Fotografie

Diana F+ Basics: Entfernung des Rückenteils

26. Juni 2013

Die Diana-Kameras sind großartig, weil sie so wandelbar sind. Mit neuen Rückenteilen kann man eine herkömmliche 120mm-Diana in eine Sofortbildkamera oder eine Standard-35mm-Kamera verwandeln. Alles schön und gut, aber wie funktioniert das? Hier meine kleine, bebilderte Anleitung zum völligen, jedoch fachgerechten Entkernen der Diana.

Vorneweg noch eine kleine Erklärung zu der Diana, die ich bei vorherigen „Diana Basics“ nicht erwähnt habe, da in der Kamera ein Film geladen war und ich das deswegen nicht zeigen konnte.

01 Die Diana verwendet standardmäßig 120mm Film, kann aber verschiedene Filmformate produzierten, die sich über die links abgebildeten Plastik-Masken einstellen lassen. Es gibt drei Fotogrößen, welche je eine andere Maske (oder eben keine) verlangt. Dazu lässt sich folgendes sagen:

 

– ohne Maske kannst du 12 quadratische Fotos machen (5.2cm x 5.2cm).

– mit der kleinen Maske kannst du 16 kleine rechteckige Bilder machen (4.2cm x 4.2cm).

– mit der zweiten kleinen Maske kannst du ein Endlospanorama aufnehmen.

02Die Rahmenmasken legt man vor dem Film in die Kamera ein, dazu entfernt man den Rückenteil und legt die Maske in die Maskenhalterung ein, also vor die Linse. Wichtig ist auch, dass jede Plastik-Maske eine weitere Einstellung benötigt. Diese findet man auf der Rückseite. Und zwar sieht man dort einen Schieberegler, welchen man auf „12“ und auf „16“ schieben kann. Wie man sich schon denken kann, bestimmt die Zahl jeweils die Anzahl der Bilder, die letztendlich machen kann. Schiebe den Regler bei der kleinen Maske und bei der Panorama-Maske auf 16. Für die Einstellung ohne Maske muss der Regler auf 12 stehen. Das ist ganz leicht zu erklären: Da die Bilder ohne Maske größer sind als mit, kann man bei gleichem Film natürlich ohne Rahmen-Maske weniger Bilder schießen.

Okay weiter geht’s.

03 Um einen neuen Rückteil auf die Diana anzubringen, muss der alte erst einmal weg. Dazu schiebt man den Hebel auf der Unterseite der Kamera auf „auf“ und schiebt den Rückendeckel von der Kamera. 04

Danach muss man die Rahmenmaske natürlich entfernen (1). Das geht mit langen Fingernägeln recht einfach: in der Ausbuchtung an der Unterseite die Maske leicht nach oben drücken und heraushebeln. Danach auch die Spule (2) aus der Halterung nehmen. Beides sicher verwahren!

05Der nächste Schritt ist etwas schwieriger. Dabei muss die Spulenhalterung entfernt werden. Wie man sieht hat die Halterung links und rechts vorstehende Seitenteile, die schnell abbrechen können, deswegen niemals daran ziehen. Wenn die Seitenteile abbrechen, kann man die Diana in ihrer Ursprungsformation nicht mehr benutzen. Deswegen drückt man 06die Plastikhalterung an zwei vervorstehenden Befestigungen nach unten. Auf dem rechten Bild sieht man die Teile noch einmal von unten. Leider konnte ich das anders nicht fotografieren. Aber man sieht sie recht deutlich, wenn man eine Diana vor sich hat. Manchmal haken die Befestigungen leider, deswegen muss man das einige Male wiederholen. Wie schon erwähnt, sollte man sich dabei viel Zeit lassen und nicht zu überstürzt oder zu doll daran rumzerren. Die Diana besteht leider komplett aus Plastik, was recht schnell und bei falscher Handhabung brechen kann.

07 So sieht die Diana schließlich aus, wenn alle Kondimente entfernt sind. Auf diesen Nakkedei kann man jetzt alle Rückenteile anbringen – wie das geht werde ich in den nächsten zwei Einträgen exemplarisch und natürlich mit Fotos zeigen. Ganz wichtig ist jedoch, die Einzelteile der Diana bei Nichtbenutzung sicher aufzubewahren. Ist erstmal eine Sache weg oder zerbrochen, kann man die Kamera nicht mehr benutzen und das wäre schade.

2 Comments

  • Reply Diana F Basics: Anbringung des Instant Backs | einmalwunderland 3. Juli 2013 at 12:14

    […] Woche habe ich darüber gebloggt, wie man den Rückenteil der Diana F+ entfernen kann. Das ist eine Fitzelarbeit, bei der man gut aufpassen muss, die dünnen Plastikplättchen der […]

  • Reply Diana F+ Basics: Anbringung des “35 mm Backs” | einmalwunderland 17. Juli 2013 at 15:21

    […] muss man nur seine Kamera von dem ganzen Mittelformatfilm-Kram erlösen. Wie das geht zeige ich hier. Sobald diese fitzelige Arbeit erst einmal geschafft ist, muss man nur den 35mm-Aufsatz zur Hand […]

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