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App Review: Dream Chamber

22. Oktober 2014
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Ich liebe Adventure Games und freue mich immer, neue Spiele auch für Tablets und Smartphones zu finden. Eines davon war das Spiel Dream Chamber, welches mit 3,99 Euro im Google Play Store eher zu den preisintensiveren Apps gehört. Trotzdem wollte ich das Spiel ausprobieren.

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Quelle: Anuman

In Dream Chamber spielt man Charlie, einen reicher Schnösel, der gerade seine Karriere als Privatdetektiv begonnen hat und sofort in seinen ersten Fall stolpert. Bei einer Kunstausstellung werden kurzerhand wertvolle Objekte entwendet, unter anderem jene, die die Familie seiner Freundin der Galerie gestiftet hat. Charlie macht sich also auf Verbrecherjagt im Amerika der 30er Jahre. Spannend dabei ist, dass man dabei auf zwei Bewusstseinsebenen agiert. Charlie hat nämlich die einzigartige Fähigkeit, im Traum bereits besuchte Orte erneut zu begehen und dann übersehene Hinweise oder Rätsel an sich zu nehmen. So wechselt man zwischen Traum und Wirklichkeit hin und her und kommt der Verbrecherbande immer mehr auf die Schliche. Auch individuell gestaltet sind die Befragungen von Verdächtigen und Zeugen, die Charlie in Form von Ritterkämpfen austrägt. Der Widerstand der befragten Person ist eine Burg aus festem Stein, die Charlie mit den richtigen Fragen und genau platzierten Kanonenkugeln in fünf Runden zu Fall bringen muss. Dabei ist auch das Geschick des Spielers gefragt, der die Kanonenkugeln richtig einsetzen muss.

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Quelle: Anuman

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Quelle: Anuman

Obwohl das Konzept der App interessant und außergewöhnlich ist, hat mich das Spiel leider nicht überzeugt. Es kommt selten von, dass ich Spiele beginne, die mir letztlich gar nicht gefallen, jedoch war Dream Chamber einer dieser Fälle. Charlie ist eine sehr unsympathische Hauptfigur, dessen reiche Dreistigkeit und selbstgefälligen Sprüche nicht Humor, sondern Abneigung auslösen. Es macht keinen Spaß, einen arroganten und hochnäsigen Typen zu spielen, auch wenn er in ein 1930er-Setting mit passender Saxophonmusik gesteckt wurde. Auch die Befragungen der Verdächtigen sind nicht gut gelungen. Die Idee mit der Ritterburg des Schweigens, die man mit den richtigen Fragen durchbrechen muss, ist originell, jedoch auf Dauer anstrengend. Die richtige Kombination aus Fragen und der Platzierung der Kanonenkugeln herauszufinden ist schwierig, und so muss man manche Befragungen bis zu 5 Mal durchspielen, bis die richtige Zusammenstellung gelingt. Alles in allem verliert Dream Chamber aufgrund der unsympathischen Figur und des teilweise repetitiven Game-Plays viele Punkte, die die interessante Traum-Komponente vorher etabliert hat. Ich würde diese App nicht weiterempfehlen, da sie die 3,99 Euro nicht wert ist.

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