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Akte X Staffel 10 – Review, Meinung, Zusammenfassung

27. Februar 2016
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Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich riesengroßer Akte X-Fan bin. Ich habe alle Staffeln mehrmals gesehen, manche Folgen sogar bis zu fünf Mal. Mein Zimmer und meine Arbeit haben Poster der Serie und würde ich mir ein Tattoo machen lassen (was nie passieren wird, weil ich einfach kein Tattoo-Mensch bin und es mir auch nicht stehen würde), wäre es wohl ein Akte-X-Motiv.

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Mein geliebtes Poster auf der Arbeit

Die Neuigkeit, dass in 2016 eine neue Staffel der Kultserie ins Fernsehen kommen sollte, löste bei mir gemischte Gefühle aus. Natürlich habe ich mich im ersten Moment sehr gefreut! Ich mein, yeah, Akte X und so. Aber dann…ich mein…kann das überhaupt gutgehen? Akte X ist DIE Kultserie aus den 90ern: Übergroße Jacken mit Schulterpolster, geekige Technologie mit langen Antennen, verpixelte, sehr herangezoomte Bilder von angeblichen Monstern, Fabelwesen oder Aliens – all das passte zu der Zeit. Alles war damals noch so schrecklich-schön offline. Sie haben ihre Berichte auf riesigen Tastaturen klappernd getippt (MS DOS, wenn ich mich nicht irre!), ihnen wurden Ausschnitte von obskuren Zeitungen unerkannt unter der Tür durchgeschoben und geheime Verabredungen bargen eine Reihe skurriler Schritte und geheimnisvolle Codes. Wie würde dieses Setup heute funktionieren? Ein Smartphone schlägt die Technologie von damals im Längen. Funklöcher, Informationsknappheit, geheimnisvolle Verabredungsrituale, mysteriöse Tippgeber: All das wird im Web 2.0 hinfällig. Mulder würde wahrscheinlich nicht mehr ein X mit Klebeband auf sein Fenster kleben und stundenlang warten, bis sein geheimer Informant auftaucht. Sie würden sich einfach eine Snapchat-Nachricht von einem X schicken und fertig. Die X-Akten gehören einfach in die 90er, weil sie alles verkörpern, was die 90er sind!

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Spulen wir vor ins Jahr 2016. Ich habe mir alle Folgen im Original angesehen, einfach weil ich sie sofort sehen wollte und weil ich Mulders neue Stimme niemalsnie akzeptieren kann.

Erster Gedanke: Man, sind Mulder und Scully alt geworden. Anderson hätte vielleicht ihre Botox-Sessions nicht so übertreiben sollen, ihre Oberlippe ist praktisch unbeweglich.

Zweiter Gedanke: Wow wie Meta die Serie geworden ist. ich versteh’s ja. Es ist eine Kultserie und die Fans sind wahrscheinliche eine Horde Sheldon Coopers, die nach jeder Sendung Protokolle mit Fehlern und Ungereimtheiten an den Sender schicken, aber come on. Alles ist ein großer Running-Gag oder ein Seitenhieb auf die vorherigen Staffeln…Akte X war schon immer lustig, Mulders Sprüche ein Knaller (Fun Fact: Ich baue sie täglich in meinen Wortschatz ein!), aber SO selbstironisch? Fand ich teilweise zu konstruiert.

Die Staffel besteht aus 6 Folgen, wobei nur zwei Folgen eine zusammenhängende Geschichte bilden (nämlich die erste und die letzte Folge). Natürlich endet es mit dem größten Cliffhanger aller Zeiten. Muuh! Dazwischen gibt es so-genannte Stand-Alone-Folgen, wie man sie von früher kennt. Mal eher komisch mit Slapstick-Elementen, mal eklig-spukig zum Schaudern. Ich mochte schon damals die Stand-Alone-Folgen mehr und auch in Staffel 10 konnten sie mich mehr überzeugen. Es kommt auch ein junges, sehr an Scully und Mulder erinnerndes, Agenten-Paar dazu, die haben mich aber extrem genervt. Sorry, aber Reyes und Doggett waren da tausendmal besser (ich mein, Robert Patrick, DUH!). Alles in allem lässt mich diese doch sehr kurze Staffel mit gemischten Gefühlen zurück: Freude über die nerdigste Serie des letzten Jahrhunderts, traurig darüber, dass wir alle alt werden und die 90er nicht für immer sind! Manches bleibt vielleicht besser abgeschlossen, wer weiß!

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Film Review: Snatch – Schweine und Diamanten (2000)

13. Februar 2015
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Quelle: slantmagazine.com

Diese englische Komödie von Guy Ritchie aus dem Jahr 2000 besteht aus drei Handlungssträngen und mehreren (Klein)Kriminellen, deren Wege sich im Laufe des Films kreuzen und überschlagen. So dreht sich ein Drittel um Gauner Turkey (Jason Stratham) und seinen Kumpel Tommy (Stephen Graham), die illegale Boxkämpfe arrangieren und von dem irischen Pavee Mickey (Brad Pitt) – alias One Punch Mickey – beim Wohnwagenkauf über’s Ohr gehauen werden. Als ihr Standard-Boxer Gorgeous George (Adam Fogerty) überraschend ausfällt, heuern sie kurzerhand Mickey als Ersatz an. Das Problem ist jedoch, dass Mickey sich nicht an die Abmachung, in der ersten Runde KO zu gehen, hält und den Kampf gewinnt. Dadurch fallen sie in die Ungnade von Gangsterboss Brick Top (Alan Ford), der durch die verpatzte Wette mehrere Millionen verloren hat.

Gleichzeitig hat einige Tage zuvor Franky „Four Fingers“ (Benicio del Toro) in den Niederlanden für den New Yorker Juwelier Avi Denovitz (Dennis Farhina) einen 86-karätigen Diamanten gestohlen. Bei einem Zwischenstopp bei Avis Cousin Doug „the Head“ (Mike Reid) wird Franky jedoch von der russischen Mafia gelinkt. Boris „The Blade“ (Rade Serbezjia) bezahlt die schwarzen Gelegenheitskriminellen und Leihhausbesitzer Sol (Lennie James) und Vince (Robbie Gee), Franky den Diamanten wieder abzuluchsen. Der ganze Coup soll während des illegalen Boxkampfes steigen. Natürlich geht der Plan schief und so jagen die verschiedenen Gangster nun einander, alle mit der Absicht, den wertvollen Diamanten zu stehlen.

Letztlich frisst Vinces neuer Pitbull, der ein Geschenk der Pavees war, den Diamanten und rennt davon. Dieser fällt dann durch einen Zufall in die Hände von Turkey und Tommy, die ihn zum Tierarzt bringen. Dieser findet im Magen des Tiers den Diamanten, welchen die beiden wiederum an Avi in New York verkaufen.

Obwohl „Snatch“ vor fast 15 Jahren erschien, ist er immer noch eine der besten Gangsterfilm-Komödien der letzten Zeit. Die verschiedenen absonderlichen Figuren, die sich wechselnden Episoden sowie die kessen Dialoge, machen „Snatch“ zu einem absoluten Kultfilm. Der makabre und schwarze Humor, den man von Guy Ritchie bereits in „Bube, Dame, König, grAs“ kennen lernte, kommt auch hier wieder zum Einsatz. Der Film ist absolut Englisch und urkomisch und Brad Pitts unverständlicher Pavee-Akzent großartig. Es ist meisterhaft, dass Ritchie es trotz des schnellen Tempos des Films und der vielen Charaktere schafft, den Zuschauer niemals zu überfordern. Im Gegenteil, je mehr Personen auftauchen und je verzwickter die Verstrickungen werden, umso spannender wird der Film.

Wertung:

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Film Review: Tropic Thunder

6. Februar 2015
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Quelle: Amazon.com

Ich habe leider im Januar wenig Zeit gehabt, ins Kino zu gehen und neue Filme zu schauen. Daher reviewe ich einfach ein paar ältere Filme. Für mein persönliches Filmjournal, sozusagen. Tropic Thunder ist eine Actionkomödie aus dem Jahr 2008, bei dem Ben Stiller Regie führte, mitproduzierte und auch noch die Hauptrolle spielt. Er schlüpft in die Rolle von Tugg Speedmann, ein abgehalfterter Actionstar, der mit dem Film „Tropic Thunder“ sich zurück in die erste Liga der Hollywood-Schauspieler katapultieren möchte. Dazu gehen er und seine Schauspielkollegen Kirk Lazarus (Robert Downey Jr), der Rapper Alpa Chino (Brandon T Jackson), Kevin Sandursky (Jay Baruchel) und der berühmte Komiker Jeff Portnoy (Jack Black) in den vietnamesischen Dschungel, um dort an der Verfilmung der Lebensgeschichte eines Vietnamkriegsveteranen zu arbeiten. Da die Dreharbeiten nur schleppend vorankommen, schickt der Regisseur seine Hauptdarsteller kurzerhand in die Untiefen des Dschungels, um sie dort fast lebensechten Gefahren auszusetzen und das Ganze dann mit versteckten Kameras zu filmen. Dadurch, so glaubt er, wirkt der Film letztendlich realistischer. Als er dann ausversehen auf eine Blindgänger-Granate tritt und vor den Augen der Schauspieler in die Luft gesprengt wird, glauben die noch an realistische Special Effects und machen sich freudig ins vietnamesische Hinterland. Sich sicher während, trotzen sie allen Gefahren. Erst als sie von vietnamesischen Drogenschmugglern gefangengenommen werden, merken sie, dass sie sich doch in wirklicher Gefahr befinden. Die Rettungsaktion mit vereinten Kräften bringt sie schließlich zurück in die Heimat.

Tropic Thunder ist eine Persiflage auf die unzähligen Action-Filme, die uns Jahr für Jahr überschütten. Dabei nehmen sie die absurden Storys, die übertriebenen Dialoge und protzigen Superstars auf’s Korn, die sonst solche Filme zu dem machen, was sie sind. Das gelingt wunderbar – nicht nur aufgrund der Topbesetzung (auch mit dabei: Matthew Mc Conaughey, Tom Cruise und Bill Hader), sondern auch, da witzige Dialoge und komische Slapstick sich abwechseln. Zwar wirkt der Film besonders zu Beginn etwas langatmig, die Action und die „Ticking Clock“-Situation zum Schluss machen das jedoch wieder wett. Tropic Thunder ist ein witziger Film  und geeignet für alle, die auf Film-Persiflagen stehen und sich auf eine leichte, lustige Story einlassen möchten.

Wertung:

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Film Review: The Interview (SPOILER)

30. Januar 2015
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Quelle: usatoday.com

Die US-Amerikanische Slapstick-Komödie hat schon vor der Erscheinung für mächtigen Wirbel gesorgt. Da der nordkoreanische Diktator Kim Jong-Un in diesem Film gehörig auf’s Korn genommen wird, kam es zu politischen Kontroversen und Drohungen, weswegen Sony den Film kurzfristig aus dem Programm nahm. Einige Kinos entschieden sich schließlich jedoch trotzdem dafür den Film zu zeigen und so wurde „The Interview“ schließlich zu einem Protestfilm gegen politische Zensur. Nun ist er auf Netflix und in Deutschland auch Anfang Februar 2015 in den Kinos.

Seth Rogen und James Franco – Das unschlagbare Comedy-Duo aus früheren Filmen wie „The Pineapple Express“ oder „This is the end“ sind zurück und mindestens genauso schräg wie eh und je! In „The Interview“ schlüpfen sie in die Rollen von Showmaster Dave Skylark (Franco) und seinem Produzenten Aaron Rapaport (Rogen). Zusammen produzieren sie die erfolgreiche Klatsch-Und-Tratsch-Sendung Skylark Tonight, in der sie Prominente interviewen und die neusten Gerüchte der Reichen und Schönen besprechen. Nach einer Riesenenthüllung um Rapper Eminem finden die beiden schließlich heraus, dass niemand anderes als Kim Jong-Un großer Fan der Sendung und zu einem Interview mit Dave bereit ist. Dazu sollen sie nach Nordkorea reisen. Gesagt getan – jedoch werden sie vorher von der CIA dazu beauftragt, Kim umzubringen. Als eine Mischung aus Mordkomplott und Interviewcrew reisen die beiden Amerikaner schließlich in die Höhle des Löwen. Jedoch geht der von der CIA minutiös geplanter Mordversuch nicht auf und die beiden verstricken sich in viele brenzlige Situationen. Gleichzeitig freundet sich Dave immer mehr mit dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt an und lernt ihn von seiner menschlichen Seite kennen. Zusammen fahren sie Panzer, spielen Basketball, trinken Margaritas und turteln mit nordkoreanischen Schönheiten. Aaron, der Kims Umgarnung als einen rein taktischen Zug hält, damit Dave ihn bei seinem Interview positiv darstellt, wird zusehends besorgt um seinen Freund. Dieser will von Aarons Befürchtungen jedoch nichts wissen und wittert Neid auf der Seite seines Produzenten. Erst als eine von Kims treusten Mitarbeitern das Lager wechselt, bekommt auch bei Dave die Begeisterung für den Diktator immer mehr Risse.

Der Film ist ein absoluter Comedy-Knaller. Die Witze sind super komisch und tiefschichtig und die Dynamik zwischen Seth Rogen und James Franco ist großartig. Es ist wirklich nicht einfach, ein so ernstes Thema und einen so kontrovers disskutierten Politiker, wie Kim Jong-Un einer ist, in eine so urkomsiche und überaus alberne Sache zu verwandeln. Dabei werden alle auf’s Korn genommen: Kim Jong-Un, die Amerikaner, die TV-Branche, Eminem, die CIA und vor allem natürlich Franco und Rogen selbst. Keiner wird verschont und das ist genau das, was „The Interview“ ausmacht. Der Film ist von der ersten bis zur letzten Sekunde pure Comedy und dabei wahrscheinlich einer der besten Filme, die Seth Rogen und Evan Goldberg je produziert haben.

Wertung:

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Film Review: Precious – Das Leben ist kostbar

16. Januar 2015
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Quelle: imdb.com

Claireece Johnes (Gabourey Sidibe), genannt Precious, hat es nicht einfach. Die 16-Jährige lebt zusammen mit ihrer Mutter, die sie physisch und psychisch traktiert sowie mit ihrem Stiefvater, der sie seit ihrer Kindheit sexuell Missbraucht und von dem sie bereits ihr zweites Kind erwartet, in Harlem. Die Familie ist von Armut gezeichnet – Mutter Mary (Mo’Nique) ist arbeitslos, bekommt Sozialhilfe und holt zu Hausbesuchen der Sozialamtmitarbeiter extra Precious‘ kleine Tochter „Mongo“ (benannt nach ihrem Down-Syndrom) zu ihr, um mehr Geld zu kassieren. Sonst wohnt die Kleine bei Precious‘ Großmutter. Aus Angst vor der Gewalt ihrer Mutter lügt Precious auch ihre eigne Sozialarbeiterin Ms Weiss (Mariah Carrey) an.

Precious‘ Leben voller Gewalt und Hass ändert sich jedoch, als ihre zweite Schwangerschaft öffentlich gemacht wird und sie deshalb in die alternative Schule „Each One Teach One“ transferiert wird. Dort lernt die sie, gestützt und angefeuert von ihrer Lehrerin Miss Rain (Paula Patton) lesen und schreiben und gewinnt das erste Mal in ihrem Leben Selbstschätzung und Anerkennung. Nach der Geburt ihres zweiten Kindes kommt es jedoch zum Eklat mit ihrer Mutter, die Precious vorwirft, ihr ihren Mann ausgespannt zu haben und als Strafe das drei Tage alte Kind auf den Boden wirft und den Fernseher nach der fliehenden Precious wirft. Precious kommt daraufhin zuerst bei Miss Rain und dann in einem Halfwayhouse unter. Als der Stiefvater schließlich an AIDS stirbt, lässt auch Precious sich testen und muss unter Tränen feststellen, dass auch sie Trägerin des HI-Virus ist.

Der Film endet mit einer Konfrontation zwischen Precious und ihrer Mutter im Beisein von Ms Weiss (die vorher von Precious‘ brutaler Vergangenheit unterrichtet wurde). Mary berichtet, dass ihr Hass auf Precious davon stamme, dass sie (Precious) ihr „den Mann ausgespannt habe“. Der Stiefvater, der sich schon an Precious verging, als diese drei Jahr alt war, solle „nur sie (Mary) lieben und nicht Precious“. Aus Wut und Trauer aufgrund des sexuellen Interesses ihres Partners an ihrer Tochter hat die Mutter schließlich ihre Eifersucht und Minderheitskomplexe an Precious ausgelassen. Daraufhin verlässt Precious mit ihren beiden Kindern das Sozialamt mit den Worten, dass sie ihre Mutter niemals wiedersehen werde.

Der Film „Precious“ ist ein unglaublich trauriger und niederschmetternder Film über eine sozialschwache Familie voller Gewalt und Hass im Ghetto von New York am Ende der 1980er Jahre. Die dargestellte Realität ist genauso brutal wie ehrlich und hat nichts mit der fröhlichen Konsumgesellschaft zutun, die sonst im Fokus von Hollywood-Filmen steht. Ohne zu kommentieren oder etwas zu beschönigen zeigt der Film Precious‘ Verwandlung und aufkommenden Lebensdurst. Sehr positiv dabei ist, dass das Sozialdrama dabei nicht in eine American-Dream-Schablone gedrückt wird, sondern den angepeilten Realismus beibehält. Ebenfalls ist besonders die großartige Performance von Mo’Nique herauszustellen, die für ihre Rolle einen Oscar verdient gewonnen hat.  „Precious“ ist ein Muss für Freunde von realistischen Sozialdramen à la Ken Loach oder Andrea Arnold.

Wertung:

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Filmreview: Männertrip

9. Januar 2015
Männertrip
Männertrip

Quelle: Google Images

Die US-amerikanische Komödie „Männertrip“ aus dem Jahr 2010 stammt zur Hälfte aus der Feder von „How I Met Your Mother“-Star Jason Segel und erzählt die Geschichte von Aaron Green (Jonah Hill), der für eine berühmte Plattenfirma in LA arbeitet. Sein Boss Sergio (Sean Combs) weist ihn eines Tages an, die von der Wirtschaftskrise betroffene und schwächelnde Firma zu retten, indem er nach London reist, um den für seine Exzesse und Eskapaden bekannten Sänger Aldous Snow (Russel Brand) zuerst zu einem Interview nach New York und dann nach LA zu begleiten. In der Stadt der Engel soll der Musiker dann einen legendären Auftritt hinlegen und so die kläglichen Einnahmen der Plattenfirma wieder nach oben schießen lassen. Der Trip von London in die Vereinigten Staaten erweist sich jedoch als holpriger, als der unbekümmerte Amerikaner zuerst angenommen hat. Zum einen, weil Snow trotz jeglicher Einwände massenhaft Drogen konsumiert und auch Aaron Green nicht davon verschont bleibt und zum anderen, weil die beiden in immer verzwicktere und brenzligere Situationen kommen.

„Männertrip“ ist ein urkomischer Film, der ohne Frage in einer Liga mit Filmen wie „Hangover“ mitspielt. Russel Brands Porträt eines selbstsüchtigen Rockstars ist treffsicher und Jonah Hill wie so oft einfach nur genial. Die beiden ergeben ein dynamisches und von Slapstick-gepflastertes Duo und auch Sean Combs alias P.Diddy ist überraschend witzig. Was den Film von vielen anderen, schlechten Komödien unterscheidet, ist, dass er trotz der verrückten Vorkommnisse und Szenen stets die Balance zur Realität hält. Nicht ein Mal hat man das Gefühl, der Komikaspekt würde die Glaubwürdigkeit der dargestellten Welt durchbrechen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass zündende Gags und flotte Sprüche sich mit Satire und viel Selbstironie abwechseln. „Männertrip“ ist ein gelungener Film und für jeden zu empfehlen, der sich bei Komödien wie „Hangover“ oder „21 Jump Street“ zu Hause fühlt.

Wertung:

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Die 5 besten Weihnachtsfilme

26. Dezember 2014
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Hallo ihr Lieben! Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Weihnachtsfest und einen entspannten ersten Weihnachtsfeiertag. Ich finde, dass der zweite Weihnachtsfeiertag perfekt zum Schauen von Weihnachtsfilmen ist. Schließlich hat sich der Großteil der Verwandtschaft dann schon meist wieder verabschiedet und das alljährliche Fresskoma lässt auch nicht viel Möglichkeit für andere Aktivitäten zu. Hier meine Top 5 der besten Weihnachtsfilme:

Der beste Film für Groß und Klein: Buddy der Weihnachtself

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Quelle: moviemaze.de

Ich finde, dass es kompliziert sein kann, einen Weihnachtsfilm zu finden, den sowohl Kinder, als auch Erwachsene genießen können. Zeichentrick-Filme sind oft infantil und nicht jedes Kind versteht den Humor einiger „erwachsenerer“ Weihnachtskomödien. „Buddy der Weihnachtself“ ist da die perfekte Mischung. Der Film ist absolut harmlos, ohne Gewalt oder schlüpfrige Szenen, hat jedoch viel Witz und Charme, um auch große Kinder noch zu begeistern. Diesen Film kann man also bedenkenlos mit jüngeren Geschwistern oder Familienmitgliedern schauen und hat dabei auch noch selbst eine großartige Zeit.

Der beste Film für Traditionsbewusste: Die Muppet Weihnachtsgeschichte

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Quelle: http://www.tvbutler.at

Charles Dickens‘ „A Christmas Carol“ ist ein Klassiker unter den Weihnachtsgeschichten und trotz der Moral-Keule eine nette Story, die jeder einmal gelesen haben sollte. Alternativ kann man sich natürlich auch die 1992 erschienene Muppet-Version davon anschauen. Dabei sind alle bekannten Rollen der Geschichte mit Muppets besetzt – Mit Ausnahme von Scrooge, den spielt der großartige Michael Caine. Mit viel Ulk und Slapstick wird die Weihnachtsgeschichte kindgerecht erzählt und für Erwachsene niedlich aufbereitet. Achtung: Kinder, die sich vor Geistern oder dem Sensenmann gruseln lieber von dem Film fernhalten. Ansonsten ist „Die Muppet Weihnachtsgeschichte“ ein Klassiker und jedes Jahr auf’s Neue ein großer Spaß.

Der beste Film für Weihnachten aller Zeiten: Kevin allein zu Haus

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Quelle: http://de.web.img2.acsta.net

Jepp, es kann leider nicht anders sein. Für mich ist „Kevin allein zu Haus“ der beste Weihnachtsfilm und ich schaue ihn mindestens einmal pro Jahr. Obwohl ich ihn mitsprechen kann, freue ich mich immer wieder auf Kevins Witze und Streiche. Als ich letztes Jahr den Honest Trailer von Kevin allein zu Haus ansah, wurde mir erst einmal bewusst, wie brutal und sadistisch der Film eigentlich ist – und das obwohl er eigentlich als Kinderfilm gehandelt wird. Aber obgleich Kevin ein soziopathischer Foltermeister ist, gehört der Film einfach zu Weihnachten dazu!

Der beste Film für Action-Junkies: Stirb Langsam

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Quelle: http://www.videoload.de

Weihnachtsklassiker müssen nicht immer niedlich und fröhlich sein und darin enden, dass alle sich in einem großen Kreis umarmen. „Stirb Langsam“ nimmt sich dem Weihnachtsmotiv an und verwandelt es in einen knallharten Actionfilm, der während der Feiertage wahrscheinlich häufiger gesehen wird, als an allen anderen Tagen des Jahrs zusammen. Du hast die Nase voll von grinsenden Familien und moralischen Enden – Dann mach’s wie Bruce Willis, sag „Yippiyayee Schweinebacke!“ und schau dir diesen Klassiker unter den Action-Filmen an.

Der beste Film für Weihnachts-Protestler: The Nightmare before Christmas

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Quelle: http://rawalternative.com

In typischer Tim-Burton-esquer Ästhetik wird hier eine neue Herangehensweise an das Weihnachtsmotiv gesucht. Mit viel Spuk und Grusel versucht ein Halloween-Dorf Weihnachten zu feiern, nur um dann zu merken, dass Halloween doch viel cooler ist. Der Animationsfilm hat mittlerweile Kultstatus und ist für alle Weihnachtsmuffel oder prätentiösen Teenagern DER Protestfilm schlechthin. Für alle anderen ist er eine erfrische Abwechslung zu den herkömmlichen Weihnachtsfilmen

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Film Review: The Artist

19. Dezember 2014
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Quelle: http://theartist-derfilm.de/

Als der Film „The Artist“ 2011 in die Kinos kam, habe ich gerade in London gelebt und konnte es nicht über’s Herz bringen, 9 Pfund für einen Kinobesuch auszugeben. Besonders deswegen, da ich viele gemischte Reviews gelesen habe. Die einen fanden den Film super, Bekannte von meinem Freund sind aus dem Kino gegangen, weil sie es kaum aushalten konnten. Jetzt, drei Jahre später, ist der Film auf Netflix und so habe ich ihn mir angesehen.

„The Artist“ spielt Ende der 1920er, Anfang der 1930er-Jahre und erzählt die Hochs und Tiefs in den Karrieren zweier Schauspieler am Übergang vom Stumm- zum Tonfilm in Hollywood. Das Interessante ist, dass der Film auf sämtlichen Metaebenen als Hommage an die Stummfilmzeit zu sehen ist. „The Artist“ ist in schwarz-weiß und 4:3-Format gedreht worden und anstatt Dialogen wird die Story anhand von Zwischentiteln vorangetrieben. Auch sonst bedient sich „The Artist“ cineastisch aus der Trickkiste des Stummfilmzeitalters: Die starren Kameraeinstellungen in entweder Totale, Halbtotale oder Amerikanisch sowie die überdramatische Gestik und Mimik erinnern an Filme aus vergangenen Epochen.

Die Hauptperson des Films ist der Schauspieler George Valentin (Jean Dujardin), der mit seinem Hund Jack seit vielen Jahren den Hollywood-Traum verkörpert. Jeder neue Spielfilm will ihn als Hauptdarsteller und die Damen liegen ihm zu Füßen. Als er bei einer Premiere durch Zufall mit der jungen Peppy Miller (Bérénice Bejo) abgelichtet wird, beginnt auch sie, die Karriereleiter des Showbusiness hochzusteigen. Vieles ändert sich jedoch mit der Einführung des Tonfilms. Stummfilme und ihre alten Darsteller haben ausgedient und das Publikum sehnt sich nach frischen Gesichtern. Peppy scheint am Zenit ihrer Hollywoodkarriere angekommen zu sein, während George zu stolz ist, sich auf das neue Medium einzulassen. Verarmt und allein wird er fast Opfer eines Brandes, als Peppy ihn zu sich nimmt und sie gemeinsam einen Tanzfilm machen, in dem er nicht sprechen muss.

„The Artist“ ist auf jeden Fall ein Film für Liebhaber des alten Kinos. Der Film hat, wie auch die Originale aus den 1920er Jahren, weder eine atemberaubende Geschichte, noch herausragende Darsteller, sondern lebt allein vom Medium selbst. Die Ästhetik des Stummfilms wurde eins zu eins für „The Artist“ übernommen und in der Hinsicht sehr gut gelungen. Leider ist meiner Meinung nach die alleinige Rückbesinnung an vorherige Kinotage heutzutage nicht ausreichend. Die in den 20ern aus limitierten Darstellungsmöglichkeiten entstandenen Bedingungen für Kinofilme sind nicht auf cineastische Nostalgie, sondern die Limitierung des Mediums zurückzuführen. Eine moderne Interpretation, wie sie „The Artist“ macht, hätte eine weitere Metaebene zu einem Meisterstück machen können. Bis zum Schluss hofft der Zuschauer auf eine Epiphanie à la Charlie Chaplins „Modern Times“, doch sie bleibt aus. Regisseur Michel Hazanavicius ruht sich auf seiner Idee, einen modernen Stummfilm zu machen, zu sehr aus. Übergänge von Stumm- zu Tonfilm oder von schwarz-weiß zu Farbfilm sowie ein Ausflug George Valentins in das heute von Schnelligkeit und CGI geschärfte Kino hätte „The Artist“ etwas Selbstreflektierendes und Einzigartiges gegeben.  Leider wird diese Chance verpasst und so bleibt „The Artist“ allein als moderner Stummfilm in Erinnerung.

Wertung:

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Film Review: Midnight in Paris

12. Dezember 2014
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Quelle: imdb.com

Der Film „Midnight in Paris“ von Woody Allen ist eine romantische Komödie aus dem Jahr 2011 mit Owen Wilson in der Hauptrolle. Der Film begleitet den Drehbuchautor Gil Pender (Wilson) und seine Verlobte Inez (Rachel McAdams) nach Paris, wo die beiden mit Inez‘ Eltern ein paar Tage verbringen. Schnell wird deutlich, dass Gil und Inez wenig gemein haben. Er ist Nostalgiker und würde am liebsten im Europa der 1920er Jahre leben und sie wiederum liebt den Hollywood-Lifestyle der Reichen und Schönen und kann sich ein Leben außerhalb der USA nicht vorstellen. Als sie dann auch noch auf Inez‘ alten Bekannten Paul (Michael Sheen) und dessen Frau Carol (Nina Arianda) treffen und Inez ganz angetan ist von Pauls pseudointellektuellem Geschwafel, scheinen alle außer dem Paar selbst zu verstehen, dass sie nicht zueinander passen.

Während eines nächtlichen Spaziergangs wird Gil an einer Straßenecke von den Fahrgästen eines altmodischen Autos dazu aufgefordert, mit ihnen auf eine Party zu gehen. Er willigt ein und findet sich schließlich auf einer 1920er Party wieder. Zuerst noch an eine lustige Motto-Party denkend, wird Gil nach einiger Zeit bewusst, dass er einen Zeitsprung gemacht hat und sich tatsächlich im Paris der 1920er Jahre befindet. Von seinen Gefühlen überwältigt, spricht er mit Scott und Zelda Fitzgerald, Ernest Hemingway und später mit Gertrude Stein und Pablo Picasso. Wieder zurück in der Gegenwart entfremdet er sich zusehends von seiner Verlobten. Sein einziges Bestreben ist es von dort an, zurück in die Vergangenheit zu reisen. Nacht für Nacht gelingt es ihm und so bändelt er mit Adriana (Marion Cotillard) an, einer Geliebten von Picasso. Sie ist ebenfalls nostalgisch veranlagt und sehnt sich nach der Belle Époque. Gil wird klar, dass sich die Menschen jeder Epoche nach der Vergangenheit sehnen und die Gegenwart als unglamourös bezeichnen. Wieder zurück in der Vergangenheit beschließt Gil, sich den Problemen der Gegenwart zu stellen und mit sich und seinen Gefühlen reinen Tisch zu machen.

Der Film hat mich im großen Maß beeindruckt und berührt. Wilson als Allen-Persona überzeugt trotz des offensichtlichen Bruchs. Die Philosophie und Nostalgie, die dieser Film ausstrahlt, sind feinfühlig und trotzdem tiefgründig genug, um nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Das Großartige an Allens Filmen ist der unterschwellige Humor gepaart mit treffsicheren Charakterbeobachtungen. Die Charaktere sprechen nicht, sie handeln und genau daraus ergibt sich der Realitätsanspruch, den seine Filme auszeichnet. Allen spielt mit Klischees und kulturellen Ansprüchen, die jedoch sofort wieder eliminiert werden. Midnight in Paris ist eine großartige Charakterstudie gepaart mit Allens typischen Humor und einer großen Portion Nostalgie und Romantik, der garantiert jedes Herz berührt.

Wertung:

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Film Review: Fargo

28. November 2014
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http://www.ntsang.net

Jerry Lundegaard (William H Macy) braucht dringend Geld, kann es aber nicht von der vermögenden Familie seiner Frau leihen und greift deshalb zu drastischen Mitteln: Er heuert die Ganoven Carl Showalter (Steve Buscemi) und Gaear Grimsrud (Peter Stormare) an, seine Frau zu entführen und so Lösegeld von seinem Schwiegervater zu erpressen. Der Plan scheint aufzugehen, die Entführung geht planmäßig vonstatten und Lundegaards Schwiegervater ist bereit, die geforderten eine Millionen Dollar zu bezahlen. Leider geraten die Entführer Carl und Gaear bei einer Routinekontrolle der Polizei in eine missliche Lage, erschießen den Polizisten und zwei Zeugen und rufen so die hochschwangere Polizeichefin Marge Gunderson (Frances McDormand) auf den Plan, die sich des Falls annimmt und so den Tätern auf die Spur gelangt.

Ich habe schon viele Filme der Coen Brothers gesehen und wurde in letzter Zeit schon häufiger von ihnen enttäuscht, deshalb bin ich unglaublich froh, dass „Fargo“ wirklich das Meisterwerk ist, für welches es immer angepriesen wird. Sei es die Shakespeare-ähnliche Herangehensweise an Drama und menschliches Versagen, der subtile Humor oder die großartigen und kontrastreichen Kameraeinstellungen: Fargo hat es alles. Der Genremix funktioniert hier nahtlos und ohne Stolpersteine und besonders die Dialoge und der authentische Minnesota-Akzent machen den Film zu etwas Besonderem. Die freundliche, höfliche Sprache der Einwohner der kleinen Städtchen („Minnesota nice“) reibt sich wundervoll mit der Aggressivität und den schlechten Manieren der beiden Gangster. Auch schafft Fargo es, durch gekonnte Schnitte und die Gegenüberstellung von weißen Schneelandschaften und dunkler Natur die in den Dialogen und Charakteren angedeuteten Gegensätze visuell in Szene zu setzen. Fargo ist ohne Zweifel ein Meisterstück des modernen Kinos und ein zeitloser Klassiker, der aufgrund der genuinen Figuren auch noch in 50 Jahren die Menschen begeistern wird.

Wertung: