Fotografie

Diana F+ Basics: Diana F+ Instant Back Mehrfachbelichtung

15. Mai 2013

Auch wenn es in meinem ersten Artikel über den Diana Instant Back nicht so klang, ich mag diese Art der Sofortbildphotographie sehr. Ja, es hat viel Zeit und Mühe und Tränen gekostet, aber wenn man einmal den Dreh raus hat, dann ist der Instant Back eine tolle Sache. Besonders großartig ist nämlich, dass man damit die gleichen Tipps und Tricks der analogen Photographie, welche auch bei der normalen Diana-Kamera möglich sind, auch hier zur Verfügung hat – nur halt mit Sofortresultat. Sehr spannend sind meiner Meinung nach die Mehrfachbelichtungen. Was das genau bedeutet ist sehr einfach: Wenn man ein Foto macht, dann, ganz rudimentär ausgedrückt, fällt Licht durch eine Linse auf ein Negativ und dieses Negativ wird dann belichtet. Das heißt, dass Chemikalien angeregt werden, die das fotographierte Bild auf dem Negativ abdrucken (das klingt jetzt sehr metaphorisch und blumig, ist jedoch natürlich ein sehr technischer Vorgang, den ich auf Grund meines literaturwissenschaftlichen Knacks‘ nicht anders ausdrücken kann 😉 ). Mehrfachbelichtungen heißt dann folgendermaßen nur, dass man den gleichen Negativ doppelt oder halt mehrfach belichtet. Das geht bei analogen Kameras ganz einfach, indem man den Film nicht weiterspult. Motiv wählen, Auslöser drücken, neues Motiv wählen, knipps knipps, Film weiterdrehen.

Bei den Instax ist das eine andere Geschichte, denn diese sind Filmpositive, das heißt, dass sich das Bild durch Lichteinfall entwickelt, also meist dann, wenn das Sofortbild aus der Kamera geschossen kommt. Bei den Fuji-Instaxkameras geschieht das Auswerfen des Films automatisch, beim Instant Back muss man manuell einen Knopf drücken, was einem die Chance gibt, mehrmals den Auslöser zu betätigen. Trotzdem gibt es Dinge, die man beachten sollte: denn, obwohl das Instax beim Instant Back so lange in der Kamera verweilt bis man den entsprechenden Knopf drückt, das Bild fängt schon im Instant Back an sich zu ‚entwickeln‘. Das heißt, je länger man zwischen den Aufnahmen wartet, umso mehr unterscheiden sich die Schüsse in Sichtbarkeit, Sättigung, etc. Wenn die Chemikalie erstmal das Fotopapier belichtet, dann ist es schwer, noch einmal zu belichten.

Mein Tipp ist also: zwischen den Schüssen sollten nur wenige Sekunden vergehen, am Besten unter 80Sek, dann ist das Ergebmis am gleichmäßigsten. Natürlich ist das von der Wetterlage und Sonneneinstrahlung abhängig und keine unumstürzbare Regel.

Ich  habe, damals noch in London lebend, bei gleicher Wetterlage (sonnig, wolkenlos) und nur wenige Minuten von einander entfernt drei Instax mit unterschiedlichen Blendeneinstellungen gemacht:

1) Blendeeinstellung F11 („cloudy“)

01 ← Offensichtlicherweise ist dieses Bild zu überbelichtet… trotzdem erkennt man noch das Männergesicht in der unteren rechten Hälfte des Bildes, welches ist über einen Blumenstrauß photographiert habe.

Durch die Überbelichtung (die Blende war zu groß, es gab zu viel Lichteinfall) erkennt man beide Motive zwar noch, es sind jedoch zu viele weiße Stellen zu sehen und alles ist sehr ausgewaschen.

Beide Bilder habe ich ca eine Minute von einander entfernt aufgenommen.

02Das zweite Bild ist mit der → Blendeeinstellung F16 („partially cloudy“) aufgenommen und hat auch 80Sek – eine Minute Zeit zwischen den beiden Aufnahmen. Man sieht auch ganz deutlich, dass das Bild nicht mehr ganz so überbelichtet ist.

↓Last but not least, das dritte Bild03, welches zwar von der Blendeneinstellung (F22 „Sunny“) am Besten funktioniert hätte, jedoch durch den großen Abstand zwischen den zwei Schüssen das ungleicheste Ergebnis produziert hat. Die Blumen sind fast komplett entwickelt und das, was ich dadrüber gelegt habe, ist fast gar nicht mehr zu erkennen. Schade eigentlich. Aber ich weiß jetzt, dass man sich am Besten schon vorher die beiden Motive aussuchen sollte, die man fotophraphieren möchte, damit der eigentliche Ablauf nicht durch so etwas verzögert wird.

Zur Motivwahl meine Tipps:

1. Sucht Motive mit unterschiedlichen Größen, Farben oder geometrischen Figuren um schöne Komtraste zu erzielen.

2. Zweimal das gleiche Motiv aus unterschiedlicher Entfernung/aus unterschiedlichem Blickwinkel gibt tolle Effekte

3. Menschen und Blumen übernander shooten

4. Drehe die Kamera um 180° um so zweimal das gleiche Motiv aufzunehmen.

No Comments

Leave a Reply

*