Film

Film Review: John dies at the End

1. November 2013

Der Film „John dies at the end“  aus dem Jahr 2012 ist die Verfilmung des gleichnamigen Buches von David Wong – ein Zustand der erklärt, wie sie das Drehbuch einem Produzenten gepitched haben müssen. Die Handlung ist nämlich so verworren, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie ein Exposé hätte aussehen können.

Aber der Reihe nach. Die Rahmenerzählung des Films zeigt Hauptcharakter David (Chase Williamson), wie er in einem chinesischen Restaurant von dem Journalisten Arnie Blondestone (Paul Giamatti) interviewt wird. Arnie ist an Davids Lebensgeschichte interessiert, da dieser behauptet, mit den Toten sprechen zu können.  Ab da beginnt die Binnenerzählung, die erzählt, wie David und sein Kumpel John (Rob Mayes) sich eine unbekannte, neue Droge namens „Sojasauce“ injektieren. Diese Droge schärft nicht nur ihre Sinne und lässt sie Dinge aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehen sowie hellseherische Fähigkeiten entwickeln, sie lässt sie auch von der Welt der Lebenden in die der Toten blicken.

Je länger David auf „Sojasauce“ ist, umso häufiger sieht er eklige und gruselige Wesen aus der Totenwelt sowie Nazizombies und Türknaufe, die plötzlich die Gestalt eines männlichen Geschlechtsorgans annehmen. Von diesem Zeitpunkt an beginnt er Film noch weiter abzudrehen. John stirbt im Krankenhaus an den Folgen der Droge, dirigiert jedoch als Geist im Körper eines Hundes David aus der Totenwelt zum Wohnwagen des Dealers, um mehr von „Sojasauce“ zu erschaffen. Das brauchen sie später (John weilt dann wieder unter den Lebenden), um zugedröhnt ins Land der Toten zu gehen und dort in einer skurrilen Parallelwelt, die von riesigen Spinnenrobottern beherrscht wird, eine Atombombe auf den Spinnenkönig zu schmeißen.

Obwohl der Film „John dies at the end“ den Anspruch hat, verwegen, verwirrend und ganz nach dem Stil von Regisseur-Ikone David Lynch zu sein, schafft es der Film nicht, die verworrene, Plot-lose und den Gesetzen der Physik losgelöste Geschichte cool und eindringlich zu vermitteln. Der Unterschied zwischen dem Film und denen von Mr Lynch ist nämlich, dass Lynch seine Roter-Faden-losigkeit wie einen roten Faden durchzieht. „John dies at the end“ gelingt das nicht, die Turns der Geschichte wirken sogar für einen offensichtlich verworrenen und undurchsichtigen Film zu verworren und undurchsichtig. Es reicht nicht, einfach eine Meute von gruseligen Insekten in eine Parallelwelt zu schmeißen und eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte zu erzählen und das auch noch „Kunst“ zu nennen. Zu viele Fragen bleiben sogar für den Film ungeklärt und auch die Motive und Wünsche der Helden verschwimmen zu schnell, ohne, sogar für so einen Film, nur ansatzweise nachvollziehbar zu sein. Alles in allem ist der Film enttäuschend, obwohl der Ansatz der Story vielversprechend und spannend klingt. Auch die miserablen CGI-Effekte lassen „John dies at the end“ wie einen Trash-Film aus den 1970ern erscheinen. Einzig und allein Paul Giamatti war großartig und sehenswert.

 

Wertung:

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