Film

Filmreview: Männertrip

9. Januar 2015
Männertrip
Männertrip

Quelle: Google Images

Die US-amerikanische Komödie „Männertrip“ aus dem Jahr 2010 stammt zur Hälfte aus der Feder von „How I Met Your Mother“-Star Jason Segel und erzählt die Geschichte von Aaron Green (Jonah Hill), der für eine berühmte Plattenfirma in LA arbeitet. Sein Boss Sergio (Sean Combs) weist ihn eines Tages an, die von der Wirtschaftskrise betroffene und schwächelnde Firma zu retten, indem er nach London reist, um den für seine Exzesse und Eskapaden bekannten Sänger Aldous Snow (Russel Brand) zuerst zu einem Interview nach New York und dann nach LA zu begleiten. In der Stadt der Engel soll der Musiker dann einen legendären Auftritt hinlegen und so die kläglichen Einnahmen der Plattenfirma wieder nach oben schießen lassen. Der Trip von London in die Vereinigten Staaten erweist sich jedoch als holpriger, als der unbekümmerte Amerikaner zuerst angenommen hat. Zum einen, weil Snow trotz jeglicher Einwände massenhaft Drogen konsumiert und auch Aaron Green nicht davon verschont bleibt und zum anderen, weil die beiden in immer verzwicktere und brenzligere Situationen kommen.

„Männertrip“ ist ein urkomischer Film, der ohne Frage in einer Liga mit Filmen wie „Hangover“ mitspielt. Russel Brands Porträt eines selbstsüchtigen Rockstars ist treffsicher und Jonah Hill wie so oft einfach nur genial. Die beiden ergeben ein dynamisches und von Slapstick-gepflastertes Duo und auch Sean Combs alias P.Diddy ist überraschend witzig. Was den Film von vielen anderen, schlechten Komödien unterscheidet, ist, dass er trotz der verrückten Vorkommnisse und Szenen stets die Balance zur Realität hält. Nicht ein Mal hat man das Gefühl, der Komikaspekt würde die Glaubwürdigkeit der dargestellten Welt durchbrechen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass zündende Gags und flotte Sprüche sich mit Satire und viel Selbstironie abwechseln. „Männertrip“ ist ein gelungener Film und für jeden zu empfehlen, der sich bei Komödien wie „Hangover“ oder „21 Jump Street“ zu Hause fühlt.

Wertung:

No Comments

Leave a Reply

*