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Film Review: Oxford Murders

14. November 2014
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Quelle: Amazon.com

Oxford Murders ist ein Thriller aus dem Jahr 2008 mit Elijah Wood in der Hauptrolle. In dem Film geht es um den amerikanischen Mathematikstudenten Martin (Wood), der in Oxford bei dem bekannten Professor Seldom (John Hurt) promivieren möchte. Sowohl Martins, als auch Professor Seldoms Spezialgebiet ist die Logik, jedoch stellt sich schon bei ihrem ersten Gespräch heraus, dass beide vollkommen unterschiedlicher Meinung sind, was Themen wie Wahrheit, Wissen und Logik betrifft. Trotzdem finden sie eines Morgens zufällig eine Leiche und da ihr Ableben mit mysteriösen Zeichen und logischen Rätseln in Verbindung gebracht wird, macht sich das ungleiche Duo auf, diesen Rätseln auf den Grund zu gehen. Je tiefer sie graben, umso deutlicher wird, dass sich des Rätsels Lösung in der Philosophie und Mathematik befindet. Ein Katz- und Mausspiel beginnt, bei dem der Mörder immer einen Schritt voraus zu sein scheint.

Der ganze Film hat trotz der großartigen Kulisse einen Dan-Brown-Touch. Wie in „Illuminati“ folgen unsere Helden mysteriösen Spuren und mathematischen Rätseln, diese sind jedoch dabei ähnlich an den Haaren herbei gezogen wie Dan Browns Geschichten. Das jedoch ist genau der Schwachpunkt des Films – Das Stichwort „an den Haaren herbei gezogen“. Die Erklärungen und Auflösungen der Rätsel sind schwachsinnig und so sehr durch unzusammenhängende Zufälle verbunden, dass eine vorherige Planung des Mörders auszuschließen ist. Ohne viel von dem „Twist“ verraten zu wollen, so clever und durchdacht die ganze Schnitzeljagt auch ist, umso enttäuschender ist – wie auch schon bei „Illuminati“ – die schwache Auflösung des Coups. Ebenfalls störend sind die Hauptcharaktere, die zwar aufgrund ihrer persönlichen Abneigung zueinander unglaublich viel Reibung erzeugen, jedoch wie in Stein gemeißelte Klötze wirken, die sich persönlich und zwischenmenschlich nicht nur einen Millimeter bewegen. Ebenfalls fragwürdig ist die Rolle der heißblütigen Krankenschwester Lorna (Leonor Watling), die einzig und allein für Nacktszenen eingesetzt wird und nicht mal als „Love Interest“ für Martin genug hergibt, um ihr eine ernstzunehmende Funktion zu geben. Der Film hat viele sehr gute und interessante Ansätze und auch das Setting des Films überzeugt. Leider sind die Rätsel nicht zu Ende gedacht und die Charaktere hölzern, weswegen „Oxford Murders“ nicht den Erfolg hatte, den er haben könnte. Leider konnten auch die sonst stets fabelhaften Schauspieler das langweilige und trockene Drehbuch und die trägen Dialoge nicht retten.

Wertung: 

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