikel über den Diana Instant Back nicht so klang, ich mag diese Art der Sofortbildphotographie sehr. Ja, es hat viel Zeit und Mühe und Tränen gekostet, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, dann ist der Instant Back eine tolle Sache. Besonders großartig ist nämlich, dass man damit die gleichen Tipps und Tricks der analogen Photographie, welche auch bei der normalen Diana-Kamera möglich sind, auch hier zur Verfügung hat – nur halt mit Sofortresultat. Sehr spannend sind meiner Meinung nach die Mehrfachbelichtungen. Was das genau bedeutet ist sehr einfach: Wenn man ein Foto macht, dann, ganz rudimentär ausgedrückt, fällt Licht durch eine Linse auf ein Negativ und dieses Negativ wird dann belichtet. Das heißt, dass Chemikalien angeregt werden, die das fotographierte Bild auf dem Negativ abdrucken (das klingt jetzt sehr metaphorisch und blumig, ist jedoch natürlich ein sehr technischer Vorgang, den ich auf Grund meines literaturwissenschaftlichen Knacks‘ nicht anders ausdrücken kann 😉 ). Mehrfachbelichtungen heißt dann folgendermaßen nur, dass man den gleichen Negativ doppelt oder halt mehrfach belichtet. Das geht bei analogen Kameras ganz einfach, indem man den Film nicht weiterspult. Motiv wählen, Auslöser drücken, neues Motiv wählen, knipps knipps, Film weiterdrehen.

Bei den Instax ist das eine andere Geschichte, denn diese sind Filmpositive, das heißt, dass sich das Bild durch Lichteinfall entwickelt, also meist dann, wenn das Sofortbild aus der Kamera geschossen kommt. Bei den Fuji-Instaxkameras geschieht das Auswerfen des Films automatisch, beim Instant Back muss man manuell einen Knopf drücken, was einem die Chance gibt, mehrmals den Auslöser zu betätigen. Trotzdem gibt es Dinge, die man beachten sollte: denn, obwohl das Instax beim Instant Back so lange in der Kamera verweilt bis man den entsprechenden Knopf drückt, das Bild fängt schon im Instant Back an sich zu ‚entwickeln‘. Das heißt, je länger man zwischen den Aufnahmen wartet, umso mehr unterscheiden sich die Schüsse in Sichtbarkeit, Sättigung, etc. Wenn die Chemikalie erstmal das Fotopapier belichtet, dann ist es schwer, noch einmal zu belichten.

Mein Tipp ist also: zwischen den Schüssen sollten nur wenige Sekunden vergehen, am Besten unter 80Sek, dann ist das Ergebmis am gleichmäßigsten. Natürlich ist das von der Wetterlage und Sonneneinstrahlung abhängig und keine unumstürzbare Regel.

Ich  habe, damals noch in London lebend, bei gleicher Wetterlage (sonnig, wolkenlos) und nur wenige Minuten von einander entfernt drei Instax mit unterschiedlichen Blendeneinstellungen gemacht:

1) Blendeeinstellung F11 („cloudy“)

01 ← Offensichtlicherweise ist dieses Bild zu überbelichtet… trotzdem erkennt man noch das Männergesicht in der unteren rechten Hälfte des Bildes, welches ist über einen Blumenstrauß photographiert habe.

Durch die Überbelichtung (die Blende war zu groß, es gab zu viel Lichteinfall) erkennt man beide Motive zwar noch, es sind jedoch zu viele weiße Stellen zu sehen und alles ist sehr ausgewaschen.

Beide Bilder habe ich ca eine Minute von einander entfernt aufgenommen.

02Das zweite Bild ist mit der → Blendeeinstellung F16 („partially cloudy“) aufgenommen und hat auch 80Sek – eine Minute Zeit zwischen den beiden Aufnahmen. Man sieht auch ganz deutlich, dass das Bild nicht mehr ganz so überbelichtet ist.

↓Last but not least, das dritte Bild03, welches zwar von der Blendeneinstellung (F22 „Sunny“) am Besten funktioniert hätte, jedoch durch den großen Abstand zwischen den zwei Schüssen das ungleicheste Ergebnis produziert hat. Die Blumen sind fast komplett entwickelt und das, was ich dadrüber gelegt habe, ist fast gar nicht mehr zu erkennen. Schade eigentlich. Aber ich weiß jetzt, dass man sich am Besten schon vorher die beiden Motive aussuchen sollte, die man fotophraphieren möchte, damit der eigentliche Ablauf nicht durch so etwas verzögert wird.

Zur Motivwahl meine Tipps:

1. Sucht Motive mit unterschiedlichen Größen, Farben oder geometrischen Figuren um schöne Komtraste zu erzielen.

2. Zweimal das gleiche Motiv aus unterschiedlicher Entfernung/aus unterschiedlichem Blickwinkel gibt tolle Effekte

3. Menschen und Blumen übernander shooten

4. Drehe die Kamera um 180° um so zweimal das gleiche Motiv aufzunehmen.

Fotografie

Diana Basics: abgelaufene Filme

8. Mai 2013

sw02Wie fast alles im Leben haben auch Filme ein Haltbarkeitsdatum. Dieses garantiert, dass die auf der Packung angegebene Lichtempfindlichkeit (ISO-Wert, siehe den letzten Diana Basics-Eintrag) geährleistet wird und man nicht plötzlich total über- oder unterbelichtete Abzüge nach dem Entwickeln der Negative bekommt. Ist ein Film erstmal über dem Ablaufzeitraum, können die ISO-Werte nicht mehr 100% gewährleistet sein. Das macht aber nichts, denn diese Filmrollen kann man durchaus trotzdem noch verwenden. Im Grunde ist ’nur‘ die Lichtempfindlichkeit etwas gesunken, das heißt, man muss einen 200 ISO-Film dann wie einen 100 ISO-Film verwenden und die Blenden entsprechend einstellen. Natürlich kommt es bei abgelaufenen Filmen auch darauf an, wann der Film abgelaufen ist, wie und wo er gelagert wurde und von welcher Marke er ist. Je älter der Film, umso unempfindlicher ist er, was Licht angeht, usw. Das muss man dann individuell sehen.

Ich finde abgelaufene Filme sehr spannend, weil man nie genau weiß, ob und wie die Bilder letztendlich aussehen werden. Es kann viel passieren – Lichteinwürfe, Verfärbungen, Farbausfälle, Grauschleier, Farbverläufe und all das, was coole Leute mit ein paar Klicks ganz lässig auf Instagram machen. Bei abgelaufenen Filmen verhält es sich jedoch eher wie mit einer Wundertüte: man weiß nicht, wie das Ergebnis sein wird, es kann auch sein, dass gar nichts belichtet wird und man alle Bilder nachher in die Tonne kloppen kann.

Diese Bilder wurden von mir mit einem abgelaufenen 200 ISO schwarz-weiß Film (120mm) gemacht sw01und obwohl sie einen leichten Grauschleier haben, finde ich, dass sie von der Filmqualität noch sehr gut geworden sind. Abgelaufene Filme findet man nicht überall; Ich habe diesen 120er Film in einem Fotoladen für ein paar Euro in der Bergmannstraße gefunden, auch gibt es solche Schätze manchmal auf Flomärkten oder anderen Fotofachgeschäften (der Vollständigkeit zu Liebe muss ich sagen: Lomography.de verkauft auch abgelaufene Filme, aber für teuer Geld; find ich für lustige Experimente manchmal schon zu teuer). Achtung, bei Flomärkten würde ich immer den Verläufer fragen, wie die Filme gelagert wurden. Optimal ist natürlich eine Lagerung in einem kühlen, trockenen Ort, da wird der Film so am besten und sichersten konserviert.

Schlussendlich würde ich sagen, dass sich abgelaufene Filme vor allem bei Sonnenschein eignen, damit immer genug Licht gegeben ist -auch für lichtunempfindliche Filme. Und zur Sicherheit immer ein bisschen überbelichten (also Blende auf wolkig stellen, auch wenn es vielleicht nur leicht bewölkt ist).

Fotografie

Diana F+ Basics: ISO-Werte

1. Mai 2013

CIMG4660

Wenn man einen Film im Laden kauft, ganz egal ob bei Rossmann oder beim Lomography Store, dann kann man zwischen verschiedenen ISO-Werten wählen. ISO, oder früher ASA oder DIN, beschreibt die Filmempfindlichkeit. Das heißt im Klartext, dass die Zahl auf dem Film angibt, wie Hoch die Lichtempfindlichkeit des Films ist. Theoretisch bedeutet das: je höher der Wert, desto dunkler kann die Umgebung sein. Wie gesagt, das ist nur theoretisch; ich persönlich würde auch mit einem 800 ISO-Film nachts und drinnen niemals ohne Blitz fotographieren (davon ausgenommen natürlich Langzeitbelichtungen und andere Schnullis.

ISO-Werte liegen bei analoger Fotographie  zwischen 100 und 800, Standard (im Sinne von herkömmlich) ist jedoch 200 und 400, weil diese ISO-Werte für normale Hobbyfotographen vollkommen ausreichen. Über den Daumen gepeilt kann man sagen: je niedriger der ISO-Wert, umso heller kann (und muss!) es draußen sein, damit der Film ausreichend belichtet wird. Umso höher der Wert, umso dunkler kann es sein (Das kann man sich auch über die Analogie zum menschlichen Auge merken; je heller, desto kleiner die Iris und umgekehrt). 100-ISO empfiehlt sich deswegen für extrem gutes Wetter mit viel Licht, blauem Himmel und sowieso allem, was wir in Deutschland meistens nur einen Tag im Jahr haben 😉 Davon abgesehen sollte man auch für Langzeitbelichtungen 100-ISO-Filme nehmen, denn dann kann man die Linse ne gute Zeit offen lassen ohne zu bangen, dass das Bild durch nachher komplett überbelichtet wird.  Ein 800 ISO-Film braucht weniger Licht zur Belichtung und könnte deswegen nicht so lange mit offener Linse belichtet werden, ohne komplett weiß zu sein.

Davon abgesehen steigt bei höherer ISO-Zahl auch die Körnung des Bildes. Das heißt, die Lichtkristalle auf dem Film sind größer (Analogie Auge!) und hinterlassen auf dem Foto einen unschönen, körnigen Schleier. Auch ist die Sättigung nicht so hoch wie bei niedrigeren ISO-Werten.

Man kann das Resultat letztendlich auch durch bestimmte Push-Pull-Entwicklungen manipulieren, nur geht das über die Möglichkeiten vieler Hobbyfotographen hinaus (mich inbegriffen) und ist auch für Anfänger durchaus überfordernd, deswegen lass ich das an dieser Stelle 🙂

Fotografie

Diana F+ Basics: Lomography Filmformate, 35mm VS 120mm

21. April 2013

CIMG1422

Als man früher mit einer analogen Kamera Fotos gemacht hat, hat man immer den gleichen Film gekauft, nämlich den, der auch in diese grauen Dosen passt (↑). Bei der Diana-Kamera passt dieser Film leider nicht mehr, der brauch den bestimmten 120mm-Film, der viel schmaler und länger ist als der andere. Wo man den Standardfilm noch bei Rossmann oder in alten Wühlkisten jeglicher Läden findet (Ich hab mal gefühlte Stunden im Media Markt im Alexa nach analogem Film gesucht, bis mich der Verkäufer in die hinterste Ecke wies, wo ein mickriges Regal drei 35mm-Filmrollen aufbewarte.), ist der 120mm-Film nur in speziellen Läden zu kaufen. Den da auf dem Foto hab ich im Dreierpack im Lomography-Laden hier in Berlin erstanden. Wie jeden Film gibt es auch diesen in verschiedenen Variationen, zb mit verschiedenen ISO-Werten, aber auch in schwarz/weiß, mit redscale oder als Diafilm. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Filmformaten ist die Bildanzahl. Wo ein 35mm-Film bis zu 36 Bildern machen kann, ist sein länglicher Bruder begrenzt auf 12 Fotos pro Rolle. Auch muss man beachten, dass es teilweise Schwierigkeiten bei der Entwicklung geben kann, denn nicht jeder Fotoladen kann dieses Format entwickeln. Mitlerweile hat es jedoch auch der Drogeriemarkt dm hingekriegt, sowohl Negative, als auch Abzüge aus diesen Lulatsch zu zaubern.

das unterschiedliche Format hat natürlich auch Einfluss auf die Abzüge. Die normalen kennt natürlich jeder, das ist das typische, rechteckige Format. Der 120er Film ist dagegen quadratisch ↓.

ScanImage0032  Das ist ein Foto, welches ich letzten Sommer gemacht habe. Und zwar ist es eine Doppelbelichtung, wo ich den berliner Fernsehturm über Sommerblumen fotographiert habe. Durch das 120mm-Format des Filmes wurde der Abzug dann wunderbar quadratisch. Ich mag dieses Formal zum Beispiel lieber als das normale.

Leider sind die Mittelformatfilme teurer und haben, wie gesagt, nur halb so viel Platz auf der Rolle. Deswegen habe ich mir zu Weihnachten den 35mm-Back von Lomography schenken lassen, den man einfach auf die Diana hinten draufklippt (genauso wie man das auch mit dem Instant Back tut) und das funktioniert wirlich toll. Jetzt kann ich auch gleich zwei Fotos machen, zur Sicherheit, falls eins nichts wird, oder auch verschiedene Einstellungen (siehe letzten Diana-Post) bei gleichem Motiv/Wetterlage probieren, ohne gleich ein Vermögen zu zahlen. Yippie 🙂

Fotografie

Fuji Instax Vs Diana F+ Instant Back

3. April 2013

Da Polaroid schon seit Mitte der Neunziger keine neuen Sofortbildfilme mehr für ihre extrem beliebte und mittlerweile sehr Hipster-tastische Sofortbildkamera herstellt, muss der Freund von Instantbildchen jetzt auf andere Kameras zurückgreifen.

BildBild

Eigentlich ist Fuji mit seinen Instax der einzige Vertrieb, der diese Marktlücke erkannt und gestopft hat. Um diese Visitenkarten großen Bilder zu schießen gibt es bis dato zwei Möglichkeiten. Entweder man bestellt sich eine der Fuji Instax Mini-Kameras, oder man besorgt sich zu seiner analogen Diana F+ (oder der Holga) einen passenden Instant Back. Die bei Fuji erhätlichen Fotos passen bei beiden Kameras gleichermaßen.
Ebenso haben beide Kameras ihre Vor- und Nachteile, die ich in diesem Post gerne zusammenfassen würde. Da ich selbst einmal vor der Frage stand, welche Kamera ich mir kaufen solle (bevor ich beschloss, mir beide anzuschaffen, haha), wäre ich froh gewesen, wenigstens einen vergleichenden Artikel im Internet zu finden. Nur leider sind diese sehr rar.

Fangen wir mit der Fuji Instax Mini-Kamera an. Schließlich ist sie das Original 🙂

Fuji Instax Mini

Bild

Das ist die Fuji Instax S7, die erste dieser Reihe und, meiner Meinung nach, die, die das Beste Preis-Leistungsverhältnis mitbringt.

Vorteile:
– Der Preis. Ab 60€ bei sowohl Ebay als auch Amazon erhätlich

– Läuft mit zwei AA-Batterien, Akkus gehen auch.

– Idiotensicher. Man legt den Film ein, macht den Deckel zu, schmeißt die Batterien in die Klappe und los gehts. Es gibt vier Blendeneinstellungen, die mit drei Wettersymbolen (wolkig, mäßig sonnig und sehr sonnig) und einem Haussymbol gekennzeichnet sind. Einfach das Richtige auswählen und losknipsen.

– Die Kamera ist robust und handlich, leicht ein- und aus zu schalten und geht nicht aus Versehen in der Tasche los.

– Es gibt ein paar Linsen und anderen Schnickschnack, den man zusätzlich kaufen kann. Besonders bei diesem Modell, bei den neuren sieht es anders aus.

Nachteile:

– Der Blitz ist immer an. Egal ob drinnen, nachts oder bei Sonnenschein, immer wird ein Blitz zusätzlich abgefeuert, das verhindert natürlich die Möglichkeit, coole Effekte auf das Bild zu zaubern, oder das Ergebnis nur in geringster Weise zu manipulieren. Low Key/Hipster-Bilder sind damit nicht möglich.

– Idiotensicher. Wie gesagt, es kann quasi nichts schief gehen… nur leider (oder zum Glück?) hat man so auch keine Chance auf nette oder witzige Überraschungen wie man sie von der klassischen Polaroid gewöhnt ist. Die Bilder werden so gut wie immer perfekt.

Diana F+ Instant Back

Bild

Dieser Instant Back wird einfach an die Diana rangeklippt und ist sofort verwendbar 🙂 Hierzu muss ich sagen, dass man auf jeden Fall sich den Vor- und Nachteilen sowie eventuellen Zickereien dieser Kamera bewusst sein muss. Sonst wird das nichts. Ich habs auf die harte Tour lernen müssen.

Vorteile:

– Die Fotos haben einfach Style. Da sie nicht automatisch aus der Kamera herausgeschossen werden, sondern manuell per Knopf, kann man mit dieser Kamera sehr viel experimentieren. Man kann Mehrfachbelichtungen machen, Schnappschüsse im Bild auf einander stapeln und jedes Instax in ein surrealistisches Abenteuer verwandeln.

– Alles, was die Diana kann, kann der Instatn Back auch. Also Farbfilter benutzen, Linsen verwenden, Langzeitbelichtung, Light Painting und und und. Der ganze analoge Kram eben 🙂

– Die Bilder haben den typischen „dreamy“ Diana look, also low key, weichgezeichnet, bisschen verfärbt und auch sonst ganz toll (setze hier tausend englische Hipsterwörter ein)

– Durch den Blitz bekommen die Bilder den typischen Vignette-Effekt

Nachteile:

– Die Batterie: es ist zwar nur eine drin, jedoch ist diese so speziell, dass es sie zum Einen nicht als Akku gibt und zum Anderen 10€ pro Stück kostet. Autsch

– Der Instant Back kostet um die 80€, natürlich muss davor auch eine Diana-Kamera am Start sein.

-Für Einsteiger ist das nichts. Ganz und gar nichts. Analoge Fotographie ist anders als digitale, das haben viele bereits vergessen. Ich auch. Diese Kamera eignet sich nicht zum Schnappschuss machen. Es ist eine Artsy-Kamera, keine Oma-hat-Geburtstag-Knipps-Ma-Kamera.

– Der Sucher der Kamera stimmt nicht mit dem des Instant Backs überein. Soll heißen, auch wenn das Objekt durch den Sucher mittig zu sein scheint, ist das NICHT der Fall. Fotographieren muss gelernt sein und braucht viel Erfahrung und Bauchgefühl -> das führt natürlich zu vielen schönen Missgeschicken, ist aber bei den doch recht hochpreisigen Instax eher ärgerlich. Achtung, Frustrationsgefahr.

– Der analoge Auslöser kann immerzu betätigt werden. Vorsicht in Taschen!

-Der Instant back ist sehr lichthungrig und eigentlich nur im Hochsommer wirklich einsetzbar. Sonst kann die Gefahr drohen, dass die Bilder unterbelichtet oder gar schwarz aus dem Instant Back schießen.

Fazit

Also ich muss sagen, dass man die Kamera so auswählen sollte, wie man sie letztlich benutzen will. Für erfahrene Lomographen empfehle ich den Instant Back, ganz klar. Man kann sau viel experimentieren, die Kamera bringt, so man sie erstmal verstanden, viel Freude. Einsteigern und nicht-atsy-Leuten würde ich die normale Kamera von Fuji empfehlen. Weniger Frustration, mehr gute und gelungene Bilder.