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Bücher im November 2013

20. November 2013

Ich habe diesen Monat bisher drei Bücher gelesen. Gerade lese ich das vierte, „The woman in white“, aber da es über 600 Seiten lang ist, weiß ich, dass ich es nicht schaffen werde, es diesen Monat neben der Arbeit und allem Anderen noch zu Ende zu lesen.

Jane Austen – Mansfield Park

Mansfield Park war das letzte Austen-Buch, was ich noch nicht gelesen hatte, also hab ich es Anfang des Monats zur Hand genommen. Leider kam ich nur schleppend voran, weil mir das Buch nicht wirklich gefiel… die Hauptfigur Fanny Price ist den größten Teil des Buches passiv. Sie spricht nicht, sie interagiert nicht und auch sonst ist sie vom Geschehen der anderen Figuren ausgeschlossen. Das war ziemlich enttäuschend, vor allem, weil Austens Heldinnen meistens aktiv sind, oder wie im Falle von „Persuation“ wenigstens eine eigene Stimme haben. Bei Fanny Price war das nicht so. Sie stand nur in der Ecke und hat beobachtet, während den anderen Personen Dramen passierten. Trotzdem bewundere ich Austens Bücher auf Grund des dargestellten Realismus, der authentischen Dialoge und natürlich der Charakterführung. Mrs Norris (hier sieht man eine bewusste Hommage Rowlings an Austen) war grandios beschrieben in ihrer Verbohrtheit und Selbstsucht. Auch wenn der Charakter von Fanny in der Ausführung etwas gelitten hat, ist Mansfield Park wunderbar zynisch und herrlich ehrlich.

Lewis Carrol- Alice’s Adventures in Wonderland

Das wollte ich schon immer mal gelesen haben. Die Sprache ist sehr witzig und einfallsreich, das ganze Buch dadaistisch und verwirrend. Und, das wusste ich vorher nicht mal, das Buch unterscheidet sich in manchen Teilen von den unzähligen Verfilmungen, die existieren. Trotzdem finde ich nicht, dass das Buch unbedingt für Kinder geeignet ist. Vieles hätte ich als Kind nicht verstanden, bzw. mich wahrscheinlich sehr verwirrt und geschockt.

F. Scott Fitzgerald- The Great Gatsby

ENDLICH hab ich’s mal gelesen, es stand schon so lange auf meiner To-Read Liste. Das Buch ist ganz ganz toll! „Leider“ hatte ich zuerst den Film (mit Dicaprio) gesehen, der „leider“ unglaublich nah am Buch ist und so gar keine Überraschungen übrig ließ. Ständig hab ich beim Lesen den Film vor Augen gehabt. Ich finde die Gradwanderung von Golden Twenties/“In Betweeners“/Widersprüche des American Dreams/Verkommuen von Moral und menschlicher Wertschätzung sehr gelungen und gleichzeitig zu einem spannenden Drama verworren. Ich konnte das Buch gar nicht mehr niederlegen. Aber vielleicht liegt das auch einfach an der Story oder an der mysteriösen Gestalt Gatsbys und seinen schleimigen, neureichen Freunden, die einem vor Rückradlosigkeit das Blut in den Adern gefrieren lassen? Das Buch ist ganz verdient ein Klassiker der Literatur und für ein amerikanisches Buch gar nicht mal so schlecht 😉

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