Film

Film Review: Rain Man

12. September 2014
Quelle: Fanart.tv
Quelle: Fanart.tv

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Der Film Rain Man erzählt die Geschichte von Charlie Babbitt (Tom Cruise), ein eingebildeter und selbstsüchtiger Autohändler, der italienische Autos importiert und dabei immer wieder Probleme mit Behörden und Umweltstandards hat und so in Geldnöten gerät. Während einer Reise mit seiner Freundin Susanna (Valeria Golino) erfährt er, dass sein Vater verstorben ist. Mit dem Ausblick, das Vermögen des entfremdeten Vaters zu erben, fährt Charlie kurzerhand mit seiner Freundin von LA nach Cincinnati zur Beerdigung. Sauer und enttäuscht muss er jedoch feststellen, dass sein Vater ihm nur ein Auto und ein paar Rosenbüsche vermacht hat. Die 3 Millionen Dollar des Vaters gehen an einen Treuhänder über. Charlie macht sich also, um sein Erbe betrogen, auf die Suche nach diesem Treuhänder und kommt schließlich in ein Heim für geistig Behinderte. Dort erfährt er zum ersten Mal von Raymond (Dustin Hoffman), sein älterer Bruder, der an dem Savant-Syndrom leidet und seit seiner Kindheit dort lebt. Raymond ist unfähig, soziale Beziehungen aufzubauen oder sich komplexen, gesellschaftlichen Situationen zu stellen, hat jedoch ein hochfunktionelles Gehirn und die Fähigkeit, komplizierte Rechenaufgaben zu lösen und sich alles zu merken, was er liest. Charlie „entführt“ Raymond kurzerhand, um mit ihm nach LA zu fliegen und ihn dort als Druckmittel zu benutzen, um doch noch an das Erbe zu gelangen, welches ihm seiner Meinung nach zusteht. Die Reise wird jedoch von Raymonds Ritualzwängen, Ängsten und Alltagshandlungen bestimmt, dessen Abweichung bei Raymond zu Wut- und Panikanfällen führen. Je mehr die beiden Zeit miteinander verbringen, umso fester wird die Bindung zwischen ihnen und Charlie muss am Ende entscheiden, ob er wirklich die Verantwortung für seinen Bruder übernehmen möchte, oder ob es besser für Raymond wäre, zurück in sein Wohnheim zu gehen, wo ihm die Sicherheit und routinierten Tagesabläufe gewährleistet werden.

Der Film Rain Man wird sehr langsam und einfühlsam erzählt. Man merkt ab der ersten Sekunde, dass der Film aus den 1980ern stammt. Nicht aufgrund der Föhnfrisuren oder weiten Pluderhosen, sondern, da die Erzähltechnik des Films einer ganz anderen, mittlerweile schon fast altertümlichen, Filmästhetik zugrunde liegt. Die schnellen Schnitte und hastigen Szenen der heutigen Zeit haben uns für Filme mit langsamer Erzählweise unbrauchbar gemacht und deshalb scheint Rain Man auch an manchen Stellen langatmig und unnötig Repetitiv. Der Film geht sehr behutsam mit Raymonds Zustand um und Dustin Hoffman leistete unglaublich gute Arbeit. Ich habe als Kind eine „Integrationsgrundschule“ besucht in der auch geistig und körperlich behinderte Kinder am Unterricht teilnahmen und auch wir hatten Schüler, die ähnlich wie Raymond waren. Die Sprache, die Gestik und Mimik sowie die peinlich genau eingehaltenen Rituale – All das hat Hoffman mit Bravour dargestellt. Und auch Tom Cruise macht seine Sache wirklich gut. Die Dynamik der beiden ist das, was den Film antreibt und sehenswert macht. Rain Man ist zurecht ein Filmklassiker, der anhand einer interessanten Prämisse und unverwechselbaren Charakteren auch nach 26 Jahren noch den Nerv der Zeit trifft.

Wertung:

2 Comments

  • Reply click here to read 15. September 2014 at 8:31

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