Fotografie

Review: Fuji Instax Close Up Linse

12. Juni 2013

BildZu meinem Geburtstag schenkte mir mein lieber Freund eine Close-Up Linse für meine Fuji Instax, um Selbstportraits und Dergleichen aufzunehmen. Wie alles von Fuji wurde auch diese Linse in Japan und für den japanischen Markt entwickelt (und in China hergestellt), weswegen auch die entsprechenden Anweisungen auf der Rückseite auf Japanisch sind. Bild

Meine Japanischkenntnisse mögen vielleicht etwas eingerostet sein, sind jedoch noch besser erhalten, als ich gedacht habe. Und die Bilder sind ja auch in gewisser Weise selbsterklärend. 40-60cm vom Objekt fotografieren und zum Selbstportrait sich in dem kleinen Spiegel neben der Linse für das perfekte Ergebnis positionieren. Jedoch hat mich die kleine Zeichnung mit den Rechtecken in gestrichelter und durchgezogener Linie etwas verwirrt. Zum Glück hat mir eine Freundin bei der Übersetzung geholfen – Danke noch einmal an dieser Stelle.

Ihre Übersetzung lautete:

„Ungefähr ein Objekt von der Größe eines A3-Blattes wird abgebildet. Bei einer Entfernung von 45cm entsteht zwischen dem was du im Finder siehst und was dann rauskommt, eine Verschiebung von 4cm nach rechts unten.“

Okay Fotografie artet in Mathematik aus 🙂 Heißt das, dass man die Kamera 4cm nach links oben verschieben muss, damit das, was letztendlich auf dem Bild entsteht, auch das ist, was man fotografieren möchte?Es braucht auf jeden Fall etwas Übung!

BildSo sieht die Instax mit der Linse aus. Man sieht sogar meine Hand und die Digicam im Spiegel.

Ich habe schon einige Bilder mit der Close Up-Linse gemacht und muss sagen, dass sich Selbstportraits sehr gut und einfach durchführen lassen. Ich würde jedoch empfehlen, die Kamera um 90° zu drehen, so dass der Spiegel ‚oben‘ ist und das Motiv dann quer auf dem Instax erscheint (also der weiße Rand, an dem man das Instax letztendlich anfasst, auf der rechten Seite, anstatt unter dem Motiv ist – ist das verständlich? XD), so hat man mehr Spielraum und man ist auch größer auf dem Bild zu sehen. Hochkant (’normal‘, siehe nächstes Bild) zu fotografieren staucht das Motiv und macht es kleiner, was bei den visitenkartengroßen Instax oft schwer zu erkennen ist.

Die tatsächliche Close-Up Funktion ist jedoch etwas trickreicher. BildHier seht ihr meinen ersten Versuch, der doch ziemlich in die Hose gegangen ist. Die süße Mickey Mouse-Tasche, die ich eigentlich mittig haben wollte, ist an den Rand gequetscht und auch nur halb drauf. Ich glaube, dass diese Linse sich besonders eignet, wenn das Motiv entweder einen schönen Hintergrund hat, bei dem eine Verschiebung nicht so schlimm wäre, oder wenn das Motiv etwas abstrakter ist und es keinen bestimmten Fokus gibt. Graffiti, Mosaike oder Blumenwiesen kann ich mir gut als Close-Up Motiv vorstellen – einzelne Gegenstände gestalten sich damit eher schwieriger.

Alles in Allem würde ich die Linse als gut bewerten. Sie ist einfach zu montieren, leicht zu bedienen und liefert gute Ergebnisse. Einzig die Verschiebung um 4cm ist etwas negativ, bzw. verlangt Übung, was bei den doch recht preisintensiven Instax ein Problem werden kann.

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