Beauty & Mode

Bikini Berlin

6. April 2014

bikini01Am Donnertag den 03.04.2014 eröffnete nach langen Umbauarbeiten endlich das Bikini Berlin am Zoo. Ich finde es gut, dass endlich Mal was in Westberlin gebaut wird, wo in den letzten Jahren das meiste Geld in Ostberlin und vor allem in den Alexanderplatz investiert wurde. Der Bahnhof Zoo und die umliegenden Gebäude haben ihren 60er-Charme und Wir-Kinder-Vom-Bahnhof-Zoo-Flair ja noch zu großen Teilen behalten. Zum Beispiel das Haus, in dem Burger King, Ulrich und Beate Uhse sind, inklusive dieser murkligen Buden davor tragen nicht gerade dazu bei, dass der Kudamm mal die Prestigestraße Berlins war und immer noch sein möchte. Im Gegenteil.

Deswegen finde ich es klasse, dass sie diesen asbestverseuchten Architekturdinosaurier von Gebäude endlich in etwas schöneres, zeitgemäßeres verwandelt haben: Bikini Berlin. Wie gesagt war am Donnerstag die Eröffnung, ich bin jedoch einige Tage später mal hingegangen.

bikini02Das Bikini Berlin befindet sich wie gesagt am Bahnhof Zoo, direkt neben dem Zoopalast und an den Zoo angrenzend (und wenn jetzt noch ein Touri fragt, wo denn der Zoo ist, weiß ich auch nicht weiter….). Zwischen Zoopalast und Bikini Berlin wurde ebenfalls ein „Blockhaus“-Restaurant mit „Jim Block“ davor gebaut. Yay endlich gibt es diese leckeren Burger nicht nur in Hamburg und Hannover sondern nun auch hier. Ich will Jom Block unbedingt mal auschecken, auch wenn die Preise dort für Burger schon eher gehoben sind (durchschnittlich 8€). Anyways… Das Bikini Berlin ist ziemlich groß und auf drei Stockwerke gestreckt. Das oberste Geschoss ist besonders schön, weil man von dort auf eine Dachterrasse gehen kann (auch durch eine Treppe neben Blockhaus erreichbar).

bikini03Von Innen hat es mich total an einen noblen Flughafen erinnert. Sehr hell und edel, viele kleine Geschäfte im Boutique-Stil und hie und da stylishe Cafés. Das Beste ist einfach, dass man von jeder Etage in den Zoo und vor allem in ein Affengehege schauen kann. Man kann also sich auf gemütlichen Chesterfield-Sofas lümmeln und dabei kleine Äffchen mit roten Popos dabei beobachten, wie sie an Seilen herumschwingen.

Die Geschäfte sind sehr speziell und sagten mir gar nichts. Alles kleine Labels und Pop-Up Stores sowie Galerien und so genannte Show Rooms. Es gibt im Bikini Berlin keine großen Marken, kein Mainstreamzeug sondern eher handgemachtes von kleinen Designern. Nicht wirklich meine Kragenweite, aber sehr schön anzusehen, weil wirklich alles sehr ästhetisch und nicht vollgestopft oder überladen ist.

bikini04Abgesehen von den Läden gibt es auch im Erdgeschoss kleine…tja…Boxen(?) die wie kleine Buden auch ihre Waren verkaufen. Hat mich total an Shoreditch in London erinnert, da gab es in den Bögen der Overground-Bahn auch kleine Lädchen und Pop-Up Stores. Obwohl die Mall ziemlich stylish ist, glaube ich nicht, dass die große Masse dort einkaufen wird. Stöbern ja, kaufen eher nein. Dafür sind die Sachen zu hochpreisig und außergewöhnlich. Aber jetzt, wo die Hipster ja auch Charlottenburg für sich entdeckt haben, passt so etwas ja, haha.

Leider waren zu dem Zeitpunkt, als ich da war, noch nicht alle Läden besetzt beziehungsweise mit dem Aufbau fertig. Trotzdem waren schon echt viele Leute da. Die Verkäufer und Elektriker und Restaurateure wirkten leicht überfordert, aber es wäre nicht Berlin, wenn alles gleich am ersten Tag perfekt laufen würde, oder?

bikini05Das Highlight war für mich jedoch der Fotoautomat. Ähnlich wie bei Pull&Bear (circa 300 Meter Luftlinie entfernt) kann man auch diese Photobooth kostenlos benutzen. Jedoch, und das ist das super geniale daran, werden die Bilder sofort und ohne Zusatzkosten oder Ähnliches ausgedruckt. Yay 🙂 Man setzt sich rein, macht drei Fotos und kann diese auch gleich mit nach Hause nehmen. Man bekommt sogar zwei Fotostreifen, falls man zu Zweit ist. Was will man also mehr? Vorher kann man noch zwischen drei Filtern auswählen: Sepia, Schwarz Weiß und Normal. Außerdem hört man während der Fotosession Cindy aus Marzahn, die so Sachen von sich gibt wie „na, habta Spaß? Dann sacht dit ma euren Jesicht!“ oder „So und nun noch ma n schönet Foto“ oder „los, raus hia, anderen wollen ooch noch!“. Für ausländische Besucher ohne Deutschkenntnisse sicher befremdlich, aber so sind wa, ne?

20140404_123552Gierig wie ich nun mal bin hab ich gleich zwei Fotosessions gemacht, einmal in Sepia und einmal in Schwarz Weiß. Ich finde das richtig klasse und eine tolle Erinnerung für Freunde oder Touristen.

Am 11.04 eröffnet Uniqlo am Kudamm, da freu ich mich schon drauf und werde natürlich von berichten

2 Comments

  • Reply Claudia 6. April 2014 at 23:44

    Bei Uniqlo frag ich mich ja, ob das ähnlich wie MUJI in Deutschland gleich doppelt so viel kosten wird wie in Japan. Bin sehr gespannt 😉

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