Food & Restaurants

Cocolo Ramen

9. Februar 2014

CIMG2756Eine Freundin und ich waren letztens im Restaurant „Cocolo“ in Kreuzberg. Das Original dieses Restaurants befindet sich in der Gipsstraße nahe Hackescher Markt, macht erst ab 18 Uhr auf und ist chronisch ausgebucht. Mein Freund und ich sind letztens zufällig daran vorbeigekommen und staunten nicht schlecht, als schon um 17.45 Uhr die Leute vor dem Laden eine Schlange bildeten. Die zweite Dependance von Cocolo befindet sich am Paul-Lincke-Ufer in Kreuzberg und ist von mir Zuhause nur einen Steinwurf entfernt. Glücklicherweise macht das Restaurant dort auch schon um 12 Uhr auf und ist ungefähr dreimal so groß.

Trotzdem war das Restaurant gut besucht und alle Tische so gut wie voll, weswegen wir uns zwischen vier andere Leute gequetscht haben. CIMG2753Man kann neben etlichen Vorspeisen und Snacks auch zwischen Dons (Reisschale mit verschiedenen Toppings) und Ramen (japanische Nudelsuppen) wählen. Ich hatte mich letztendlich für ein Lunch Set entschieden. Dies kostete 7€ und enthielt: eine kleine Misosuppe, eine Vorspeise (eine Eiskugelportion Kartoffelbrei mit Ei) und ein Oyako Don. Übersetzt heißt das „Eltern-Kind-Reisschüssel“, weil es aus Ei und Hühnchen besteht 😀 Sehr makaber, aber auch sehr lecker. Das Ganze ist wie eine Art Omelette mit Hühnchenfleisch und Frühlingszwiebeln und wird, wie gesagt, auf Reis serviert. Die Portionen sind ordentlich und machen sehr satt. Auch steht auf dem Tisch eine Reihe verschiedener scharfe Öle, Chilipulver und Sesam bereit, welche man zu seinem Hauptgericht genießen kann.

CIMG2755Dazu hatte ich eine „Homemade Lemonade“, die zwar ziemlich teuer (3€), aber gleichzeitig uuuuunglaublich lecker ist. Und zwar schmeckt man zwar deutlich die Zitrone, das ganze wurde aber mit Honig gesüßt, was unglaublich gut zusammenpasst. Wieso bin ich da nie drauf gekommen? Woah ich will das Rezept unbedingt finden und für mich Zuhause nachmachen!! Meine Freundin hatte übrigens auch ein Lunch Set, jedoch anstatt Oyako Don hatte sie Gyuu Don, also Reisschale mit dünnen Rindfleischscheiben. Auch sehr lecker!

Witzigerweise kommt bei Cocolo auch richtiges Japanfeeling auf, denn, jedes Mal, wenn ein Kunde das Restaurant betritt, rufen alle Angestellten, egal was sie gerade tun, „Irasshaimase“. Jeder, der schon einmal in Japan war, kennt das! CIMG2754Und zwar handelt es sich dabei um eine Begrüßungsformel, die in jedem Laden, Restaurant, etc in Japan benutzt wird. Es verbreitet sich dort fast wie ein Lauffeuer; Betritt ein Kunde einen Laden, beginnt jemand mit einem lautstarken „Irasshaimaseeeeeeeeee“, welches dann von all den anderen Angestellten wie ein Echo wiederholt wird. Irgendwann hört man vom anderen Ende des Ladens noch ein „masseeeeeee“ und dann betritt ein neuer Kunde den Laden und das Ganze beginnt von vorne. Mich nervte das bei meinen Reisen nach Japan immer sehr, weil es mich immer fast zu Tode erschreckt hat, wenn jemand neben mir anfing rumzuschreien. Bei Cocolo fand ich es sehr witzig, eben weil ich es seit 2009 nicht mehr gehört und schon fast vergessen hatte.

Das Restaurant ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Abends ist es sicher auch am Paul-Lincke-Ufer brechend voll, also am besten vorher anrufen und einen Platz reservieren. Ich werde auf jeden Fall wiederkommen. Im Sommer kann man auch draußen sitzen, das ist sicher noch besser.

 

3 Comments

  • Reply Claudia 9. Februar 2014 at 23:01

    Falls du das Irasshaimase-Geschreie mal zu sehr vermissen solltest, komm vorbei 😉 Ein freies Bett haben wir immer.

    • Reply einmalwunderland 10. Februar 2014 at 10:54

      Danke 🙂 werd ich bestimmt drauf zurückkommen! Und wenn du mal wieder hier bist – lass abhängen!!

  • Reply kerzenbastelei 12. Februar 2014 at 14:05

    Das Schreien hatte zumindest Erinnerungswert 😉

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