Film

Film Review: Shaun of the Dead

24. Oktober 2014
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Quelle: d2nh4f9cbhlobh.cloudfront.net

Letzte Woche lag ich mit einer nervigen Erkältung im Bett und habe deshalb die Komödien-Abteilung von Netflix etwas genauer unter die Lupe genommen, um dem Bazillenspuk mit etwas Lachen den Garaus zu machen. Ich entschied mich letztlich für Shaun of the Dead, ein Klassiker von 2004, der mir bis dato immer zwischen den Fingern entglitten ist.

Shaun of the Dead ist, wie der Name schon vermuten lässt, eine Parodie auf Dawn of the Dead – ein Zombie-Klassiker von 1978. Der Film spielt in England und erzählt die Geschichte von Shaun (Simon Pegg), einem 29 Jahre alten Nichtsnutz, der von seinen jüngeren Kollegen auf der Arbeit nicht respektiert wird und dem seine Freundin Liz (Kate Ashfield) nur Vorwürfe macht, da er immerzu mit seinem Kumpel Ed (Nick Frost) im Pub ist und sich betrinkt. Als Liz sich schließlich von Shaun trennt, schlurft er traurig und allein durch die Straßen oder spielt mit Ed Playstation. Gleichzeitig bricht die Zombieapokalypse über London hinein – ein Zustand, dessen Shaun und Ed sich erst gar nicht bewusst sind, da sie so festgefahren in ihrem zombiehaften Alltag stecken, dass sie das seltsame Verhalten der anderen erst gar nicht bemerken. Es müssen erst zwei tollwütige Zombies an die Fensterscheibe klopfen, bis die beiden kurzerhand losstürzen und mit Liz, ihren Mitbewohnern, Shauns Mutter Barbara (Penelope Wilton) und Stiefvater Philip (Bill Nighy) fliehen. Sie kommen jedoch nicht weit und verstecken sich schließlich in Shauns und Eds Stammpub und warten darauf, die Zombieherden mit vereinten Kräften zu besiegen.

Shaun of the Dead ist ein Meisterstück des britischen Humors. Alles daran, von der ersten bis zur letzten Szene ist mit dem typischen, trockenen Humor durchzogen. Man kann den Witz nicht reproduzieren oder nacherzählen, weil er offenkundig gar nicht existiert, sondern durch sein unterschwelliges Nicht-Da-Sein hervorkommt. Britischer Humor ist wie Essigchips, entweder man mag ihn, oder man mag ihn nicht. Ich für meinen Teil finde ihn klasse (Essigchips sowieso) und habe wirklich Tränen gelacht. Shaun of the Dead ist für jeden Fan von trockenem Humor à la Monty Python ein absolutes Muss.

Wertung:

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