Film

Film Review: Taffe Mädels

30. August 2013

TaffeMaedels_Poster_1400Agent Ashburn hat ein großes Ziel: sie möchte beim FBI die Karriereleiter ganz nach oben klettern. Dafür arbeitet sie jeden Tag wie eine Besessene und bekämpft Drogenbarone und Hehler. Als dann ein vielversprechender Posten frei wird, wittert sie ihre Chance auf eine Beförderung und gibt noch einmal alles, um vor ihrem Chef besonders gut dazustehen. Leider ist die ambitionierte Agentin bei ihren Kollegen als arrogant und herablassend verschrien und ihr Chef ist sich nicht sicher, ob sie mit diesen Eigenschaften eine führende Position innerhalb des FBIs meistern könnte. Um noch etwas Zeit zum Nachdenken zu haben, schickt er Ashburn kurzerhand nach Boston. Dort soll sie die geheime Identität des Drogenbosses Larkin aufdecken und ihn sowie seine Geschäfte hochgehen lassen. Wenn ihr das gelingt, so ist ihr die Beförderung sicher.

Voller Tatendrang reist sie also nach Boston. Was sie nicht weiß, ist, dass sich ihre Wege mit denen der derben und nicht gerade sozialen Polizistin Mullins (Melissa McCarthy) kreuzen. Beide fühlen sich für den Job zuständig und keiner ist bereit, auch nur einen Millimeter auf den anderen zuzugehen; doch es führt kein Weg an der Zusammenarbeit vorbei.

Die beiden mögen sich nicht – verständlich, denn sie könnten unterschiedlich nicht sein. Ashburn ist verklemmt und vernarrt in Regeln und Vorschriften. Mullins flucht wie ein Rohrspatz und ist Gewalt und Hauruck-Methoden nicht abgeneigt. Trotzdem müssen sie zusammenarbeiten und versuchen, Larkin das Handwerk zu legen. Was dabei rauskommt ist ein Actionfilm mit vielen derben Sprüchen, Spannung und Günter-Netzer-Gerhard-Delling-esquer Komik.

Der Film „Taffe Mädels“ (Original „The Heat“) ist der klassische Bullock-Film und ihr wie auf den Leib geschnitten. Ihr nimmt man die Rolle der FBI-Agentin die nach „Harte Schale, weicher Kern“-Manier agiert, vollkommen ab. Auch McCathy als freche Polizistin ist unglaublich treffend und dabei auch noch  witzig und erfrischend. Die beiden Charaktere ergänzen sich perfekt und bringen viel Situationskomik.

Natürlich ist die Geschichte so alt wie das Theater selbst und in anderen Ausführungen bereits tausendmal gesehen. Auch ist der Plot flach und vorhersehbar. Das alles macht jedoch nichts, da alle Filme dieses Formats einem ähnlichen Muster folgen und man nichts anderes erwartet. Jeder, der sich so einen Film ansieht und einen Fellini erwartet, sollte seine Quellen noch einmal durchchecken lassen. „Taffe Mädels“ ist ein lustiger Film zum Abschalten und Berieselnlassen. Leichte Story, witzige Sprüche und ein emotionales Happy End – all das erfüllt dieser Film. Künstlerisch vielleicht nicht so wertvoll, doch genial für Videoabende und Regentage.

Wertung:

No Comments

Leave a Reply

*