Film

The Room: Der schlechteste/ beste Film der Welt

5. September 2014
Quelle: Popdose.com
Quelle: Popdose.com

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The Room ist wahrscheinlich der schlechteste Film der Welt, so schlecht, dass er schon wieder toll ist. Wenn du ihn noch nicht gesehen hast, dann hör sofort auf zu lesen und schau ihn dir an! Der Film ist so schlecht, dass er bereits seit einigen Jahren zum absoluten Kultfilm deklariert ist und ähnlich wie der Film „The Rocky Horror Picture Show“ ganze Happenings auslöst. Er ist quasi so schlecht, dass er schon wieder gut ist. Verrückt, aber wahr.

Worum es in The Room so wirklich geht, weiß wahrscheinlich keiner so genau, nicht mal Tommy Wiseau, seines Zeichens Drehbuchautor, Regisseur, Produzent, männlicher Hauptdarsteller und am größten abgebildet auf dem links angezeigten Poster. Tommy Wiseau spielt Tommy, einen Banker, dessen Freundin Lisa (Juliette Danielle) eine heimliche Affäre mit Tommys bestem Kumpel Mark (Greg Sestero) hat. Jedoch gibt es neben der Rahmenhandlung viele verschiedene, total absurde und unglaublich unsinnige Nebenhandlungen mit Personen und Geschehnissen, die später gar nicht mehr auftauchen oder eine sonstige Relevanz für die Geschichte haben. So hat Lisas Mutter Brustkrebs und Tommys Nachbarsjunge und Ziehsohn Denny Probleme mit einem Drogenhändler, der dann von Mark und Tommy auf einem Hausdach gestellt und der Polizei übergeben wird. Beide Szenen stehen vollkommen für sich alleine und sind ohne Konsequenzen für den eigentlichen Handlungsverlauf. Genauso verhält es sich mit dem Rest der Szenen.

Die abstruse Geschichte wird eigentlich nur noch von den miesen Schauspielern und vor allem von dem schrecklichen Drehbuch getoppt. Die Dialoge sind ein Graus, ständig sprechen die Charaktere sich mit Vornamen an („Oh Hi Tommy“ oder „Good to see you, Michelle), da man sonst wahrscheinlich vollkommen den Faden verlieren würde. Alles ist hölzern und man möchte sich bei den schrecklichen Dialogen am liebsten die Ohren zuhalten.

All das ist der Grund, weshalb The Room zu einem Kultfilm wurde. Als ich noch in London wohnte, sind mein Freund und ich mal zu einer speziellen Vorstellung gegangen, bei der jeder den Text mitgrölte, laut lachte und zu bestimmten Szenen bestimmte Sachen tat/sagte. Tommy und Lisa haben zum Beispiel ein gerahmtes Bild von einem Löffel in der Wohnung stehen, das die Hälfte der Zeit zu sehen ist. Jedes Mal, wenn es im Bild ist, wirft man also eine Hand voll Plastiklöffel auf die Leinwand. Und Tommys dramatischer Ausruf „You are tearing me apart, Lisa“ wird natürlich herzzerreißend mitgerufen.

Solche Vorstellungen sind wirklich super witzig und jedem zu empfehlen. Und, wenn das hier jemand liest, der den Film wirklich noch nie gesehen hat: Sofort alles fallen und liegen lassen und anschauen! Ihr werdet es bereuen 😉

2 Comments

  • Reply keinblatt 15. Januar 2015 at 14:09

    nice! dem gibt’s nichts hinzuzufügen. ausser;

    the room kann in zürich in bälde auf grossleinwand bewundert werden:
    http://kultmoviegang.ch/?p=465

    • Reply einmalwunderland 15. Januar 2015 at 21:57

      Cool, danke für den Hinweis!

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