Film

Film Review: Voll Abgezockt (2013)

31. Januar 2014

Manchmal, wenn ich müde bin und mich von einem Film einfach nur berieseln lassen will, schaue ich mir seichte „Komödien“ mit einfachen Geschichten und wenig Inhalt an. Die sind meisten schlecht, aber unterhaltsam. Ich mein, was will man will man schon Tiefgründiges erwarten?

Aus diesem Grund schaute ich mir „Voll Abgezockt“ aus dem Jahr 2013 an. Ehrlich gesagt hatte ich vorher noch nie etwas von diesem Film gehört. Aber da Melissa McCarthy mitspielt und ich schon einige Filme mit ihr gesehen hatte, habe ich den ausgewählt. Der Inhalt ist schnell zusammengefasst. Diane (Mc Carthy) ist ausgefuchste Betrügerin und druckt sich mit ein paar Tricks selbst Kreditkarten mit dem Namen anderer Leute, auf dessen Konten sie dann Zugriff hat. So stiehlt sie auch die Identität von Sandy Patterson (Jason Bateman) und shoppt so sein Konto leer. Als schließlich die Polizei bei Sandy auf der Arbeit eintrifft und ihn wegen Kreditunwürdigkeit und horrender Schulden befragt, droht er auch noch gefeuert zu werden.

Sandy macht sich schließlich auf den Weg von Denver nach Florida, um seine falsche Doppelgängerin zur Rede zu stellen, nach Denver zu begleiten, sie dort der Polizei zu übergeben und so seinen Leumund wieder herzustellen. All das ist aber nicht so einfach, da gleichzeitig ein Kopfgeldjäger (Robert Patrick) und zwei Geldeintreiber hinter Diane her sind. Auch stellt sie die kugelrunde Frau als Psychopathin mit Hang zur Gewalt heraus, die jedem, der ihr nicht passt, das Geld aus den Taschen lügt oder mit einem Schlag auf den Kehlkopf KO setzt. Der Weg nach Denver ist chaotisch, gefährlich und lang und das ungleiche Duo kommt sich in dieser Zeit freundschaftlich immer näher. Als Sandy Dianes traurige Vergangenheit erfährt, bekommt er sogar etwas Mitleid mit ihr. Der Film hat ein bittersüßes Ende, in dem Sandys Leben und Ehre wieder hergestellt ist und Diane für ihre Taten ins Gefängnis kommt. Trotzdem bleiben die beiden Freunde.

McCarthy spielt auch in diesem Film wieder die gleiche Rolle: die brutale, toughe Einzelkämpferin, die eine schlimme Vergangenheit hat und diese mit fiesen Sprüchen und Gewalt zu übertünchen versucht. Und auch „Voll Abgezockt“ hangelt sich von einem Fettenwitz über eine eklige Sexszene zum nächsten Fettenwitz. Zwischendurch werden ein paar Leute geboxt, bevor wieder ein paar krasse Sprüche geklopft werden. Der Film ist zu großen Teilen zu seltsam und eklig, als dass er witzig ist. Auch ist Kreditkartenbetrug ein ziemlich unwitziges Thema, weswegen  versucht wurde, den Fokus des Humors auf die Charaktere zu lenken, was schließlich auf ein Hin-und-Her von Sprüchen hinausläuft. Leider gibt das Drehbuch nicht so viel her, so dass auch die Charaktere den ganzen Film über unsympathisch bleiben, egal wie sehr sich Bateman und McCarthy auch abstrampeln. Letztendlich überliegen die Charaktere trotz ein paar witziger Szenen und einer guten Ausgangsidee dem platten und uninspirierenden Drehbuch. Einzig und allein ein übercooler Robert Patrick rettet den Film und haucht ihm etwas Leben und Antagonismus ein und unterbricht für ein paar Minuten das ständige Rumgezicke der beiden Hauptcharaktere.

Wertung:

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