Fotografie

Fuji Instax Vs Diana F+ Instant Back

3. April 2013

Da Polaroid schon seit Mitte der Neunziger keine neuen Sofortbildfilme mehr für ihre extrem beliebte und mittlerweile sehr Hipster-tastische Sofortbildkamera herstellt, muss der Freund von Instantbildchen jetzt auf andere Kameras zurückgreifen.

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Eigentlich ist Fuji mit seinen Instax der einzige Vertrieb, der diese Marktlücke erkannt und gestopft hat. Um diese Visitenkarten großen Bilder zu schießen gibt es bis dato zwei Möglichkeiten. Entweder man bestellt sich eine der Fuji Instax Mini-Kameras, oder man besorgt sich zu seiner analogen Diana F+ (oder der Holga) einen passenden Instant Back. Die bei Fuji erhätlichen Fotos passen bei beiden Kameras gleichermaßen.
Ebenso haben beide Kameras ihre Vor- und Nachteile, die ich in diesem Post gerne zusammenfassen würde. Da ich selbst einmal vor der Frage stand, welche Kamera ich mir kaufen solle (bevor ich beschloss, mir beide anzuschaffen, haha), wäre ich froh gewesen, wenigstens einen vergleichenden Artikel im Internet zu finden. Nur leider sind diese sehr rar.

Fangen wir mit der Fuji Instax Mini-Kamera an. Schließlich ist sie das Original 🙂

Fuji Instax Mini

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Das ist die Fuji Instax S7, die erste dieser Reihe und, meiner Meinung nach, die, die das Beste Preis-Leistungsverhältnis mitbringt.

Vorteile:
– Der Preis. Ab 60€ bei sowohl Ebay als auch Amazon erhätlich

– Läuft mit zwei AA-Batterien, Akkus gehen auch.

– Idiotensicher. Man legt den Film ein, macht den Deckel zu, schmeißt die Batterien in die Klappe und los gehts. Es gibt vier Blendeneinstellungen, die mit drei Wettersymbolen (wolkig, mäßig sonnig und sehr sonnig) und einem Haussymbol gekennzeichnet sind. Einfach das Richtige auswählen und losknipsen.

– Die Kamera ist robust und handlich, leicht ein- und aus zu schalten und geht nicht aus Versehen in der Tasche los.

– Es gibt ein paar Linsen und anderen Schnickschnack, den man zusätzlich kaufen kann. Besonders bei diesem Modell, bei den neuren sieht es anders aus.

Nachteile:

– Der Blitz ist immer an. Egal ob drinnen, nachts oder bei Sonnenschein, immer wird ein Blitz zusätzlich abgefeuert, das verhindert natürlich die Möglichkeit, coole Effekte auf das Bild zu zaubern, oder das Ergebnis nur in geringster Weise zu manipulieren. Low Key/Hipster-Bilder sind damit nicht möglich.

– Idiotensicher. Wie gesagt, es kann quasi nichts schief gehen… nur leider (oder zum Glück?) hat man so auch keine Chance auf nette oder witzige Überraschungen wie man sie von der klassischen Polaroid gewöhnt ist. Die Bilder werden so gut wie immer perfekt.

Diana F+ Instant Back

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Dieser Instant Back wird einfach an die Diana rangeklippt und ist sofort verwendbar 🙂 Hierzu muss ich sagen, dass man auf jeden Fall sich den Vor- und Nachteilen sowie eventuellen Zickereien dieser Kamera bewusst sein muss. Sonst wird das nichts. Ich habs auf die harte Tour lernen müssen.

Vorteile:

– Die Fotos haben einfach Style. Da sie nicht automatisch aus der Kamera herausgeschossen werden, sondern manuell per Knopf, kann man mit dieser Kamera sehr viel experimentieren. Man kann Mehrfachbelichtungen machen, Schnappschüsse im Bild auf einander stapeln und jedes Instax in ein surrealistisches Abenteuer verwandeln.

– Alles, was die Diana kann, kann der Instatn Back auch. Also Farbfilter benutzen, Linsen verwenden, Langzeitbelichtung, Light Painting und und und. Der ganze analoge Kram eben 🙂

– Die Bilder haben den typischen „dreamy“ Diana look, also low key, weichgezeichnet, bisschen verfärbt und auch sonst ganz toll (setze hier tausend englische Hipsterwörter ein)

– Durch den Blitz bekommen die Bilder den typischen Vignette-Effekt

Nachteile:

– Die Batterie: es ist zwar nur eine drin, jedoch ist diese so speziell, dass es sie zum Einen nicht als Akku gibt und zum Anderen 10€ pro Stück kostet. Autsch

– Der Instant Back kostet um die 80€, natürlich muss davor auch eine Diana-Kamera am Start sein.

-Für Einsteiger ist das nichts. Ganz und gar nichts. Analoge Fotographie ist anders als digitale, das haben viele bereits vergessen. Ich auch. Diese Kamera eignet sich nicht zum Schnappschuss machen. Es ist eine Artsy-Kamera, keine Oma-hat-Geburtstag-Knipps-Ma-Kamera.

– Der Sucher der Kamera stimmt nicht mit dem des Instant Backs überein. Soll heißen, auch wenn das Objekt durch den Sucher mittig zu sein scheint, ist das NICHT der Fall. Fotographieren muss gelernt sein und braucht viel Erfahrung und Bauchgefühl -> das führt natürlich zu vielen schönen Missgeschicken, ist aber bei den doch recht hochpreisigen Instax eher ärgerlich. Achtung, Frustrationsgefahr.

– Der analoge Auslöser kann immerzu betätigt werden. Vorsicht in Taschen!

-Der Instant back ist sehr lichthungrig und eigentlich nur im Hochsommer wirklich einsetzbar. Sonst kann die Gefahr drohen, dass die Bilder unterbelichtet oder gar schwarz aus dem Instant Back schießen.

Fazit

Also ich muss sagen, dass man die Kamera so auswählen sollte, wie man sie letztlich benutzen will. Für erfahrene Lomographen empfehle ich den Instant Back, ganz klar. Man kann sau viel experimentieren, die Kamera bringt, so man sie erstmal verstanden, viel Freude. Einsteigern und nicht-atsy-Leuten würde ich die normale Kamera von Fuji empfehlen. Weniger Frustration, mehr gute und gelungene Bilder.

1 Comment

  • Reply Diana F+ Basics: Diana F+ Instant Back Mehrfachbelichtung | einmalwunderland 15. Mai 2013 at 11:45

    […] wenn es in meinem ersten Artikel über den Diana Instant Back nicht so klang, ich mag diese Art der Sofortbildphotographie sehr. Ja, es hat viel Zeit und Mühe […]

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